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Regalsysteme Hersteller

Regalsysteme sind modulare Lagerstrukturen zur geordneten Aufbewahrung von Stückgut, Kartons und Paletten. Sie verdichten Grundflächen und erschließen Raumhöhen. Schnittstellen zu Einlagerung, innerbetrieblichem Transport und Warenausgang werden definiert. Zentrale Baugruppen sind Ständerrahmen, Traversen sowie Fachböden oder Träger. Typen umfassen Fachboden-, Paletten-, Kragarm-, Durchlauf- und Verschieberegale. Tragfähigkeiten richten sich nach DIN EN 15635, regelmäßige Inspektionen und Kennzeichnungen gewährleisten den Betrieb.

Liste Hersteller Regalsysteme

Ludwig-Erhard-Straße 6, 57482 Wenden
Deutschland

Industriestraße 12, 77855 Achern-Gamshurst
Germany

Veröffentlichungen der Hersteller zu Regalsysteme

STOPA LG-U - Langgutlager

STOPA Anlagenbau GmbH: Platzsparend, effizient, wirtschaft­lich

STOPA LG-E - Langgutlager

STOPA Anlagenbau GmbH: Modular, schnell und flexibel

Mehr über Regalsysteme

Regalsysteme ordnen Warenflüsse in der innerbetrieblichen Logistik, indem sie die Aufbewahrung strukturieren, die verfügbare Grundfläche verdichten und den Lagerraum in der Höhe erschließen. Sie bündeln Stauraum für den aktuellen Lagerbestand, stützen eine planbare Lagerhaltung und schaffen definierte Schnittstellen zu Transport, Einlagerung und Warenausgang. In Werkstatt, Archiv, Handel, Industrie und Schulen reicht das Spektrum von offenen Regalen bis zu geschlossenen Lagereinheiten.

Grundlagen und Einsatzfelder

Ein Lagersystem in Form eines Regals besteht aus Ständerrahmen, Traversen und Fachböden oder Trägern, und es bildet eine stabile Lagereinheit für Stückgut, Kartons, Container oder Paletten. In der Lagerlösung für das Handwerk dominiert der Direktzugriff auf Werkzeug und Kleinteile, während im Handel der schnelle Zugriff auf standardisierte Ladungsträger zählt. Schulküchen lagern Lehrmittel und Lebensmittel wie Ananas in Kisten, Poststellen nutzen Fächer für Postfächer.

Bauformen und Funktionsprinzipien

Fachbodenregale dienen dem kleinteiligen Zugriff, Palettenregale organisieren die Palettenlagerung, und Kragarmregale sichern Langgut wie Rohre oder Leisten. Verschieberegale bündeln mehrere Zeilen auf verfahrbaren Fahrwagen, die Bediengänge nur bei Bedarf öffnen. Durchlaufregale arbeiten nach dem Prinzip First-in-First-out (FIFO). In Regalzeilen zu einem Regalblock zusammengefasst, beeinflussen Breite und Position jedes Bediengangs die Flächenleistung. Markierungen wie „Mehrplatz“ definieren Stellplätze mit mehreren Positionen.

Bauformen im Vergleich
SystemTypische LastZugriff/Raumwirkung
Fachbodenregal50–400 kg pro FachDirektzugriff; mittlere Dichte
Palettenregal500–2000 kg pro PalettenplatzDirekter Palettenzugriff; mittlere Dichte
Verschieberegal50–400 kg pro FachHohe Verdichtung; geringerer Direktzugriff
Kragarmregal200–1500 kg pro KragarmDirektzugriff auf Langgut; mittlere Dichte

Technische Spezifikationen und Leistungsdaten

Tragfähigkeiten folgen DIN EN 15635. Typische Fachlasten im Fachbodenregal liegen zwischen 50 und 400 kg, Palettenplätze tragen 500 bis über 2000 kg je Ladungsträger. Werkstoffe wie Stahl, Holz oder Kunststoff werden entsprechend Korrosionsschutz, Brandschutz und Budget gewählt, und die Form des Ständerstiels sowie die Profilierung der Träger bestimmen die Steifigkeit. Standardhöhen reichen im Industriebereich von 2.000 bis 12.000 mm. Spezialanlagen überschreiten 30.000 mm.

Modulare Felder erlauben Umbauten ohne Stillstand: Traversenhöhen werden gesteckt, Ebenen ergänzt oder zu Bühnen verbunden. Eine Lagerbühne vergrößert den nutzbaren Bereich durch zusätzliche Ebenen, während Mehrplatzlagerung Stellplätze im WMS adressiert. Die gezielte Raumausnutzung verbessert die Hallenausnutzung ohne bauliche Erweiterung.

Sicherheit, Kennzeichnung und Inspektion

Die Betriebssicherheit verlangt eine regelmäßige Überprüfung durch eine befähigte Person gemäß DIN EN 15635. Die jährliche Inspektion dokumentiert Schäden wie verbogene Rahmen oder beschädigte Traversen. Ein gut sichtbares Etikett mit Traglasten gehört an die Vorderseite jeder Zeile, und an der Rückseite können interne Stellplatzcodes geführt werden, etwa bei einem großen Regalblock. Reparatur und Austausch dürfen nur qualifizierte Teams ausführen, um die Geometrie und Stabilität wiederherzustellen.

Auswahl, Planung und Automatisierung

Die Regalplanung folgt einem Lastenheft: der Auftraggeber definiert Lagerkapazität, Artikelstruktur und Wege zum Warenein- und -ausgang. Die Lagerlogistik steuert Zugriffsfrequenzen, Quarantäneflächen und den Übergang zu Transportmitteln. Bei temperaturgeführten Zonen und Container-Handling beeinflussen Normmaße die Fachabmessungen. Im Standortbeispiel „Stahlgrube“ sind Schwerlastprofile und Rammschutz üblich.

  • Lagergutbeschaffenheit: Maße, Gewicht, Verpackungseinheit, Empfindlichkeit von Stückgut, Paletten und KLT.
  • Raum und Wege: Hallengeometrie, Bediengang-Breiten, Andienung am Ausgang, Optionen für Lagerbühne.
  • Umschlagprinzip: First-in-First-out (FIFO) im Durchlauf, Seriell im Einblock, Querzugriff im Fachbodenregal.
  • Technikgrad: Manuelles Kommissionieren mit Kommissioniergerät oder integrierte Lagerautomation.

Für das Industrieregal zählen klare Schnittstellen: Fördertechnik übergibt Paletten an definierte Übergabepunkte. Die Lagereinheit wird im IT-System dem Stellplatz zugeordnet, und die Lagermenge und der Bestandspfad sichern Rückverfolgbarkeit. In Betrieben mit sensiblen Gütern sind visuelle Prüfungen pro Fach („Fachboden-Check“) praktikabel, im E-Commerce dominiert die Leistung pro Bediengang.

Beschaffung, Anbieter und Betrieb

Hersteller wie SSI Schäfer, BITO Lagertechnik, META-Regalbau, OHRA, Schulte Lagertechnik, Dexion, Kesseböhmer, LISTA, Kardex Remstar, Dematic, Jungheinrich, Still und TGW Logistics Group decken ein breites Regalprogramm ab – von klassischen Systemen bis zu automatisierten Lösungen. Support umfasst Statik, Montage, Schulung und Service, und Optionen zur Finanzierung reichen von Kauf bis zum Mietmodell. Für die Händlersuche empfiehlt sich ein Kriterienkatalog mit Referenzen, Reaktionszeiten und Ersatzteilversorgung, und der passende Händler begleitet die Lagerplanung bis zur Abnahme.

Im laufenden Betrieb steuert die Organisation die Belegung in der Lagerlösung nach Temperatur, Gefahrstoffregeln und Zugriffsprofilen. Eine klar dokumentierte Kennzeichnung mit Feldnummern, Lasttabellen und Sicherheitsabständen verhindert Fehlbelegung. In Frischebereichen kann die Trennung von Obst wie Ananas und Reinigungsmitteln durch eigene Zonen im Regalblock erfolgen, und in Werkstätten schützt die Unterteilung von Materialgruppen die Betriebssicherheit.

Abschließend verbindet die strukturierte Gestaltung von Stellplätzen, Traglasten und Prozessen die bauliche Anlage mit der täglichen Praxis: Disziplinierte Regalplanung, regelmäßige Inspektion und angepasste Technik sichern eine belastbare Anlage, die vom Wareneingang bis zum Warenausgang konsistent arbeitet.

FAQ zu Regalsysteme

Welche Faktoren bestimmen die Gesamtkosten eines Regalsystems und wie wird der Return on Investment berechnet

Die Gesamtkosten ergeben sich aus Anschaffung, Montage, Wartung, Betrieb und möglichen Anpassungen. Der Return on Investment (ROI) basiert auf Einsparungen durch geringeren Flächenbedarf, kürzere Suchzeiten und niedrigere Bestandskosten. Bei effizienter Integration in die Lagerprozesse liegt die Amortisationszeit häufig zwischen drei und fünf Jahren.

Wie fördern moderne Lagersysteme die Nachhaltigkeit von Unternehmen?

Moderne Lagersysteme senken durch geringeren Flächenbedarf den Energieverbrauch für Beleuchtung und Heizung. Ihre modulare Bauweise und langlebigen Materialien verlängern die Nutzungsdauer und verringern Wartungsaufwand sowie Neuanschaffungen. Dadurch sinkt der Ressourcenverbrauch und die ökologische Bilanz verbessert sich.

Wie prägen KI und IoT die Weiterentwicklung von Regalsystemen in der Lagerlogistik?

Künstliche Intelligenz verbessert Bestandsmanagement und Kommissionierprozesse durch prädiktive Analysen. IoT-Sensoren erfassen Echtzeitdaten zu Belegung, Temperatur und Zustand der Lagerware. So werden Wartung und Rückverfolgbarkeit optimiert, wodurch Effizienz und Transparenz der gesamten Logistikkette steigen.

Welche Fehler treten bei der Planung und Installation von Lagereinrichtungen häufig auf?

Typische Fehler sind eine unzureichende Bedarfsanalyse, fehlende Berücksichtigung künftigen Wachstums, ungeschultes Personal sowie das Unterschätzen der Bodenbeschaffenheit und der Bedeutung von Anfahrschutz. Eine gründliche Planung mit Fachleuten und eine präzise Umsetzung verringern diese Risiken.

Welche branchenspezifischen Vorschriften gelten über die allgemeinen Normen für Lagerregale hinaus

In Branchen wie der Lebensmittel- und Pharmaindustrie gelten zusätzliche Hygiene- und Materialanforderungen nach HACCP- und GMP-Richtlinien. Lager für Gefahrstoffe unterliegen erweiterten Brandschutz- und Lüftungsvorgaben. Eine fachgerechte Risikoanalyse ist für die Einhaltung dieser Bestimmungen erforderlich.

Wie kann die Lebensdauer gewerblicher Regalsysteme nachhaltig erhöht werden?

Regelmäßige Inspektionen nach DIN EN 15635 und die sofortige Beseitigung von Schäden sichern die Haltbarkeit. Eine sachgerechte Beladung nach Lasttabellen sowie der Einsatz von Anfahrschutz erhalten die Stabilität. Reinigung und geeigneter Korrosionsschutz verlängern die Nutzungsdauer zusätzlich.

Wann ist der Einsatz automatisierter Lagerlösungen wirtschaftlich sinnvoll?

Automatisierte Lagerlösungen rentieren sich bei hohem Durchsatz, begrenztem Lagerraum und Bedarf an hoher Präzision. Sie senken Personalkosten und Fehlerraten deutlich und amortisieren sich ab einem bestimmten Artikelvolumen. Die Wirtschaftlichkeit hängt von Prozesskomplexität und gewünschter Skalierbarkeit ab.

Hintergrund: Regalsysteme