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Tischfräse

tischfräsen Anbieter Hersteller

Tischfräse bezeichnet eine stationäre Spindelformfräsmaschine zur präzisen Kanten- und Profilbearbeitung von Holz und Holzwerkstoffen. Ein rotierendes Werkzeug ragt aus der Tischöffnung und erzeugt Profile, Nuten und Falze. Das Werkstück wird am einstellbaren Anschlag geführt. Kennzeichnend sind eine höhenverstellbare Frässpindel mit meist 30‑mm‑Aufnahme, Anschlag mit Zu- und Abfuhrseite, Vorschub- und Druckvorrichtungen sowie Absaugung. Übliche Drehzahlen liegen bei 3.000 bis 10.000 min⁻¹. Schutzhaube und Niederhalter erhöhen die Sicherheit.

Herstellerliste Tischfräse

Bürgermeister-Ebert-Straße 40, 36124 Eichenzell
Deutschland

Veröffentlichungen zu Tischfräse

Netzanschlussfähige CNC-Tischmaschine ICV in Tischausführung - mit Servomotorantrieb

isel Germany: SERIE ICV - CNC-FRÄSMASCHINE MIT EC SERVOMOTORANTRIEB Netzanschlussfähige Tischmaschine mit kleiner Stellfläche für FabLabs, MakerSpaces oder traditionelle Fertigung!

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Tischfräse Wiki

Die Tischfräse, fachlich Spindelformfräsmaschine, erzeugt Holzprofile, Falze und Nuten mit einem rotierenden Werkzeug, das aus der Tischöffnung austritt. Das Werkstück führt an einem justierbaren Anschlag. In Schreinereien zählt die reproduzierbare Konturqualität, in der Serienfertigung die verlässliche Wiederholgenauigkeit bei hohen Stückzahlen. Sie ergänzt den Arbeitsablauf, wenn präzise Kantenbearbeitung und exakte Profile gefordert sind.

Aufbau und Funktionsprinzip

Das Maschinenbett trägt den Arbeitstisch und das höhenverstellbare Fräsaggregat. Die Frässpindel nimmt Werkzeuge über genormte Aufnahmen, meist 30 Millimeter, mit passenden Distanzringen und einem Reduzierring für abweichende Dornmaße auf. Eine Spindelblockierung erleichtert den Werkzeugwechsel. Ein Handrad mit Skala hebt und senkt die Spindel für definierte Frästiefen.

Der Fräsanschlag teilt sich in Vorschubseite und Nachschubseite, um den Materialabtrag auszugleichen. Druckvorrichtungen fixieren die Holzleiste gegen Anschlag und Tisch. Abdeckschieber und eine Fensterauflage verkleinern die Öffnung vor dem Werkzeug und stützen schmale Werkstücke. Die Absaugung an Haube und Untertisch erfasst Späne in der Schnittzone und reduziert Schwebstaub an der Quelle.

Interaktion der Komponenten

Spindel, Anschlag und Tisch arbeiten als System. Die Tischhöhe definiert die Arbeitshöhe, der Anschlag die Kantenführung, die Spindelhubverstellung die Frästiefe. Der Abstand zwischen Frässpindel und Anschlag legt den Bezugspunkt für Vorschubhilfen fest. Eine fein abgestimmte Drehzahl verbindet Werkzeugdurchmesser, Holzart und gewünschte Oberflächenqualität.

Technische Kenndaten im Überblick

Präzision und Drehzahlbereiche

Die Rundlaufgenauigkeit der Spindel bestimmt Oberflächenqualität und Profilmaß. Hochwertige Maschinen liegen unter 0,02 Millimeter, was im Möbelbau und für Passprofile erforderlich ist. Drehzahlen von 3.000 bis 10.000 Umdrehungen pro Minute decken gängige Arbeiten ab. Rechtslauf ist Standard, denn er hält den Vorschub sicher am Anschlag. Umkehrlauf ist speziellen Anwendungen vorbehalten.

Die Schnittgeschwindigkeit hängt vom Werkzeugdurchmesser ab. Große Scheibenfräser benötigen niedrigere Drehzahlen, damit Zahn- und Spanwinkel wirken, ohne Fasern auszureißen. Kleine Profilfräser laufen mit höherer Drehzahl, sofern das Werkzeug dynamisch ausgewuchtet und die Spindel steif geführt ist. Passende Drehzahl in Kombination mit konstanter Vorschubrate erzeugt gleichmäßige Riefenbilder.

Ergonomie und sichere Führung

Absaugeinrichtungen sollten an der Haube mindestens 1.000 Kubikmeter pro Stunde und etwa 20 Meter pro Sekunde erreichen, damit Späne aus der Schneidzone gezogen werden. Diese Auslegung entspricht Empfehlungen der Berufsgenossenschaft Holz und Metall im Rahmen der DIN EN ISO 12100. Eine gut ablesbare Skala am Anschlag, griffige Klemmhebel und leichtgängige Führungen erleichtern die Justage.

Eine geeignete Arbeitshöhe entlastet Rücken und Schultern, besonders beim Längsfräsen langer Leisten. Abdeckschieber und Fensterauflage schließen den Werkzeugbereich, reduzieren die Tischöffnung auf das Nötige und stützen schmale Querschnitte. Dadurch sinkt das Risiko von Verkantungen, und die Handführung bleibt stabil. Klare Sicht auf die Schneidzone verhindert Fehleingriffe.

Auswahlkriterien für verschiedene Betriebstypen

Dimensionierung und Flexibilität

Die Tischgröße bestimmt die Stützlänge vor und hinter dem Werkzeug. Für breite Platten oder lange Rahmen empfiehlt sich eine Tischverlängerung mit ausziehbaren Auflagen. In kleinen Werkstätten zählt Mobilität, eine kompakte Maschine auf Fahrwerk lässt sich zwischen Werkbank, Formatkreissäge und Montageplatz versetzen. Die Tischöffnung begrenzt den maximalen Werkzeugdurchmesser und damit Profilhöhe und Nutbreite.

Der Abstand zwischen Spindel und Anschlag ist beim Einsatz eines Vorschubapparates wichtig, damit Druckrollen den Anschlagspalt sicher überwinden. Für Vorrichtungen wie Schiebeschlitten oder Kopierschablonen hilft ein durchgehend planeingestellter Tisch ohne Störkanten. Wer häufig P-Profil und Falz wechselt, profitiert von Anschlagbacken mit feiner Zustellung.

Motorleistung und Spindelsysteme

Leistungsstarke Antriebe halten die Schnittgeschwindigkeit auch bei tiefen Profilen in Hartholz. Stufenlos regelbare Drehzahlen erleichtern den Wechsel zwischen großem Scheibenfräser und kleinem Radiusfräser. Ein Schnellspannsystem oder eine gut zugängliche Spindelblockierung verkürzt Rüstzeiten. Standardisierte Aufnahmen, zum Beispiel 30 Millimeter, sichern die Kompatibilität im Werkzeugpark.

  • Motorleistung: Maßgeblich für Zerspanvolumen in Hartholz und stabile Drehzahl unter Last.
  • Spindeldrehzahl: Anpassung an Werkzeugdurchmesser, Schneidenzahl und Werkstoff.
  • Spindelhub: Präzise Höhenjustage für Falztiefe und Profilposition.
  • Werkzeugaufnahme: Normdurchmesser plus Reduzierring für Sonderdornen.

Anwendungsfelder vom Einzelstück bis zur Serie

Profilieren, Nuten und Falzen

Bei Leistenprofilen führt der Anschlag die Kante, Druckkämme halten das Werkstück gegen Anschlag und Tisch. Beim Falzen regelt die Differenzstellung der Anschlagbacken die Spanabnahme. Nuten gelingen mit mehrteiligen Scheibenfräsern, deren Breite sich über Zwischenringe modular einstellen lässt. Kantenradien bleiben konstant, wenn die Auflagefläche breit genug ausgeführt und planparallel zum Anschlag ausgerichtet ist.

Kopierfräser mit Anlaufring folgen Schablonen für Rahmenteile. Eine Fensterauflage stützt die Kontur, damit das Bauteil nicht in die Öffnung kippt. Für schräge Profile neigt eine schwenkbare Spindel den Fräser, sodass Fasen und Kehlungen in einem Arbeitsgang entstehen. Entscheidend ist eine ruhige Werkstückführung ohne Taumeln an der Schnittstelle.

Serienfertigung und Vorschubtechniken

In der Serienfertigung sorgt ein Vorschubapparat für gleichmäßigen Transport und hohe Wiederholgenauigkeit. Gummi- oder PU-Rollen geben Halt, ohne empfindliche Hölzer zu quetschen. Lehren und Anschlaglineale sichern konstante Maße. Mit einem Mehrprofil-Werkzeugsatz lassen sich aufeinanderfolgende Konturen durch Umstecken fahren, sofern der Spindelanschlag die Höhenreferenz hält.

Bei Rahmen und Fronten erhöhen Nesting-Vorrichtungen mit Anschlagbolzen die Wiederholbarkeit, weil jedes Teil an einer definierten Anlagefläche liegt. Rechtslauf hält den Vorschub druckseitig und mindert Ausrisse an der Sichtkante. Ruhiger Werkzeuglauf und geringer Spindelschlag verhindern Rattermarken auf der Sichtfläche.

Wirtschaftliche Betrachtung und Lebenszyklus

Gesamtkosten über den Lebenszyklus

Die Total Cost of Ownership umfasst Anschaffung, Energie, Verschleißteile, Wartung und Stillstände. Eine robuste Spindelführung und spielfreie Anschlagmechanik reduzieren Nacharbeit, weil Maße stabil bleiben. Studien von Herstellern und Energieberatern zeigen Einsparungen des Strombedarfs moderner Antriebe gegenüber Altmaschinen gleicher Leistungsklasse um bis zu 15 Prozent, was sich bei hohen Jahreslaufzeiten summiert.

OEE (Overall Equipment Effectiveness) steigt, wenn Rüstzeiten kurz und Ausschuss selten sind. Ein fein skaliertes Handrad mit Nullmarke beschleunigt Wiederholaufträge. Lange Werkzeugstandzeiten folgen aus ausgewuchteten Fräsern, sauberer Absaugung und passender Schnittgeschwindigkeit. Dadurch verlängern sich Wechselintervalle, und die Maschine steht seltener.

Fallbeispiele aus der Praxis

Eine mittelgroße Schreinerei senkte mit einem stufenlosen Drehzahlmodul die Nacharbeit an Profilleisten deutlich. Zuvor verursachten starre Drehzahlstufen bei kleinen Radien sichtbare Riefen. Nach Einführung variabler Drehzahl und eines Vorschubapparats lagen Glanzgrad und Profilhaltigkeit innerhalb enger Toleranzen, wodurch die Lackiererei weniger Schleifgänge benötigte.

Ein Zulieferer für Falzrahmen standardisierte Werkzeugsätze und definierte Anschlagpositionen. Farblich codierte Distanzringe und dokumentierte Spindelhöhen verkürzten den Werkzeugwechsel um mehrere Minuten pro Los. Die frei werdende Kapazität floss in zusätzliche Teile, ohne den Personaleinsatz zu erhöhen. Gleichzeitig sank die Zahl der Maßkorrekturen.

Digitalisierung und Steuerungstechnik

CNC-Optionen und vernetzte Produktion

Computergesteuerte Systeme wie CNC übernehmen Höhenzustellung, Winkel und Anschlagposition automatisch. In vernetzten Fertigungen überträgt ein Fertigungsleitsystem Auftragsdaten, sodass Profile, Drehzahl und Vorschub nach Datensatz eingestellt werden. Sensoren überwachen Motorlast und Temperatur, erkennen Abweichungen frühzeitig und verhindern Stillstände.

Assistenzfunktionen führen durch die Rüstschritte. Ein Display zeigt die geplante Spindelposition relativ zur Tischoberfläche, ergänzt um Drehzahlempfehlungen je Werkzeugdurchmesser. In Verbindung mit einer digitalen Anschlagachse sinkt die Zahl der Probeteile. Für einfache Betriebe bleibt die manuelle Ausführung mit mechanischer Skala übersichtlich und wartungsarm.

Herstellerlandschaft und Geräteklassen

Am Markt finden sich Anbieter für Handwerk und Industrie, darunter Felder, Martin, SCM, Holzmann, Scheppach, Altendorf, Format4, Bernardo, Steton, Robland, Hammer, Reichenbacher und Bäuerle. Kompakte Modelle decken die Grundfunktionen ab, größere Fräsmaschinen kombinieren schwenkbare Spindeln, digitale Anzeigen und kräftige Antriebe für breite Profile und Dauerbetrieb.

Vergleich typischer Merkmale

Gegenüberstellung ausgewählter Merkmale nach Gerätekategorie
MerkmalStandard-Tischfräse (Handwerk)Hochleistungs-Tischfräse (Industrie)
Motorleistung4 - 5,5 kW7,5 - 11 kW
Tischgröße (ca.)1000 x 700 mm1200 x 850 mm (erweiterbar)
Spindeldrehzahl3.000 - 9.000 U/min (4 Stufen)1.500 - 10.000 U/min (stufenlos)
Spindeldurchmesser30 mm30 / 40 / 50 mm (wechselbar)
Gewicht (ca.)300 - 500 kg800 - 1500 kg

Einrichtung, Justage und Rüsten

Anschlag und Spindelhöhe

Die Grundjustage beginnt mit plan liegendem Tisch, parallel stehenden Anschlagbacken und exakt gesetzter Spindelhöhe. Ein feiner Anriss am Probeholz zeigt die Frästiefe. Das Handrad fährt die Höhe auf Maß, Klemmen fixieren die Spindel. Für Falze sorgt eine definierte Differenz der Anschlagbacken dafür, dass das Werkstück ohne Klemmen in den Span läuft.

Beim Werkzeugwechsel zählen saubere Spannflächen, korrekte Zwischenringfolge und ein passender Reduzierring. Der Werkzeugdurchmesser bestimmt Drehzahl und notwendige Tischöffnung. Nach dem Einbau prüft ein kurzer Trockenlauf den Rundlauf. Eine ruhige Geräuschkulisse deutet auf zentrischen Sitz und ausgewuchtetes Werkzeug hin.

Absaugung und Arbeitsumgebung

Die Absaugung wird über kurze, glatte Schlauchwege an Haube und Untertisch geführt. Große Radien an Bögen vermeiden Druckverluste. Eine freie Zone um die Maschine schafft Sicht und Platz für lange Teile. Eine benachbarte Werkbank nimmt Zuschnitte auf und hält Vorrichtungen bereit, ohne Absaughaube oder Hauptschalter zu blockieren.

Arbeitssicherheit und Normbezug

Die Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 12100 führt zu Schutzeinrichtungen wie Abdeckschieber, Druckkämme, Schutzhaube mit Absaugstutzen und Not-Halt. Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall empfiehlt dokumentierte Unterweisungen, ein geordnetes Werkzeuglager und Prüfintervalle. Gute Arbeitsbedingungen entstehen durch klare Beleuchtung, rutschfesten Stand und einen sauberen Tisch ohne Spanpolster.

Werkstücke dürfen nicht auf halber Länge freischwingen. Vorschubgeräte halten konstanten Druck und halten die Hände aus der Gefahrenzone. Beim Schablonenfräsen sichern Niederhalter den Kontakt zur Auflage. Handschuhe bleiben im unmittelbaren Arbeitsbereich ab. Wirksame Absaugung reduziert Staub, schont Atemwege und erhält die Sicht.

Transport, Aufstellung und Mobilität

Schwere Maschinen erreichen ihre Position über Hubwagen oder Kranösen. Speditionen wie Schenker liefern palettierte Geräte bis zur Rampe, die Standfläche muss eben und tragfähig sein. Im Kleinbetrieb helfen Fahrvorrichtungen, die Maschine zwischen Sägestation und Montage zu versetzen. Kurze Wege zur Absaugzentrale erleichtern die Leitungsführung und reduzieren Strömungsverluste.

Für enge Grundrisse empfiehlt sich ein Modell mit abnehmbarer Tischverlängerung und kompaktem Aggregat. Mobile Varianten benötigen dennoch einen massiven Ständer, damit Betriebsschwingungen gering bleiben. Bei der Aufstellung wird die Nivellierung an mehreren Messpunkten geprüft und der Sockel verschraubt, sofern der Hersteller dies vorsieht. So bleibt die Geometrie stabil.

Werkzeugkunde und Oberflächenbild

Profilwerkzeuge aus Hartmetall oder diamantbestückte Schneiden bieten lange Standwege bei abrasiven Werkstoffen wie MDF. Mehrteilige Systeme erlauben Feineinstellungen über Distanzringe. Der Werkzeugdurchmesser beeinflusst die Schnittfuge, größere Kreisdurchmesser erzeugen flachere Riefen, kleinere reagieren agiler in engen Radien. Gekühlte Lager an Anlaufringen vermeiden Harzaufbau.

Ein austariertes Werkzeugpaket läuft ruhig, wenn Masse, Balance und Spannhöhe stimmen. Die Schneidenzahl beeinflusst Spanraum und Vorschubanforderung. Bei laubholzreichen Programmen empfiehlt sich eine Schnittwinkelgeometrie, die dichte Fasern sauber schert. Reversierende Strukturhölzer profitieren von vorritzendem Schnitt oder von zwei Passagen mit geringer Abnahme.

Integration in Werkstattabläufe

Die Maschine steht zwischen Zuschnitt, Kantenbearbeitung und Montage. Ein Pufferwagen verhindert Rückstau, wenn das Fräsen schneller arbeitet als die Nachbearbeitung. Beschriftete Stapel ordnen Profile und Falzbreiten. In Mehrmaschinenumgebungen sichern digitale Messmittel die Maßkettenübergabe, sodass Maße an nachfolgenden Stationen ohne Korrektur passen.

  • Vorrichtungen: Schiebeschlitten, Kopierschablonen und Niederhalter sichern wiederholbare Positionen.
  • Vorschub: Rollenvorschub reduziert Handführung und erzeugt konstanten Spanabtrag.
  • Qualität: Musterteile dokumentieren Optik, Maß und Oberflächenbild je Profil.
  • Wartung: Reinigung der Absaugkanäle und Prüfung der Spindellager nach Betriebsstundenplan.

Technische Randthemen und Kompatibilität

In Maschinenparks mit unterschiedlichen Fräsmaschinen ermöglichen Adapterdornen die einheitliche Werkzeugnutzung. Spindeldurchmesser, maximale Werkzeughöhe und zulässige Drehzahl sind auf jedem Werkzeug angegeben. Ein Datensatz mit Werkzeugnummer, Schneidenbreite und Einstellmaß erleichtert das Umrüsten, auch bei wechselnden Bedienern.

Wer mehrere Profile in einer Einrichtung fährt, definiert ein Referenzmaß an der Spindel als Nullniveau. Der Anschlag rückt anschließend in definierten Schritten über Feingewinde vor. Digitale Lineale oder mechanische Zählwerke dokumentieren jede Position. Dadurch verkürzen sich Anfahrteile, und ein Messschieber genügt für die Endkontrolle am Werkstück.

Beschaffung und Betriebsszenarien

Unternehmer gewichten bei der Anschaffung Energiebedarf, Platzbedarf, Ersatzteilversorgung und Schulungsaufwand. Eine klare Schnittstellenbeschreibung für Absaugung, Stromversorgung und Vorschubapparat verhindert Überraschungen beim Aufbau. In Bestandsbetrieben mit Formatkreissäge und Kantenbearbeitung erleichtert eine abgestimmte Tischhöhe den Materialfluss auf vorhandenen Rolltischen.

Für wachsende Betriebe erweitern nachrüstbare Tischverlängerungen oder eine schwenkbare Spindel den Spielraum. Wer regelmäßig kleine Serien fährt, plant Vorrichtungen mit und definiert Ablagen an der Maschine für Distanzringe, Anschlagbacken und Messmittel. Das verkürzt Suchzeiten und hält die Rüstplätze frei.

Rechtliche und organisatorische Hinweise

Ein dokumentiertes Wartungsheft vermerkt Lagerprüfungen, Riemenspannung, Bremsfunktion und Schutzhauben. Jährliche Prüfungen nach betrieblichen Richtlinien belegen die Funktionsfähigkeit. Betriebsanweisungen nennen Anlaufreihenfolge, Drehzahlprüfung, Absaugkontrolle und Störungsreaktion. Schulungen decken sichere Führung, korrekten Werkzeugwechsel und die Einstellung des Vorschubes ab.

Beim Wechsel von Materialien unterschiedlicher Dichte passen Bediener die Drehzahl an und prüfen die Spanabnahme am Probeholz. Kommt ein neuer Werkzeugtyp hinzu, wird dessen maximal zulässige Drehzahl mit der Maschine abgeglichen. Eine klare Ablageordnung verhindert falsch kombinierte Reduzierringe oder Zwischenringe.

Weitere Anbieter, Produkte und Services rund um Tischfräse

FAQ zu Tischfräse

Welche typischen Anwendungsfehler treten bei der Arbeit mit einer Tischfräse auf?

Zu den häufigsten Fehlern zählen eine falsche Vorschubgeschwindigkeit, die Brandspuren oder Ausrisse verursacht, sowie der Einsatz stumpfer oder ungeeigneter Fräswerkzeuge, die die Schnittqualität mindern. Eine unzureichende Fixierung des Werkstücks führt häufig zu unsauberen Ergebnissen und erhöht das Risiko gefährlicher Rückschläge.

Wie beeinflusst die Holzart die Auswahl des Fräswerkzeugs und die Maschineneinstellungen?

Weiche Hölzer erfordern scharfe, kleine Schneiden und höhere Vorschubgeschwindigkeiten, um Faserabriss zu vermeiden. Für Harthölzer sind verschleißfeste Hartmetallwerkzeuge und geringere Schnittgeschwindigkeiten empfehlenswert, um saubere Oberflächen zu erzielen. Abrasive Materialien wie MDF oder Spanplatten benötigen diamantbestückte Werkzeuge, um die Standzeit zu verlängern.

Welche Wartungsmaßnahmen erhöhen die Lebensdauer einer Fräsmaschine?

Regelmäßige Schmierung von Spindellagern und Führungen verhindert Verschleiß und sichert Präzision. Die Kontrolle von Riemenspannung und Spindelrundlauf gewährleistet konstante Schnittqualität. Eine jährliche Inspektion elektrischer Komponenten und Not-Aus-Systeme stellt die Betriebssicherheit sicher.

Wie kann der wirtschaftliche Einsatz einer Tischfräse in Kleinbetrieben verbessert werden?

Kleinbetriebe erhöhen die Wirtschaftlichkeit durch modulare Werkzeugsysteme für unterschiedliche Profile. Präzise Arbeitsvorbereitung verkürzt Rüstzeiten und verringert Materialausschuss. Effiziente Absaugsysteme senken Energiekosten und verlängern die Lebensdauer der Werkzeuge.

Welche Maßnahmen senken die Staubbelastung in der Holzwerkstatt nachhaltig?

Eine leistungsstarke Punktabsaugung und zentrale Luftfiltersysteme verringern die Feinstaubkonzentration in der Raumluft. Werkzeuge mit optimierter Spanabfuhr, die größere Späne statt feinen Staub erzeugen, reduzieren die Belastung zusätzlich. Für den Personenschutz ist das Tragen von Atemschutzmasken der Klasse FFP2 oder FFP3 erforderlich.

Wie verbessert Künstliche Intelligenz die Präzision bei Profilfräsarbeiten?

KI analysiert Maschinendaten, um Fräsparameter wie Drehzahl und Vorschub in Echtzeit zu optimieren. Sie erkennt Abweichungen in Lagergeräuschen oder Motorlasten frühzeitig und ermöglicht vorausschauende Wartung. Das steigert Präzision, verkürzt Rüstzeiten und senkt die Fehlerquote in der Holzprofilfertigung.

Weiterführende Informationen zu Tischfräse

  • Tischfräse Wikipedia

    Die Tischfräsmaschine (Spindelformfräse) erzeugt Profile, Nuten und Falze: rotierende Spindel ragt aus der Tischöffnung, Führung am Anschlag, Spannaufnahme über Fräsdorn. Vorschub per Hand/Vorschubapparat, Schutz- und Druckeinrichtungen; Variante mit schwenkbarer Spindel.