Liste Hersteller Regalkennzeichnungen
Gewerbepark Hügelmühle 31, 91174 Spalt
Germany
Veröffentlichungen der Hersteller zu Regalkennzeichnungen
Mehr über Regalkennzeichnungen
Regalkennzeichnungen strukturieren Lagerprozesse, indem sie Lagerplätze eindeutig identifizierbar machen, Informationen konsistent abbilden und die Orientierung beschleunigen. In der Logistik und der Lagerhaltung verkürzen sie die Suchzeit, nutzen die vorhandene Lagerfläche gezielt und binden physische Informationen an digitale Bestandsdaten. So entstehen eindeutig adressierte Lagerbereiche, die direkt nutzbar sind.
Grundlagen und Funktionen
Jede Kennzeichnung verbindet den konkreten Lagerplatz mit einem Datensatz, der für Inventur, Umlagerung und Kontrolle benötigt wird. Beschriftungsfelder speichern Artikelnummer, Seriennummer oder Gewichtsangabe und können zusätzlich eine Prüfplakette aufnehmen. Ein deutliches Nummernschema mit Nummerngruppe, Höhenmaß und Gangbezug erleichtert die Orientierung am Lagerregal und reduziert Fehlgriffe bei der Kommissionierung.
Ziele und Anwendungsbereiche
In Hochregallager, Fachbodenregal, Werkstatt, Büroraum und Bürogebäude werden Kennzeichnungen so ausgelegt, dass sie die Eigenheit des Standortes berücksichtigen. Sie ordnen Warenströme vom Wareneingang bis zur Einlagerung und unterstützen Produktionsmitarbeiter mit klarer Arbeitsanweisung am Regal. Ergänzende Bodenmarkierung und Bodenfenster verweisen auf Zonen, Sperrflächen oder Sicherheitswege und binden Bodenflächen in das Kennzeichnungssystem ein.
- Anwendungen: Wareneingang, Kommissionierung, Inventur, Umlagerung, Werkzeugverwaltung
- Träger: Lagerregal, Stützpfosten, Gitter, Behälter, Maschinenumfeld
- Informationsarten: Artikel-ID, Nummerngruppe, Gewichtsangabe, Prüfplakette, Farbindex
- Orte: Werkstatt, Büroraum, Bürogebäude, Außenbereich
Systemcodierung und visuelle Logik
Ein konsistentes Farbsystem mit ergänzendem Farbindex schafft eine visuelle Hierarchie über Zonen, Ebenen und Fächer. Die farbliche Codierung wird mit einem klaren Schriftbild, einem kontrastreichen Barcode nach ISO/IEC 15416 (Klasse C oder besser) und einem eindeutig gewählten Querformat oder einer Spezialform verknüpft. So bleibt der Durchblick auch bei dichter Belegung erhalten, selbst wenn Beschriftungsfelder zusätzlich ein Dokument auf der Rückseite referenzieren.
Digitale Integration und Standards
Die Integration in das Lagermanagement erfolgt über Barcodes, QR-Codes oder RFID, häufig als Bestandteil eines LMS (Lagermanagementsystem). Daten werden in Echtzeit erfasst, Bewegungen dokumentiert und die Einhaltung von Vorschriften überprüft. Für magnetische Lösungen sind Angaben zur Haftkraft nach DIN EN ISO 2856 und der geeignete Temperaturbereich verbindliche Parameter, die das Zusammenspiel von Software und Hardware absichern.
Bei der Anbindung an Kommissionierstrategien werden Wegeketten optimiert, Pick-Positionen konsistent angezeigt und Abweichungen im Wareneingang sofort gemeldet. Eine Fallstudie aus einem Ersatzteillager zeigte, dass ein neu geordnetes Nummernschema plus Farbcodierung die Suchzeit um 28 Prozent senkte, während Fehlgriffe pro 1.000 Picks um 22 Prozent zurückgingen.
Materialien, Befestigung und Gestaltung
Materialien und Beständigkeit
Kunststoffe wie PVC und Polyester, Papierlaminate sowie Metallträger decken unterschiedliche Anforderungen an Abrieb, UV-Resistenz und Feuchtigkeit ab. Magnetische Varianten nutzen Weichfolie oder Hartträger mit definierter Haftkraft. Spezialisierte Folien arbeiten stabil zwischen -40°C und +80°C. In Kühlzonen, Außenbereichen oder chemisch belasteten Zonen schützen verschweißte Taschen das Druckbild und sichern die Lesbarkeit bei wechselnder Temperatur und hoher Beanspruchung.
Befestigung und Halter
Neben selbstklebenden Etiketten kommen Magnetfolie und Magnetstreifen für flexible Umpositionierungen zum Einsatz. Einschubtaschen als Einstecksystem mit vorderseitiger Öffnung bieten Durchblick und schützen das Dokument. Clips, Haken oder Schrauben befestigen Halter an Stützpfosten aus Metall und berücksichtigen die Befestigungsmöglichkeiten des jeweiligen Regalsystems. Bei Fachbodenregal und Sonderkonstruktion entscheidet die Profilform über den passenden Träger.
Formate und Gestaltung
Neben DIN A4, A5 und A6 werden Querformat und Spezialform genutzt, um Sichtachsen und Höhenmaß präzise abzubilden. Das Beschriftungsfeld kann mit Gewichtsangabe, Prüfplakette oder Warnsymbol ergänzt werden. Eine klare Typografie, kurze Codes und ausreichend Weißraum verbessern das Scanning. Optional zeigt die Rückseite Hinweise für den Tauschzyklus. Ein harmonisiertes Farbsystem erleichtert das Auffinden von Zonen, Ebenen und Gängen im Regalsystem.
| Merkmal | Klebeetiketten | Magnetetiketten |
|---|---|---|
| Trägermaterial | PVC, Papier, Polyester | Weichfolie mit Magnetträger |
| Befestigung | Selbstklebend | Magnetisch |
| Wiederverwendung | Begrenzt | Hoch |
| Temperatur | -20°C bis +80°C | -40°C bis +80°C |
| Vorteil | Niedriger Stückpreis | Schnelle Umpositionierung |
| Beachtung | Rückstände beim Ablösen | Kann verrutschen |
Einschubtaschen und Halter ergänzen den Baukasten für Dokumente, Arbeitsanweisung und wechselnde Inhalte. Sie erlauben die Aufnahme von Papier oder Kunststoffkarten mit klarem Durchblick, sind in staubiger Lagerumgebung standfest und lassen sich in Werkstatt und Büroraum sauber pflegen.
Auswahlkriterien und Prozessbezug
Die Materialwahl richtet sich nach Lagerumgebung, Temperaturprofil, Staub, Chemikalien und der erwarteten Langlebigkeit. Bei häufigen Lagerplatzwechseln oder wechselnden Werkzeugen bieten magnetische Träger und Einstecksystem Vorteile, während in dauerhaft belegten Zonen Klebeetiketten die Gesamtsumme der Anschaffung gering halten. In Werkstatt und an Maschinen sind mechanisch geschützte Halter sinnvoll. Im Büroraum genügen leichte Träger für Ordnerregale.
- Prozessintegration: Scannerreichweite, Blickwinkel, Öffnung von Taschen und Barcodelänge abstimmen
- Flexibilität: Wechselrhythmus der Plätze, Tausch der Dokumente, Pflegeaufwand
- Umgebung: Temperatur, Feuchtigkeit, UV, Reinigungsmittel
- Mechanik: Profil des Regals, Stützpfosten, Belastung und Stoßschutz
Praxisbeispiel: Ein Fachbodenregal in einer Montagewerkstatt erhielt Farben für Ebenen, eine Nummerngruppe je Gang und magnetische Etiketten für Kleinladungsträger. Die Suchzeit sank, während Produktionsmitarbeiter Werkzeuge schneller zurücklegen konnten. Gleichzeitig wurden Höchstlast und Gewichtsangabe am Fach klar sichtbar, was die Einhaltung interner Regelungen erleichterte.
Abläufe und Wirtschaftlichkeit
Standardisierte Regalkennzeichnungen beschleunigen die Kommissionierung, reduzieren Laufwege und senken Suchzeiten auch im Wareneingang. In einer Fallstudie in einem Ersatzteillager verkürzte sich die Wegstrecke pro Pick um 12 Prozent, die Korrekturen bei Fehlgriffen halbierten sich. Für die Kalkulation zählen Lieferform (Rolle, Bogen oder Zuschnitt), die Gesamtsumme über Nutzungsdauer und ein möglicher Preisvorteil durch wiederverwendbare Träger.
Compliance, Sicherheit und Hinweise
Die Einhaltung jeder relevanten Vorschrift beruht auf klar lesbaren Angaben zu Lastgrenzen, Gefahrenstoffen und Zustandsprüfungen. Bodenmarkierung und Bodenfenster ergänzen das System, indem sie Wege, Sperrzonen und Prüfbereiche abbilden. Ein Farbsystem hilft, Sicherheitszonen sofort zu erkennen. Für Scans gilt: hoher Kontrast, passende Schriftgröße, störungsfreier Durchblick und eine Montagehöhe, die den ergonomischen Zugriff wahrt.
Anbieter und Beschaffung
Hersteller wie S+P Samson, Kroschke, Avery Zweckform, HERMA, DURABLE, TUPAG, GHS Logistics, Ceba und SETON liefern ein breites Spektrum. Ein Profishop bietet häufig eine Produktempfehlung auf Basis von Lagerstrategie, Regalsystem und Lieferform. Bei der Beschaffung zählen Lieferpünktlichkeit, das definierte Lieferland und Service für Ersatzteile. Verträge halten Temperaturen, Haftkraft und Prüfanforderungen fest und sichern die Integration ins bestehende Lagermanagement ab.
Für europaweite Rollouts empfiehlt sich eine schlanke Artikelvielfalt, identische Layouts für Querformat und Spezialform sowie sprachneutrale Symbole. So bleibt der Farbindex konsistent, die Einstecksysteme kompatibel und die Öffnung der Taschen standardisiert. Eine saubere Dokumentation im LMS erleichtert Audit, Rückverfolgbarkeit und spätere Anpassungen ohne Brüche im Datenfluss.
Zusammengefasst verbinden Regalkennzeichnungen den physischen Ort mit verlässlichen Datenpunkten: vom Wareneingang über die Kommissionierung bis zur Inventur. Gelingt die Abstimmung aus Material, Layout, Farbsystem, Codierung und Montage auf die Eigenheit des Standorts, entsteht ein belastbares Gerüst für Lagerung, Umbauten und kontinuierliche Verbesserungen.
FAQ zu Regalkennzeichnungen
Wie können Regalkennzeichnungen nachhaltiger gestaltet werden?
Nachhaltige Regalkennzeichnungen bestehen aus recycelten oder biologisch abbaubaren Materialien. Wiederverwendbare Systeme wie Magnetfolien oder Einstecktaschen reduzieren den Abfall bei häufigen Änderungen. Energieeffiziente Produktionsverfahren, regionale Beschaffung und langlebige Materialien senken zusätzlich den Ressourcenbedarf und Transportemissionen.
Wie wird der ROI von Investitionen in Regalkennzeichnungen berechnet?
Der Return on Investment ergibt sich aus dem Verhältnis von Einsparungen zu Anschaffungskosten. Einsparungen entstehen vor allem durch verkürzte Suchzeiten von bis zu 30 Prozent, geringere Fehlgriffe um 20 bis 50 Prozent, effizientere Inventuren und eine schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter. In optimierten Lagern ist eine Amortisation innerhalb von 6 bis 18 Monaten realistisch.
Welche Vorteile bieten dynamische Regalschilder im Lagerbetrieb?
Dynamische Regalschilder auf Basis von E-Paper-Displays aktualisieren Bestände, Artikeldaten und Kommissionieranweisungen in Echtzeit. Sie senken den manuellen Aufwand bei Umlagerungen und Warenbewegungen, verringern die Fehlerquote und erhöhen die Flexibilität durch zentrale Steuerung im Lagerverwaltungssystem. In Kombination mit Pick-by-Light-Systemen kann die Kommissioniergeschwindigkeit um bis zu 25 Prozent steigen.
Welche typischen Fehler treten bei der Gestaltung von Lagerkennzeichnungen auf?
Typische Fehler bei Lagerkennzeichnungen sind geringe Kontraste, zu kleine Schriftgrößen und eine unlogische Nummerierung, die die Lesbarkeit mindert. Eine ungeeignete Materialwahl kann in bestimmten Lagerumgebungen zu schneller Abnutzung oder schlechter Erkennbarkeit führen. Werden Scannerreichweiten und Blickwinkel der Mitarbeiter nicht berücksichtigt, entstehen ergonomische Nachteile und Prozessverzögerungen.
Warum ist Mitarbeiterschulung für eine effiziente Regalbeschriftung entscheidend?
Schulung stellt sicher, dass das Kennzeichnungssystem korrekt angewendet wird. Geschulte Mitarbeiter scannen Barcodes fehlerfrei, interpretieren Informationen präzise und kennzeichnen Lagerplätze nach dem Schema. Das senkt Fehlgriffe und Suchzeiten und steigert die Produktivität um 10 bis 15 Prozent. Fehlende Schulung führt häufig zu uneinheitlicher Nutzung, Ineffizienzen und Fehlern im Lagerbetrieb.
Wie kann Augmented Reality künftig Regalkennzeichnungen erweitern?
Augmented-Reality-Anwendungen ergänzen physische Regalkennzeichnungen durch digitale Echtzeit-Overlays. Über Smart Glasses oder mobile Geräte sehen Kommissionierer Lagerbestände, Ablaufdaten oder optimale Entnahmewege direkt im Sichtfeld. Dadurch sinkt der Aufwand für physische Updates und die Informationsdichte pro Lagerplatz steigt. Pilotprojekte belegen, dass AR-Unterstützung die Kommissionierfehler um bis zu 15 Prozent senken kann.
Hintergrund: Regalkennzeichnungen
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Lagerhaltung Wikipedia
Lagerhaltung umfasst das geplante Lagern von Gütern in der Logistik, mit Funktionen wie Sicherung und Überbrückung, Lagerarten und -verfahren, festen/dynamischen Lagerplatzsystemen sowie Kennzahlen zur Bestandssteuerung und Kommissionierungsoptimierung.