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Regale Hersteller

Regale sind modulare Lagersysteme zur geordneten Aufbewahrung von Waren, Materialien und Werkzeugen in Lager, Produktion und Werkstatt. Sie optimieren die Raumausnutzung durch vertikale Strukturen und ermöglichen schnellen Zugriff. Typen sind Fachboden-, Paletten-, Kragarm- und Durchlaufregale nach FIFO. Tragfähigkeit wird über Fachlast und Feldlast angegeben. Betrieb und Prüfung folgen DIN EN 15620 und DIN EN 15635 sowie DGUV-Hinweisen.

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Mehr über Regale

Regale strukturieren die Logistik und die Lagerhaltung durch geordnete Aufbewahrung von Materialien, Waren und Werkzeugen. Als modulare Lagersysteme nutzen sie den Stauraum in Werkstatt und Lagerhalle besser, beschleunigen den Zugriff auf den Lagerbestand und verbessern die Arbeitsumgebung im Handwerk sowie in Industriezweigen wie der Agrartechnik. Sie bilden die technische Basis für eine Aufbewahrung, die auf das jeweilige Lagergut und die räumlichen Rahmenbedingungen abgestimmt ist.

Grundlagen und funktionale Bedeutung

Durch vertikale Strukturen und schmale Gänge erhöhen moderne Systeme die Raumausnutzung pro Grundfläche deutlich. Mehrgeschossige Anlagen und Lagerbühnen nutzen das verfügbare Volumen, ohne die Grundfläche zu erweitern. Die Lagerkapazität steigt, Suchwege verkürzen sich, und die Flächennutzung wird verdichtet. Voraussetzung sind eine klare Regalplanung und die exakte Anpassung an das Lagergut.

Ordnung, Zugriff und Materialfluss

Ein klares Ordnungsprinzip senkt Suchzeiten, verhindert Materialverschnitt und hält den Lagerbestand transparent. Fachbodenmodule mit Trennwand, Postfach oder Beschriftungsleisten strukturieren Kleinteile, Ersatzteile und Werkzeuge, Palettenplätze bündeln Gitterboxen und Kartons. Für Hygieneprodukte oder Bettwäsche im Mehrplatzkontext sichern definierte Zonen eine saubere Aufbewahrung. In der Werkstatt sorgen ergonomisch angeordnete Wege für stabile Abläufe, die sowohl manuelle als auch durch ein Fördergerät unterstützte Vorgänge zügig halten.

Vielfalt der Regaltypen und Konstruktionsmerkmale

  • Fachbodenregal: Der Klassiker für die manuelle Kommissionierung mit verstellbaren Fachböden. Geeignet für Akten, Kleinmaterial, Werkzeuge oder Ersatzteile. Oft als Stecksystem oder Schraubsystem verfügbar.
  • Palettenregal: Ausgelegt auf Palettenlagerung und Mehrplatzstrukturen. Direkter Zugriff mit Stapler oder anderem Fördergerät. Kompatibel mit Gitterboxen und standardisierten Ladeeinheiten.
  • Kragarmregal: Für Langgut wie Rohre, Profile, Holz oder Metallstäbe. Die freie Auskragung über die komplette Materiallänge erleichtert die Handhabung.
  • Durchlaufregal: Rollenbahnen nach FIFO (First In, First Out) für zeitkritische Warenströme, beispielsweise Frischware, Hygieneprodukte oder vormontierte Bauteile.

Tragende Elemente bestehen meist aus Stahl der Güte S235JR. Die Materialstärke von Ständerstiel und Fachboden liegt typischerweise zwischen 1,5 mm und 3,0 mm. Oberflächenbehandlungen wie Verzinkung oder Pulverbeschichtung schützen vor Korrosion und erhöhen die Lebensdauer der Regalanlage. Hersteller bündeln Varianten in einem Regalprogramm mit abgestimmten Feldbreiten, Traversenrastern und Zubehör für definierte Lastklassen.

Technische Kennzahlen und Normen

Die Dimensionierung richtet sich nach Lastparametern und Toleranzen. Die Fachlast beschreibt die maximal zulässige Last eines einzelnen Faches. Für Fachbodenregale sind 100–300 kg üblich, während bei Palettenregalen pro Traversenpaar mehrere Tonnen möglich sind. Die Feldlast begrenzt das komplette Regalfeld zwischen zwei Ständern. DIN EN 15620 fordert unter anderem eine Vertikalitätstoleranz der Ständer von 1/200 der Höhe.

Im Umfeld der Palettenlagerung definieren Abstände zu Boden, Durchfahrten und Schutzprofilen die Betriebssicherheit und verhindern Anfahrschäden durch ein Fördergerät. Für sensible Güter oder Gitterboxeinheiten empfiehlt sich eine klare Trennung von Kommissionier- und Transportzonen. Die eindeutige Lastkennzeichnung am Ständerstiel dient der schnellen Kontrolle und verhindert Überlastsituationen.

Betriebssicherheit und Prüfung

Die jährliche Experteninspektion nach DIN EN 15635 prüft Beschädigungen, Befestigungen und die Lastkennzeichnung. Hinweise der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) konkretisieren Prüffristen, Meldewege und Maßnahmen. Anfahrschutz, Endanschläge und zusätzliche Schutzausrüstung begrenzen Risiken im laufenden Betrieb. Dokumentierte Prüfungen reduzieren die Störanfälligkeit, stützen Versicherungsfragen und können im Schadensfall die Finanzierung sichern. Ein sachlicher Widerrufhinweis in Beschaffungsunterlagen klärt Rücknahmebedingungen für fehlerhafte Bauteile.

Auswahl und Regalplanung

Vor der Auslegung stehen die Eigenschaften des Lagerguts: Gewicht, Geometrie, Empfindlichkeit und Zugriffshäufigkeit. Bei hoher Drehung bietet der direkte Zugriff im Palettenregal Vorteile, bei Kleinteilen überzeugt das Fachbodenregal. Für Langgut ist der Kragarmaufbau passend, während das Durchlaufregal zeitkritische Chargen steuert. Ein Regalspezialist übersetzt Anforderungen des Auftraggebers in belastbare Vorgaben für Raster, Felder und Sicherheitsabstände.

Raumbezug, Programmwahl und Betrieb

Die Regalplanung nutzt die Grundfläche der Räumlichkeit konsequent und beachtet Verkehrswege, Brandschutz und die Andienung durch ein Fördergerät. Ein modulares Regalprogramm erleichtert spätere Anpassungen. Herstellerangaben zu Fachbodenrastern, Anprallschutz und Zubehör wie Trennwand oder Postfach sichern die Passung im Detail. Für Branchen mit gemischten Materialien – von Agrartechnik bis Baukomponenten – entsteht so ein konsistenter Mix aus Stauraum und Zugriffsqualität.

  • Normative Vorgaben: Lastschilder, Toleranzen nach DIN EN 15620, Prüfintervalle gemäß DIN EN 15635 und DGUV-Informationen.
  • Wirtschaftlichkeit: Die TCO (Total Cost of Ownership) umfasst Montage, Wartung und Prüfungen, Oberflächenschutz verringert Folgekosten durch Korrosion.
  • Leistungskennzahl: OEE (Overall Equipment Effectiveness) profitiert von planbaren Wegen, klaren Zonen und stabiler Anlagenverfügbarkeit.

Sicherheit, Qualität und Betrieb

Robuste Bauteile und sorgfältige Montage schaffen eine belastbare Regalanlage aus Qualitätsware. Schutzprofile, Endanschläge und Leitlinien für Verkehrswege erhöhen die Betriebssicherheit, insbesondere in Bereichen mit Mischverkehr aus Personen und Fördergeräten. Klar zugeordnete Zonen für Mehrplatzlagerung, Kommissionierung und Übergabepunkte an die Produktion verhindern Kreuzungen und sichern eine ruhige Arbeitsumgebung ohne unnötige Unterbrechungen.

Der Lebenszyklus hängt von Materialwahl und Pflege ab. Korrosion wird durch geeigneten Oberflächenschutz, regelmäßige Reinigung und das zügige Ersetzen beschädigter Komponenten begrenzt. Dokumentation von Umbauten, Laständerungen und Sanierungen hält die Nachweisführung lückenlos. Hersteller wie BITO Lagertechnik, SSI Schäfer, META-Regalbau oder OHRA Regallagertechnik veröffentlichen Prüfzertifikate, Montageanleitungen und Hinweise zur sicheren Nutzung.

Vergleich gängiger Regaltypen

Kerneigenschaften nach Regaltyp
RegaltypPrimäres LagergutZugriff / typische Last
FachbodenregalKleinteile, Kartons, Werkzeug, ErsatzteilManuell, 100–300 kg je Fach
PalettenregalPalettenlagerung, GitterboxStapler, Traversenpaar bis mehrere Tonnen
KragarmregalLanggut, Profile, RohreManuell oder Kran, je Arm lastabhängig

Für die Auswahl gilt: Die Fachlast und Feldlast dürfen nie überschritten werden, die Lastverteilung muss gleichmäßig erfolgen, und die Zugänge sind frei zu halten. Ein strukturierter Abgleich zwischen Lagergut, Räumlichkeit und Normvorgaben führt zu einer Regalanlage, die die vorhandene Grundfläche schlüssig nutzt und gleichzeitig stabile Betriebsabläufe unterstützt.

FAQ zu Regale

Welche Faktoren bestimmen die Investitionskosten und Wirtschaftlichkeit von Lagersystemen?

Die Investitionskosten von Lagersystemen werden durch Regaltyp, Material, Automatisierungsgrad und Montagekomplexität beeinflusst. Hochregallager und automatisierte Systeme verursachen höhere Anfangsinvestitionen als einfache Fachbodenregale, können jedoch durch geringere Betriebs- und Personalkosten langfristig wirtschaftlicher sein. Eine Total-Cost-of-Ownership-Analyse umfasst Anschaffung, Installation, Wartung und Energieverbrauch über den gesamten Lebenszyklus.

Welche Effizienzvorteile bringt die Automatisierung in modernen Lagersystemen?

Automatisierte Lagersysteme erhöhen die Effizienz durch präzisere und schnellere Kommissionierung sowie bessere Raumausnutzung. Technologien wie automatische Kleinteilelager oder Regalbediengeräte minimieren Fehler, steigern den Durchsatz und ermöglichen einen kontinuierlichen 24/7-Betrieb. Zudem verbessert sich die Arbeitssicherheit, da Personal nicht mehr in gefährlichen Bereichen eingesetzt wird. Diese Faktoren führen häufig zu einer schnelleren Amortisation der Investition.

Wie lässt sich begrenzter Lagerraum durch geeignete Regalsysteme optimal nutzen?

Bei knappem Platz ermöglichen Hochregalsysteme und mehrgeschossige Lagerbühnen die Nutzung der Vertikalen. Mobile Regalsysteme auf Schienen verringern den Flächenbedarf für Gänge und erhöhen die Lagerdichte. Auch Durchlauf- und Verschieberegale bieten hohe Kapazität auf kleiner Grundfläche. Eine präzise 3D-Planung optimiert zusätzlich die Raumausnutzung.

Welche Faktoren bestimmen die Nachhaltigkeit moderner Lagerstrukturen?

Die Nachhaltigkeit moderner Lagerstrukturen hängt vor allem von Materialwahl, Energieeffizienz und Langlebigkeit ab. Recycelter Stahl und wiederverwertbare Materialien senken den ökologischen Fußabdruck. Energieeffiziente Beleuchtung, Photovoltaikanlagen und optimierte Fördertechnik verringern den Energieverbrauch. Modulare Bauweisen erleichtern Anpassungen und Reparaturen, verlängern die Nutzungsdauer und schonen Ressourcen.

Wie verbessert die Digitalisierung die Effizienz der Lagerhaltung?

Digitalisierung erhöht die Effizienz der Lagerhaltung durch Echtzeit-Bestandsmanagement und vorausschauende Wartung. IoT-Sensoren erfassen Füllstände und Umgebungswerte und übermitteln sie an das Warehouse Management System. KI-Analysen optimieren Lagerplätze und Kommissionierwege, was Suchzeiten verringert. Augmented-Reality-Anwendungen unterstützen Mitarbeitende bei der präzisen Ein- und Auslagerung und reduzieren Fehlerquoten.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten für die Lagerung sensibler Güter in Regalen?

Die Lagerung sensibler Güter erfordert über Standardvorgaben hinausgehende Schutzmaßnahmen. Gefahrstoffe sind in separaten Lagerbereichen mit Auffangwannen und Belüftungssystemen nach TRGS 510 zu lagern. Temperaturgeführte Regalsysteme sind für pharmazeutische Produkte und Lebensmittel erforderlich, inklusive kontinuierlicher Überwachung und Notfallplänen. Zudem sind Kennzeichnung, Zugangskontrollen und regelmäßige Schulungen des Personals obligatorisch.

Wie unterstützt eine vorausschauende Regalplanung die nachhaltige Wertschöpfung?

Eine vorausschauende Regalplanung steigert die langfristige Wertschöpfung, indem sie Abläufe effizienter gestaltet und Wachstumspotenzial sichert. Durch die frühzeitige Berücksichtigung von Materialfluss, Erweiterungsoptionen und wechselnden Lagergütern lassen sich kostspielige Umbauten vermeiden. Dies senkt Betriebskosten, erhöht die Produktivität und verbessert die Kundenzufriedenheit durch schnellere Lieferzeiten. Gleichzeitig gewährleistet eine flexible Planung die Anpassungsfähigkeit an Marktveränderungen und technologische Entwicklungen.

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