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Kassettenregale Hersteller

Kassettenregale sind Schwerlastregale mit ausziehbaren Lagerkassetten für langes oder flächiges Material. Rollen- oder Gleitführungen ermöglichen frontalen Zugriff mit 70–100 % Auszug und reduzieren Umstapelvorgänge. Tragrahmen, Kassettenführungen sowie Auszieh-, Durchschub- und Abrollsicherungen bilden die Einheit. Typische Traglasten liegen bei 500–2.000 kg je Kassette, Feldlasten bis etwa 15.000 kg. Einsatzfelder sind Metall-, Holz- und Kunststoffbearbeitung. Die Montage erfolgt über Bodenbefestigung. Regelmäßige Prüfungen der Sicherungen sind vorzusehen.

Liste Hersteller Kassettenregale

Ludwig-Erhard-Straße 6, 57482 Wenden
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Kassettenregale

Mehr über Kassettenregale

Kassettenregale sind Schwerlastregale mit ausziehbaren Lagerkassetten für langes oder flächiges Material. Das System erlaubt den frontalen Zugriff an der Stirnseite des Lagerguts und reduziert Rangierwege. Tragrahmen, Kassettenführung und Sicherungen bilden eine funktionale Einheit, die die Lagerfläche verdichtet und den Arbeitsablauf strukturiert.

Funktionsweise und Aufbau

Das Auszugssystem arbeitet mit Rollen- oder Gleitführungen, die je nach Regaltiefe 70 bis 100 Prozent der Tiefe ausfahren. So werden Profile, Rohre oder Strangmaterial ohne Umstapeln bereitgestellt. Eine Ausziehsicherung hält die Kassette kontrolliert im Anschlag, während die Durchschubsicherung das Zurückschieben begrenzt und die Abrollsicherung gelagerte Einheiten gegen unkontrollierte Bewegung schützt.

Die tragende Stahlkonstruktion kombiniert Rahmenprofile mit querliegenden Auflagestreben, die Kassetten punktgenau aufnehmen. Verwindungssteife Knoten und eine spielfreie Verschraubung sichern die Maßhaltigkeit bei wiederholter Beladung. Kassettenböden lassen sich mit Trennhilfen für Stäbe, Ablagen für Platten und Vorrüstungen für Kippbehälter konfigurieren, sodass Formate und Gewichte reproduzierbar positioniert werden.

Technische Kennwerte und Formate

Die Einzellast pro Kassette liegt je nach Kassettenformat typischerweise zwischen 500 und 2.000 Kilogramm. Die Gesamtlast eines Regalfeldes erreicht Schwerlastklassen bis 15.000 Kilogramm. Diese Belastbarkeit setzt eine präzise Auslegung von Führungen, Auflagestreben und Anschlägen voraus, damit die Geometrie bei Volllast stabil bleibt und die Beladung sicher geführt wird.

Regalmaße richten sich nach dem Materialfluss: Standard-Regaltiefe reicht von 800 bis 1.500 Millimetern, die Auszugslänge folgt der Tiefe, und die Bauhöhe liegt praxisüblich bei 2.000 bis über 5.000 Millimetern. Daraus ergeben sich Regalgröße, nutzbare Lagerfläche je Kassette und die planbare Lagerkapazität pro Stellplatz.

Das Kassetteninnenmaß muss das Kassettenformat des Lagerguts exakt fassen. Für Plattenmaterial eignen sich breite, flache Böden. Langgut erfordert schmale Fächer mit Längstrennungen. Bei sehr langen Profilen empfiehlt sich ein Schwenkvorbau, der die Entnahme im Greifraum der Hebehilfe ermöglicht.

Regaltypen und geeignetes Lagergut
RegaltypMerkmalAnwendung
Standard-KassettenregalVollauszug horizontalBleche, Platten, Profile bis 6 m
Kassettenregal mit SchwenkvorbauAuszug mit seitlichem SchwenkLanggut über 6 m, Werkzeuge mit Auslegerbedarf
Vertikales KassettenregalStehende LagerkassettenLeichte Leisten, Stangen, schmale Profile

Anwendungsfelder in Industrie und Handwerk

In der Werkstatt und in der Serienfertigung sichern diese Regale eine ergonomische Materialbereitstellung für Zuschnitt, Schweißarbeitsgang und Kommissionierung. In metallverarbeitenden Betrieben lagern Bleche, Träger und Rohre. In der Holz- und Kunststoffbearbeitung werden Plattenstapel, Formate und Halbzeuge geordnet vorgehalten. Formenbau und Werkzeuglager nutzen Kassetten für schwere Formeinsätze sowie optional Kippbehälter für Reststücke.

Auswahl, Lagerstrategie und Planung

Die Auswahl beginnt mit der Lagerstrategie: Umlaufhäufigkeit, Teilemix, Greifräume von Kran oder Stapler und die geforderte Umschlagfolge bestimmen den passenden Regaltyp. Gegenüber Stapelregal oder Fachregal reduzieren Auszugskassetten Suchzeiten, weil jede Kassette eindeutig adressiert wird und der Zugriff nicht von darüberliegenden Ebenen abhängt.

In der Lagerplanung werden Regalgröße, Raster der Auflagestreben und das Kassettenformat auf Materiallängen und -gewichte abgestimmt. Für überlange Güter bietet sich der Schwenkvorbau an. Anbauregale und eine Verbindungsleiste koppeln Felder zu Linien. Farbkonzepte berücksichtigen Standardfarben wie Blau oder Grau. Projektspezifische Lackierungen dienen der internen Kennzeichnung.

Spezielle Produktionsbedingungen erfordern oft eine Sonderanfertigung: abriebfeste Einlagen für Oberflächen, Führungen für hohe Temperaturen oder angepasste Anschläge bei asymmetrischen Lasten. Bei räumlichen Zwängen erlaubt eine Wandhalterung die Ausnutzung von Nischen, während eine Bodenführung Wege offenhält. Regaltiefe, Fachraster und Regalgröße werden dabei nur einmal festgelegt und in der Dokumentation verbindlich gehalten.

Sicherheit, Montage und Systemintegration

Arbeitssicherheit beginnt bei der statischen Befähigung und setzt sich in der Betriebsorganisation fort: Traglasttafeln, eindeutige Piktogramme und Freihaltebereiche verhindern Fehlbedienungen. Für Anweisungen sind klare Symbole zu bevorzugen.

Die standfeste Montage erfolgt über Bodenbefestigung mit definierten Dübeln sowie optionaler Wandhalterung zur Kippaussteifung. Eine kontrollierte Verschraubung mit dokumentierten Drehmomenten gewährleistet die Lastabtragung in den Hallenboden. Wiederkehrende Prüfungen umfassen Führungsspiel, Anschlagzustand und die Funktionsprüfung der zuvor genannten Sicherungen, ohne diese zu verstellen.

Bei digital unterstützter Bereitstellung kann ein Lagerverwaltungs-Terminal je Kassette einen Button für Entnahmebuchungen anzeigen. Hilfesymbole werden normgerecht geführt. Automatisierte Varianten binden Sensorik zur Kassettenposition an, ohne die mechanische Basis zu verändern. Diese Integration bleibt optional und hat keine Auswirkung auf die grundsätzliche Dimensionierung.

Grenzen, Abgrenzung und Marktüberblick

Diese Regale sind für industrielle Standorte ausgelegt und nicht für die Wohnung konzipiert. Im Vergleich zu einem Stapelregal überzeugt der direkte Zugriff, während ein Fachregal bei vielen Kleinteilen wirtschaftlicher sein kann. Modelle der Spitzenklasse adressieren hohe Nutzlasten und große Bauhöhe. Kompakte Ausführungen fokussieren enge Gänge und kleine Losgrößen.

Die Herstellerlandschaft reicht von auf Stahlbau spezialisierten Anbietern bis zu Systemhäusern mit Zubehörprogramm. Viele liefern Regale, Kassetteneinsätze und passendes Hebezeug aus einer Hand. Andere konzentrieren sich auf Standardbauformen mit klarer Ersatzteillogik. Für belastete Umgebungen existieren robuste Beschichtungen. Als Standardfarben gelten graue oder blaue Töne mit abriebfestem Finish.

Klare Kennzeichnung der Stirnseite jeder Kassette, konsistente Benennung im Lagerverwaltungssystem und eine saubere Zuordnung von Materiallängen verhindern Fehlgriffe. Eine Verbindungsleiste zwischen Feldern bündelt Rahmenkräfte, während definierte Greifzonen die Beladung mit Kranhaken oder Gabelzinken wiederholbar machen. So bleibt die Anlage in der Werkstatt übersichtlich, regelkonform und auf künftige Erweiterungen vorbereitet.

FAQ zu Kassettenregale

Wie beeinflussen Kassettenregale die Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Betrieb?

Kassettenregale senken Betriebskosten durch geringeren Suchaufwand und schnellere Materialbereitstellung. Sie verringern Transportschäden, da das Lagergut ohne Umstapeln entnommen wird. Die Investition amortisiert sich durch effizientere Abläufe, reduzierten Personalbedarf in der Materiallogistik und eine höhere Umschlagshäufigkeit. Dadurch werden Lagerfläche und Personalressourcen besser genutzt.

Welche Kriterien bestimmen die optimale Regalhöhe im Lager?

Die Regalhöhe richtet sich nach der Deckenhöhe des Lagers und den Anforderungen der eingesetzten Hebezeuge. Stapler und Kräne benötigen ausreichenden Freiraum für Bewegung und Lastaufnahme. Höhere Regale steigern die Flächenausnutzung, erfordern jedoch spezialisierte Technik für sichere Bedienung. Zudem sind gesetzliche Abstände zu Gebäudestrukturen und Sprinkleranlagen einzuhalten.

Wie häufig ist eine Wartung von Kassettenregalen erforderlich, um deren Lebensdauer zu sichern?

Eine jährliche Inspektion durch qualifiziertes Fachpersonal wird empfohlen, um Betriebssicherheit und Lebensdauer von Kassettenregalen zu gewährleisten. Dabei werden die Leichtgängigkeit der Auszüge, der Zustand von Rollen und Führungen sowie die Funktion aller Sicherungen überprüft. Kleinere Wartungsarbeiten wie Reinigung der Führungen oder Nachziehen von Schrauben können bei Bedarf häufiger erfolgen, um Verschleiß frühzeitig zu erkennen.

Welche Funktion übernehmen Kassettenregale in zukünftigen automatisierten Lagersystemen?

Kassettenregale dienen in automatisierten Lagersystemen als passive Lagerorte, die von autonomen Shuttles oder Roboterarmen bedient werden. Sensoren an den Kassetten erfassen Bestände in Echtzeit und übermitteln Positionsdaten an das Lagerverwaltungssystem. So wird eine präzise, schnelle und fehlerfreie Materialentnahme und -bereitstellung ohne menschliches Eingreifen möglich.

Welche typischen Fehler treten bei der Nutzung von Kassettenregalen auf und wie lassen sie sich vermeiden?

Häufige Fehler sind die Überladung über die zulässige Einzellast hinaus und eine ungleichmäßige Verteilung des Lagerguts, was die Stabilität und Mechanik beeinträchtigt. Zur Vermeidung sollten die Traglasttafeln beachtet, das Material mittig platziert und das Personal regelmäßig geschult werden.

Für welche Materialien sind Sonderanfertigungen von Kassettenregalen erforderlich?

Sonderanfertigungen sind sinnvoll für empfindliche, ungewöhnlich geformte oder sehr schwere Materialien, die nicht in Standardkassetten passen. Kunststoffbeschichtungen schützen polierte Oberflächen vor Kratzern. Bei langen oder biegsamen Profilen verhindern angepasste Fachraster und zusätzliche Stützen ein Durchbiegen und sichern die stabile Lagerung.

Welche Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei Kassettenregalen eine Rolle

Die Nachhaltigkeit von Kassettenregalen ergibt sich aus ihrer langlebigen Stahlkonstruktion, die über Jahrzehnte genutzt werden kann. Viele Hersteller setzen recycelten Stahl ein, um den Ressourcenverbrauch zu senken. Der modulare Aufbau ermöglicht Erweiterungen und Umkonfigurationen, was Wiederverwendbarkeit und Anpassungsfähigkeit fördert.

Hintergrund: Kassettenregale