Geprüfte Pressen Hersteller
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Pressen Fachartikel
Weitere Pressen Hersteller
AWEBA GmbH
Ambold Pressen- und Maschinenbau GmbH
Aulbach Automation GmbH
BMD Foundry Technology GmbH
FRIMO Freilassing GmbH
Gräbener Pressensysteme GmbH & Co. KG
JS Trading GmbH
Krone GmbH
Miller GmbH
RASTER-ZEULENRODA Werkzeugmaschinen GmbH
Robert BÜRKLE GmbH
SEYI Presses Europe GmbH
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Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH & Co. KG
TOX® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG
- Walter Neff Maschinenbau GmbH
- mäder pressen GmbH
Über Pressen
Pressen zählen zu den zentralen Produktionsmaschinen der industriellen Fertigungsanlage. Ihre Hauptaufgaben sind Umformen, Fügen, Stanzen und Prägen. Sie wandeln Antriebsenergie in gerichtete Presskraft. Der Maschinenkörper nimmt das Werkzeug auf und gewährleistet die Steifigkeit. So entsteht ein reproduzierbarer Arbeitshub mit definierter Hublänge. Bei Drücken über 200 bar arbeiten hydropneumatische Systeme besonders präzise.
Funktionsprinzip und Bauarten moderner Pressen
Hydropneumatische Pressen kombinieren komprimierte Luft mit Hydrauliköl. Diese Steuerung ermöglicht hohe Kraft bei geringem Energiebedarf im Leerhub. Ein Wegeventil regelt den Übergang zwischen Annäherungs- und Arbeitshub. Wo hohe Geschwindigkeit gefordert ist, kommen pneumatische Druckluftpressen zum Einsatz. Ihr Zylinder wird direkt über die Leitung beaufschlagt und reagiert schneller als hydraulische Varianten. Das Flächenverhältnis von Kolben und Dichtung bestimmt Kraft und Hubgeschwindigkeit.
Technische Gegenüberstellung: Hydropneumatik vs. Druckluftsysteme
| Parameter | Hydropneumatische Pressen | Druckluftpressen |
|---|---|---|
| Presskraft-Bereich | 20 kN – 1000 kN | 1 kN – 100 kN |
| Hubfrequenz | 10 – 60 Hübe/Min | 30 – 120 Hübe/Min |
| Betriebsdruck (primär) | 6 – 10 bar (Luft) | 6 – 10 bar (Luft) |
| Systemeffizienz | hoch – Energieverbrauch nur während Arbeitsphase | mittel – konstanter Luftverbrauch |
| Positioniergenauigkeit | ±0,02 mm | ±0,1 mm |
| Werkzeugschutz | Drucküberwachung integriert | Mechanische Endlagenbegrenzung |
Kriterien für die Auswahl einer Produktionspresse
Neben der geforderten Presskraft bestimmen nutzbarer Hubweg, erreichbare Taktzahl und die Qualität des Werkzeugsitzes die Eignung. In der Großserienfertigung zählt der Automatisierungsgrad mit Zuführ- und Entnahmeeinheiten. Moderne Maschinen bieten modulare Konfigurationen für unterschiedliche Peripheriegerät. Neben den technischen Daten ist die Anpassungsfähigkeit an bestehende Anlagenstrukturen entscheidend.
- Antriebsauslegung: Hydrauliktankgröße und Leitungsdurchmesser bestimmen Reaktionszeit und Wärmelast.
- Sicherheitsanforderung: Normkonforme Funktionen wie Zweihandsteuerung oder Not‑Aus‑Logik (z. B. EN ISO 16092‑4).
- Energiebedarf: Systeme mit Abschaltventil reduzieren Druckverluste während Stillstandszeiten.
- Anwendungsgrenze: Richtarbeiten erfordern oft sensorgesteuerte Wegeüberwachung zur Werkzeugschonung.
Anwendungsfall: In einem automatisierten Karosserie‑Presswerk senkte eine hydropneumatische Presse mit 400 kN durch verkürzte Leerhübe die Zykluszeit um zwölf Prozent gegenüber dem Ausgangszustand vor dem Update der Steuerungstechnik.
Sicherheitstechnik und Qualitätsmanagement im Betrieb
Sicherheitskomponenten bilden das Rückgrat jeder Produktionsmaschine. Bei Störungen trennt ein Schnellablassventil den Arbeitsraum vom Drucknetz. Die elektrische und funktionale Sicherheit richtet sich nach einschlägigen Normen und der Maschinenrichtlinie (z. B. IEC 60204‑1). Sensorschaltungen überwachen kontinuierlich Lageparameter. Verzögerte Prüfungen gefährden das Qualitätsmanagement und die Standzeit empfindlicher Bauteile.
Sicherheitslösungen unterscheiden sich in ihrer Architektur. Grundfunktionen wie Lichtvorhangabschaltung oder Zweihandschutzsysteme wirken aus Sicht des Bedienkonzepts ähnlich, ihre Reaktionszeiten variieren jedoch je nach Modulaufbau.
Dauerbetrieb und Serviceparameter einer Presse
Langlebigkeit hängt direkt von Inspektionstakten ab. Regelmäßige Wartungsintervalle reduzieren unplanmäßige Stillstände. Ein definierter Wartungsvertrag mit dem Ausstatter legt Prüfzeitpunkte für Dichtungen oder Wegeventile fest. Der dafür benötigte Wartungsaufwand fließt unmittelbar in die Gesamtkostenrechnung einer Neumaschine ein.
Ersatzteile wie Drosselventile oder Kolbendichtungen halten Bestandsanlagen betriebsbereit. Update‑Pakete modernisieren Steuerungen älterer Grundmaschinen ohne Eingriff in das hydraulische Kernsystem. Bei präventiver Datenauswertung erkennt das Diagnosesystem Verschleiß vor Eintritt einer Störung. Dies senkt Reparaturkosten und schont den Hydrauliktank.
Anwendungsfelder und wirtschaftliche Betrachtung von Pressentechnik
Presseinheiten arbeiten branchenübergreifend, in Automobilindustrie, Hausgeräteindustrie und Forschungseinrichtung mit hohem Experimentieranteil bei neuen Werkstoffen. Für Lohnfertigung sind flexible Systeme gefragt, die sich mit geringem Rüstaufwand umrüsten lassen. Spezifische Spezialaufgaben wie Behälterkalibrierung verlangen exakte Positioniersteuerungen unterhalb ±0,03 mm Toleranz.
Mengenangebot und Anzahlung beeinflussen Investitionsentscheidungen großer Neuanlagen. Ausschlaggebend bleiben die technische Leistungsfähigkeit der Maschine und deren Inbetriebnahme. Erst wenn Hublängenregelung und Sensorverkabelung fehlerfrei funktionieren (Zeitpunkt t₀), startet die erste Seriencharge.
Hersteller sind IEF-Werner GmbH, WEIMA Maschinenbau GmbH, KMT Produktions- + Montage-Technik GmbH, ABI Maschinenfabrik und Vertriebsgesellschaft mbH, Alphatec Maschinenbau GmbH, Ambold Pressen- und Maschinenbau GmbH, Aulbach Automation GmbH, AWEBA GmbH, BMD Foundry Technology GmbH, Robert BÜRKLE GmbH, Cremer Thermoprozessanlagen GmbH, FRIMO Freilassing GmbH, Gräbener Pressensysteme GmbH & Co. KG, IDRA Pressen GmbH, JS Trading GmbH
FAQ zu Pressen
Wie wirkt sich der Wartungsaufwand auf die Gesamtkosten einer Presse aus?
Der Wartungsaufwand beeinflusst die Total Cost of Ownership (TCO) durch direkte Kosten für Ersatzteile und Personal sowie indirekte Kosten durch Stillstände. Präventive Wartung kann Ausfallzeiten um bis zu 20 Prozent senken. Ein verbindlicher Wartungsplan im Rahmen eines Servicevertrags reduziert ungeplante Reparaturen. Für kritische Komponenten wie Dichtungen oder Wegeventile empfiehlt sich ein Ersatzteilbestand von 5 bis 10 Prozent des jährlichen Verbrauchswerts. Wartungsverträge mit garantierter Reaktionszeit unter 24 Stunden sind besonders wirtschaftlich.
Welche infrastrukturellen Voraussetzungen sind für die Installation einer Industriepresse erforderlich?
Für die Installation einer Industriepresse ist ein tragfähiges Fundament erforderlich, das statische und dynamische Lasten aufnimmt. Notwendig sind zudem eine Stromversorgung mit ausreichender Spannung und Stromstärke sowie ein Druckluftsystem gemäß ISO 8573-1, Qualitätsklasse 4.4.4. Ausreichende Flächen für Wartung und Materialfluss müssen eingeplant werden. Die Umgebungstemperatur sollte innerhalb von ±2 °C konstant bleiben, um Präzision sicherzustellen. Eine separate Energieversorgung für Steuerung und Antriebe gewährleistet stabile Betriebsbedingungen.
Welche technischen Anforderungen stellen hochfeste Werkstoffe an moderne Pressen?
Die Bearbeitung hochfester Werkstoffe erfordert Pressen mit hoher Presskraft und präziser Weg-Kraft-Regelung. Für ultrahochfeste Stähle sind oft Kräfte über 500 kN sowie ein besonders steifer Maschinenrahmen nötig, um Verformungen zu vermeiden. Werkzeuge müssen aus hochverschleißfesten Legierungen bestehen, ergänzt durch eine exakt gesteuerte Werkstücktemperatur. Eine integrierte Sensorik zur Echtzeit-Überwachung der Kraftverläufe ist für eine stabile Prozessführung unerlässlich. Pressensysteme sollten Materialhärten bis 1200 MPa ohne übermäßigen Werkzeugverschleiß verarbeiten können.
Welche rechtlichen und normativen Anforderungen sind bei der Inbetriebnahme neuer Pressen zu erfüllen
Bei der Inbetriebnahme neuer Pressen sind die Vorgaben der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sowie einschlägiger Normen einzuhalten. Erforderlich sind eine Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 und eine vollständige technische Dokumentation. Die elektrische Ausstattung muss der IEC 60204-1 entsprechen. Sicherheitsfunktionen wie Schutzzäune oder Lichtgitter sind gemäß EN ISO 13849-1 mit Performance Level d oder e auszuführen. Vor der Erstinbetriebnahme ist eine formelle Konformitätserklärung des Herstellers vorzulegen.
Wie können Betreiber den Energieverbrauch von Pressenanlagen wirksam senken?
Der Energieverbrauch von Pressenanlagen lässt sich durch hocheffiziente Motoren und variable Pumpenantriebe deutlich reduzieren. Hydrauliksysteme mit Abschaltventilen minimieren Druckverluste im Stillstand und ermöglichen Einsparungen von bis zu 30 Prozent. Regenerative Bremssysteme gewinnen Bewegungsenergie zurück und steigern die Gesamteffizienz. Eine kontinuierliche Verbrauchsmessung mit intelligenten Zählern identifiziert Einsparpotenziale und kann den Energiebedarf auf unter 0,2 kWh pro Hub senken. Für Antriebskomponenten empfiehlt sich der Einsatz von Energiesparsystemen der Effizienzklasse IE3 oder höher.
Welche Bedeutung hat Industrie 4.0 für moderne Pressen?
Industrie 4.0 ermöglicht die durchgängige Vernetzung und Datenauswertung von Pressen zur Effizienzsteigerung in der Fertigung. Sensoren und IoT-Plattformen erfassen Betriebsdaten in Echtzeit und erlauben prädiktive Wartung, wodurch ungeplante Stillstände um bis zu 15 Prozent sinken und die Lebensdauer zentraler Komponenten steigt. Über Schnittstellen zu Manufacturing Execution Systemen (MES) werden Auftragssteuerung und Ressourceneinsatz optimiert. Pressen mit OPC-UA-Schnittstellen gelten als besonders zukunftssicher für eine nahtlose Datenintegration.
Hintergrund: Pressen
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Hydropneumatik Wikipedia
Hydropneumatik kombiniert Hydraulik und Pneumatik für Federung und Dämpfung; 1950er von Paul Magès bei Citroën entwickelt, 1989 elektronisch (Hydractive) geregelt, 2017 aufgegeben – Beispiel kombinierter Fluidtechnik.
Diese Anbieterliste Pressen umfasst auch: Druckluftpressen, Hydropneumatische Pressen
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026