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Über XPS Platten
XPS-Platten zählen zu den extrudierten Polystyrol-Hartschaumplatten und eignen sich für Anwendungen mit hoher Druckbelastung und Feuchtekontakt. Das Material entsteht im Extrusionsprozess, bei dem ein Treibgas das Zellgefüge aufschäumt. Heutige Rezepturen sind FCKW-frei. Die Auswahl erfolgt auf Basis belastbarer Kennwerte.
Technische Kennwerte im Baukontext
Die geschlossenzellige Struktur ermöglicht niedrige λ-Werte, da eingeschlossene Gase die Wärmeleitung reduzieren. Konvektion bleibt aus, weil die Zellen nicht verbunden sind. Der Hauptunterschied zu faserigen Dämmstoffen ist die Feuchteresistenz: XPS hält die Dämmwirkung auch bei anstehendem Wasser stabil. Nässe beeinflusst die Werte geringer.
Bei Erd- oder Verkehrslasten ist die Druckspannung bei 10 % Stauchung nach DIN EN 826 die maßgebliche Kennzahl. Plattenqualitäten beginnen häufig bei ≥ 300 kPa und liegen je nach Typ höher. Ein hoher Wasserdampfdiffusionswiderstand bremst den Feuchtetransport. Das Material ist formstabil und eignet sich für Perimeter- und Sockeldetails.
| Merkmal | Typischer Wert | Prüfnorm |
|---|---|---|
| Druckfestigkeit (10 % Stauchung) | ≥ 300 kPa | DIN EN 826 |
| Wärmeleitfähigkeit λ | 0,032–0,038 W/(m·K) | DIN EN 12667 / DIN EN 12939 |
| Wasseraufnahme (Langzeitdiffusion) | ≤ 0,7 % (Vol.) | DIN EN 12087 |
| Wasserdampfdiffusionswiderstand μ | 80–200 | DIN EN 12086 |
| Brandverhalten | Euroklasse E | DIN EN 13501-1 |
Anwendungen und Verbundaufbau im Detail
Bei Fassadendämmung entscheidet die Oberfläche über die Haftzugfestigkeit im Systemaufbau. Eine glatte Oberfläche mindert die Putzhaftung, eine geprägte oder geschliffene Deckschicht verankert Mörtel besser. Für mineralische Systeme ist zementgebundener Klebemörtel relevant. Bei Abdichtungslagen werden Bahnen häufig mit Bitumen angebunden. Maßgeblich ist der Verbund, nicht der Einzelwert.
Nicht jede Zone verlangt dieselbe Platte, sondern eine passende Kombination aus Festigkeit und Oberfläche für das jeweilige Bauteilpaket (Dämmplatte, Klebung oder Abdichtung). Unter einer Bodenplatte mit druckbeanspruchter Dämmlage kommt häufig XPS ≥ 300 kPa gemäß DIN EN 826 zum Einsatz. An aufgehenden Wänden übernimmt dieselbe Qualität die Perimeterdämmung gegen Spritzwasserzonen. An kleinen Anschlussflächen bleibt das Detail kritisch.
- Putzhaftung: Geprägte oder raue Oberflächen verzahnen den Oberputz mechanisch.
- Wärmebrückendämmung: Schmale Zuschnitte reduzieren lineare Verluste an Balkonanschlüssen oder Sockelkanten.
- Estrich: Druckfeste Qualitäten begrenzen Setzungen unter schwimmenden Konstruktionen.
Spezifikationen und Normen für die Produktauswahl
Viele Produkte wirken ähnlich, doch die Kennzeichnung nach DIN EN 13164 ordnet sie nach Wärmeleitfähigkeitsgruppen und Druckspannungskategorien. Die CE-Kennzeichnung folgt der Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011 und verweist auf harmonisierte Prüfungen. Entscheidend sind außerdem die Geometrien am Plattenstoß. Ein sauber geschlossener Stoß senkt Fugenströmungen messbar.
Stumpfe Kanten erleichtern Zuschnitte auf einfachen Flächen. Nut-und-Feder reduziert sichtbare Spalten bei großen Rastermaßen des Untergrunds. Eine Stufenfalzausführung minimiert Wärmebrücken an den Stößen. Das Plattenmaß beeinflusst Verschnitt und Fugenanzahl direkt. Gängige Formate unterstützen Rastermaße von Mauerwerk und Schalungen ohne Sonderzuschnitte.
Hersteller sind DnM Dämmstoffe nach Maß GmbH
Hintergrund: XPS Platten
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Extrudiertes_polystyrol Wikipedia
Polystyrol (Polystyren) ist ein amorpher oder teilkristalliner Thermoplast und kostengünstiger, weit verbreiteter Standardkunststoff. Es bildet die Grundlage für extrudierte Polystyrol-Hartschaumplatten (XPS) für baupraktische Anwendungen.
Diese Anbieterliste XPS Platten umfasst auch: Xps Dämmplatten
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: November 2026, ID: 53123