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Schwerlastregale Hersteller

Schwerlastregale sind modulare Lagersysteme aus Stahl für hohe Traglasten in Industrie und Logistik. Sie umfassen Paletten-, Kragarm- und Fachbodenregale und ermöglichen die sichere Aufbewahrung von Paletten, Langgut und sperrigen Gütern. Zentrale Kennzahlen sind Feldlast, Fachlast und gleichmäßige Lastverteilung. Planung und Betrieb folgen Normen wie DIN EN 15512 und DIN EN 15635, inklusive Verankerung, Anfahrschutz, Brandschutz und regelmäßiger Inspektion.

Liste Hersteller Schwerlastregale

Ludwig-Erhard-Straße 6, 57482 Wenden
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Schwerlastregale

Weitere Hersteller Schwerlastregale

Mehr über Schwerlastregale

Schwerlastregale sind in der Lagerlogistik zentrale Strukturelemente für einen geordneten Materialfluss. Sie erschließen vertikale Lagerkapazität, tragen definiert schweres Lagergut und ermöglichen die planbare Nutzung von Lagerfläche in Lagerhalle, Produktionsumgebung und Großhandel. Als belastbare Metallregalkonstruktionen mit präziser Traglast-Auslegung unterstützen sie geordnete Aufbewahrung, klare Wege und nachvollziehbare Prozesse entlang der Logistikkette.

Definition, Werkstoffe und Funktionsprinzip

Diese Regale sind statisch und dynamisch dimensionierte Regalsysteme für hohe Lasten pro Regalboden und pro Feld. Typische Kennzahlen reichen von einigen hundert Kilogramm je Ebene bis zu mehreren Tonnen je Palettenplatz. Die Berechnung erfolgt nach FEM 10.2.02 (Fédération Européenne de la Manutention). Eingesetzte Werkstoffe sind Stahl S235JR aus Stahlblech-Profilen und Stahlrohr-Profilen, optional mit Gitterrost-Böden für bessere Luftzirkulation. So entsteht ein Metallregal mit definierter Tragkraft und kontrollierter Verformung.

Regaltypen und Anwendungsfelder

Die Wahl des passenden Regaltyps richtet sich nach Lagerbedürfnis, Abmessungen und Lagerstrategie. Palettenregale als Klassiker der Palettenlagerung bieten direkten Zugriff auf homogene Chargen. Kragarmregale nehmen Langgut wie Rohre, Holz, Profile oder Kabeltrommeln auf. Großfachregale lagern sperrige Kartons. Das Durchlaufregal arbeitet nach FIFO (First in, First out) für die Kleinteilelagerung mit Kartons, Behältern oder Gitterbox.

Regalarten und typische Lastbereiche
TypTypische LastOptimiert für
Palettenregal500–1500 kg je PalettenplatzPalettiertes Lagergut
Fachbodenregal und Großfachregal150–1000 kg je RegalbodenKlein- bis Großteile
Kragarmregal200–2000 kg je ArmLanggut, Profile, Holz
Durchlaufregal20–50 kg je BahnKleinteile, FIFO-Kommissionierung

Reifenregal-Lösungen halten runde Lasten materialschonend, oft mit angepassten Auflagen aus Kunststoff. Für kühle oder feuchte Lagerumgebungen empfiehlt sich verzinkter Stahl oder Aluminium in tragenden oder sekundären Komponenten. Bei Fachzugriff unterstützen Trennfächer, Gitterkörbe und Gitterboxen die strukturierte Aufbewahrung; im Sprachgebrauch taucht teils die Kurzform Gitterkörb auf, fachlich korrekt bleibt jedoch die Bezeichnung Gitterkorb.

Dimensionierung, Konfiguration und Vorschriften

Technische Grenzwerte hängen von Feldbreite, Profilgeometrie und Konfiguration ab. Je Palettenplatz sind 500 bis 1500 Kilogramm üblich, Feldlasten können im zweistelligen Tonnenbereich liegen. Die Konfiguration umfasst Rahmenhöhe, Anzahl der Ebenen, Trägerabstand und die Anbindung der Regalrahmen an die Bodenverankerung. Die Berechnung berücksichtigt Materialgüte, Verwindungssteifigkeit und die geplante Raumnutzung im Lagerraum.

Normative Leitplanken setzen DIN EN 15635 und die DGUV Regel 108-007 (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung). Sie verlangen regelmäßige Inspektionen, eine dokumentierte Regalprüfung und eine sichtbare Prüfplakette. Zentrale Sicherheitsvorkehrungen sind der Schutz gegen Anfahrschäden und Kippen, ergänzt um eindeutige Lastangaben je Ebene. Diese Maßnahmen fördern geprüfte Arbeitssicherheit im täglichen Betrieb.

  • Bodenverankerung: Die Verankerung fixiert Ständerstiel und Regalrahmen formschlüssig im Untergrund und stabilisiert gegen horizontale Lasten.
  • Rammschutz: Protektoren schützen Ständerstiel und Eckbereiche vor Flurförderfahrzeugen.
  • Abrollsicherung: Bei Kragarm- und Durchlaufregalen verhindert sie das unkontrollierte Rollen an der Vorderseite und der Rückseite.
  • Rückwand und Seitenwände: Barrieren sichern die Aufbewahrung an der Rückwand, klare Markierungen ordnen die Entnahme an der Vorderseite.

Regalplanung, Lagerstrategie und Umfeldbedingungen

Sorgfältige Regalplanung startet mit Gewicht pro Lagereinheit, Abmessungen, Empfindlichkeit und Umschlaghäufigkeit. LIFO (Last in, First out) oder FIFO bestimmen die Wegeführung im Lagersystem. Direkter Zugriff favorisiert Palettenregale, Pufferzonen begünstigen dynamische Systeme. Stellfläche und Grundfläche steuern Höhe und Tiefe der Regale. Die daraus resultierenden Gänge definieren Lagerplatzdichte und Wegführung in der Logistik.

Die Lagerumgebung entscheidet über Materialwahl und Zubehör. In einem Kühlraum wirken verzinkte Oberflächen korrosionshemmend. Aluminium unterstützt ein geringes Eigengewicht bei leichter Schwerlast. Lagerbühne und Zwischengeschoss schaffen Mehrplatz über der bestehenden Fläche. Für Schulen, Handwerk oder Büroregalanwendungen gilt: Postfach-Möblierung oder leichte Regale eignen sich nicht für Langgut (gelegentlich „Langgüt“ genannt) sowie für schweres Ersatzteil- oder Utensil-Handling.

Zubehör, Lagertechnik und Hersteller

Regalzubehör erhöht Funktion und Sicherheit der Lagerhaltung. Gitterrost-Regalböden, Stahlblech-Regalböden oder Holz-Regalböden verteilen Lasten passend zum Lagergut. Trennfächer strukturieren die Aufbewahrungslösung, Gitterbox und Gitterkorb sichern loses Material. Abrollsicherung und Rammschutz zählen als Zubehörteil zur betrieblichen Lagertechnik. Lastschilder, farbliche Markierungen und definierte Wege verbessern die Orientierung im Lagerraum.

  • Regalböden: Stahlblech, Gitterrost oder Holz je nach Luftzirkulation und Lastverteilung.
  • Barrieren: Rückwand, Seitenwände und Abrollsicherung schützen Lagergut auf allen Ebenen.
  • Behälter: Gitterboxen, Gitterkörbe und Kunststoffbehälter für Kleinteilelagerung.
  • Schutz und Markierung: Rammschutz, Lastschilder, Prüfplaketten und farbliche Wegeführung.

Bekannte Anbieter sind SSI Schäfer, BITO Lagertechnik, Dexion, Jungheinrich, KARDEX Remstar, META-Regalbau, OHRA Regalanlagen und FÖRSTER System-Regale. Die Beschaffung kann neben Direktkauf auch eine Finanzierung über Leasingmodelle umfassen. Entscheidend ist die Passung aus Lagersystem, Konfiguration und Betriebssicherheit. Aus passenden Regalen, Zubehör und Vorschriftentreue entsteht eine belastbare Lagerlösung mit planbarer Raumausnutzung über die gesamte Nutzungsdauer.

FAQ zu Schwerlastregale

Welche typischen Planungsfehler treten bei Lagerregalen auf

Häufig werden die tatsächlichen Lastanforderungen unterschätzt, was Sicherheitsrisiken verursacht. Zu enge Manövrierbereiche für Gabelstapler behindern den Betrieb und die Zugänglichkeit. Zudem führt mangelnde Berücksichtigung künftiger Wachstumspläne zu vorzeitigen Umstrukturierungen und ineffizienten Lagerlayouts.

Welche zusätzlichen Kosten entstehen bei der Anschaffung von Schwerlastregalen?

Neben dem Kaufpreis fallen Kosten für Montage, regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Wartung an. Weitere Ausgaben entstehen durch Schulungen des Personals sowie mögliche Anpassungen der Lagerinfrastruktur, etwa bei Bodenbeschaffenheit oder Brandschutz. Eine Total Cost of Ownership Analyse über die gesamte Nutzungsdauer sollte diese Faktoren einbeziehen.

Wie steigert Künstliche Intelligenz die Effizienz von Lagerregalsystemen?

KI optimiert die Routenplanung von Staplern und Kommissionierern, reduziert Wegezeiten und senkt den Energieverbrauch. Mithilfe von Predictive Maintenance erkennt sie Wartungsbedarfe frühzeitig und verhindert Ausfälle. Zudem ermöglicht sie eine dynamische Lagerplatzzuweisung, die Auslastung und Materialfluss kontinuierlich verbessert.

Wie können Schwerlastregale nachhaltig konzipiert und betrieben werden?

Nachhaltigkeit wird durch den Einsatz recycelter Materialien und die Wiederverwendung vorhandener Module erreicht. Energieeffiziente Beleuchtung und optimierte Fahrwege für Flurförderzeuge senken den Energiebedarf. Hochwertige Verarbeitung und regelmäßige Wartung verlängern die Lebensdauer und reduzieren den Ressourcenverbrauch.

Warum sind spezielle Bodenverankerungen für Schwerlastregale in Erdbebenzonen erforderlich

In Erdbebenzonen sichern spezielle Bodenverankerungen die Stabilität von Schwerlastregalen bei seismischen Erschütterungen. Sie nehmen höhere horizontale Kräfte auf als Standardverankerungen. Häufig werden seismische Anker mit erhöhter Zug- und Scherfestigkeit sowie zusätzliche Diagonalaussteifungen eingesetzt, um ein Umstürzen der Regale und Schäden an Lagergut und Personal zu verhindern.

Wie lässt sich die Digitalisierung von Lagerregalen effizient umsetzen

Unternehmen können Lagergüter und Regalböden mit RFID-Chips oder Barcodes ausstatten, um Bestände automatisch zu erfassen und zu verfolgen. Sensoren an den Regalstielen überwachen Belastung und Vibrationen und ermöglichen so eine vorausschauende Wartung. Drohnen können Inventuren automatisiert durchführen und die Effizienz der Bestandszählung erhöhen.

Wie wirkt sich die Materialwahl von Schwerlastregalen auf die langfristigen Betriebskosten aus

Die Materialwahl bestimmt Korrosionsbeständigkeit, Tragfähigkeit und Lebensdauer der Regale. Verzinkter Stahl erhöht in feuchten Umgebungen die Haltbarkeit, senkt Wartungsaufwand und verlängert Austauschintervalle. Hochwertige Materialien sind zwar teurer in der Anschaffung, führen jedoch durch geringeren Verschleiß zu niedrigeren Gesamtkosten und stabileren Betriebsabläufen.

Hintergrund: Schwerlastregale