Der induktive Handarbeitsplatz ist für Unternehmen gedacht, die Lötprozesse schnell, sauber und wiederholgenau aufsetzen wollen, ohne sofort in eine große Automationsanlage zu investieren. Das System ist kompakt aufgebaut, ergonomisch zugänglich und auf stabile Werkstücklagen ausgelegt. Über Rezeptprogramme werden Leistung und Zeiten pro Bauteil geführt, dadurch entstehen reproduzierbare Lötbilder und planbare Takte. Start und Bedienlogik sind praxisnah ausgelegt, zum Beispiel per Fußschalter oder Starttaster.
Prozessfähigkeiten
• Weichlöten (unter ca. 450 °C): Elektrokontakte, Litzen, Baugruppen aus Elektrotechnik
• Hartlöten (über ca. 450 °C): Stahl, Edelstahl, Kupfer, Messing, Aluminium mit geeigneten Loten und prozessgeführter Auslegung
• Kapillarlöten mit Preforms: definierte Spaltmaße, dichte Fügenähte
• Kontaktlötungen, inklusive Polspulenlöten: reproduzierbare Cu Cu Verbindungen, zum Beispiel Motor und Generator
• Hartmetall, PKD, PCBN: gleichmäßige Durchwärmung, geringer Verzug
Vorteile
• Kompakt und ergonomisch: übersichtlich, gut zugänglich, ruhige Werkstücklage
• Schnell einsatzbereit: vordefinierte Programme, kurze Rüst und Taktzeiten
• Reproduzierbar: rezeptgeführte Parameter, stabile Ergebnisse bei wiederkehrenden Bauteilen
• Sicher und sauber: flammenfrei, optional Lichtgitter, Absaug und Filtermodule integrierbar
• Skalierbar: später erweiterbar, zum Beispiel Achsen, Pyrometer, Datenlogging, Gas Kapselung
Technische Eckdaten (Auszug)
• Leistungsbereich: typischerweise 3 bis 20 kW, bei passenden Bauteilen auch größer, MF oder HF je Geometrie
• Induktoren: ein oder mehrspulig, wassergekühlt, Schnellwechsel möglich
• Bedienung: HMI mit Rezeptverwaltung, Fußschalter oder Starttaster
• Sicherheit: Not Aus, optional Lichtgitter oder Zweihand, Verriegelungen
• Peripherie: Wasserkühlung, Werkstückaufnahmen, Bauteilnester
• Schnittstellen: digitale I O, optional OPC UA oder Feldbus
Optionen und Erweiterungen
• Lot und Flussmittel Handling: Preforms, Draht, Paste, Dosier und Positioniermodule
• Prozessüberwachung: Pyrometer, optional Videomodul, Kamera, Grenzwerte und Alarme
• Absaugung: Filter und Absaughauben, kombinierbar mit Kapselungen
• Software und Daten: Visualisierung, Datenlogging, Bauteil ID Traceability
• Prozessentwicklung: Parameterfenster, Taktoptimierung
• Service und Retrofit: Schulung, Ersatzteile, Fernsupport, Modernisierung
Qualität und Nachweis
• Prüfungen: Scher und Zugtest, Mikroschliff, Benetzungsbild, Dichtheit, elektrischer Widerstand
• Daten: Temperaturkurve, Leistung und Zeit, Protokolle pro Bauteil oder Los
• SPC: Regelkarten zur Serienabsicherung
Einsatzbereiche und typische Bauteile
• Branchen: Automotive und E Mobility, Elektrotechnik und Gerätebau, Maschinenbau, Werkzeugbau, Medizintechnik, Heizung und Sanitär
• Bauteile: Kontaktmodule, Litzen und Stecker, Fittings und Rohre, Sensorträger, Hartmetallbestückungen, Bohrer, Fräser, Wärmetauscher, Messer, Sägeblätter
