Geprüfte Beleuchtungstechnik Anbieter
Mainzer Landstrasse 227, 60326 Frankfurt
Deutschland
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Beleuchtungstechnik Fachartikel
Weitere Beleuchtungstechnik Anbieter
BARTEC Gruppe
Elektrogroßhandel Moelle
Power Sound Veranstaltungstechnik
Über Beleuchtungstechnik
Das Fachgebiet Beleuchtungstechnik entwickelt Lichtsysteme für definierte Sehaufgaben. Zentrale Kenngrößen sind der Lichtstrom in Lumen, die Lichtstärke in Candela und die Lichtausbeute in Lumen pro Watt. Moderne LED erreichen 100–180 lm/W, Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampe) typischerweise 50–70 lm/W.
Seit 2010 stieg die Effizienz um mehr als 30 %. Lebensdauern von 25.000–100.000 h (Kennwert L70) ermöglichen die Wahl zwischen Retrofit und Projektleuchten.
Anwendungstypen und Klassifizierung nach Einsatzort
Innenraumlösungen für Arbeitszimmer und Küchenbeleuchtung arbeiten mit Farbtemperatur von 2.700–4.000 K und einem allgemeinen Index für Farbwiedergabe (Ra) ≥ 80 nach DIN EN 12464-1. In Krankenhäusern sind Ra ≥ 90 und 500–1.000 lx für Diagnostikflächen üblich.
Eine Außenbeleuchtung für Parkplatz, Signaltechnik und Baustellenbeleuchtung verlangt IP65–IP68 nach DIN EN 60529 und Stoßfestigkeit IK08–IK10. In der Industriebeleuchtung kommen für Kühlhallen bei −25 °C Leuchten mit IP66 zum Einsatz, Sicherheitsbeleuchtung ergänzt das System.
Beispiel: Eine Parkplatzfläche nutzt 10–20 lx, eine Leuchte mit 4.000 K, UGR ≤ 25 nach DIN EN 12464-2 und asymmetrischer Optik 65° zur blendarmen Ausleuchtung von Fahrgassen.
Kenngrößen für Lichtwirkung und Planung
Planungsdaten umfassen Lichtstärkeverteilungskurven, Bündelungen von 15°, 24° oder 36°, die Leuchtdichteverteilung für UGR ≤ 19 nach DIN EN 12464-1 sowie die Dimmbarkeit (1–10 V oder DALI‑2). Damit erreicht eine Restaurant‑Zone 200–300 lx, und der Esstisch für Hausaufgaben und Zubereitung 300–500 lx.
Die Verarbeitung von Gehäuse und Optik beeinflusst Lebensdauer und Sicherheit. Ein Netzteil mit 50/60 Hz, ENEC‑Prüfzeichen und Schutzklasse I/II nach DIN EN 60598-1 sowie ein Stecksystem mit Berührungsschutz schützen bei 230 V vor Stromschlag und ermöglichen Montagezeiten von 10–20 min pro Leuchte.
Beispiel: Ein Strahler mit 36°-Bündelung, 3.000 K und 1.500 lm setzt in einem Restaurant einen Wandbereich mit 200 lx akzentuiert in Szene, während die Grundausleuchtung mit 300 lx gleichmäßig bleibt.
| Eigenschaft | Typischer Referenzwert | Beschreibung |
|---|---|---|
| Ra (allgemeiner Farbwiedergabeindex) | ≥ 80 Büro, ≥ 90 Krankenhaus | Natürlichkeit der Farbdarstellung auf einer Skala bis 100. |
| Farbtemperatur (K) | 2.700–6.500 K | Farbeindruck von warmweiß bis tageslichtweiß und Einfluss auf Wohlbefinden. |
| Lichtausbeute (lm/W) | > 100 lm/W LED | Verhältnis von Lichtstrom zu elektrischer Leistung. |
| Lebensdauer (h) | 25.000–100.000 h | Zeit bis zum Absinken des Lichtstroms, z. B. L70. |
| Schutzart (IP) | IP20–IP68 | Schutz gegen Staub und Wasser nach DIN EN 60529. |
| UGR (Unified Glare Rating) | ≤ 19 Innenraum, ≤ 25 Außen | Blendbegrenzung nach DIN EN 12464. |
| Stoßfestigkeit (IK) | IK08–IK10 | Widerstandsfähigkeit des Gehäuses gegen mechanische Beanspruchung. |
| Schutzklasse | I/II | Elektrische Schutzmaßnahme nach DIN EN 60598-1. |
| Dimm- und Steuerungsschnittstellen | 1–10 V, DALI‑2 | Vorgaben für Regelbarkeit und Systemintegration. |
| Sicherheitsbeleuchtung | gemäß DIN EN 60598-2-22 | Anforderungen an Not- und Sicherheitsleuchten. |
Auswahl integrierter Beleuchtungslösungen
Eine integrierte Beleuchtungslösung bewertet Systemtechnik, Formfaktoren und Abmessungen mit 300–1.200 mm Leuchtenlänge. Die Elektrotechnik (THD < 10 %, SDCM ≤ 3) bestimmt die Lichtqualität und liefert Datenpotenzial für Energiemonitoring in 15‑min‑Intervallen.
- Normkonformität: Relevante Normen sichern die Klassifizierung und die Befähigung der Lösung.
- Leistungsfähigkeit: 120–160 lm/W bei LED reduzieren die Anschlussleistung von 20 W auf 12 W pro Leuchte, während eine Energiesparlampe 60 lm/W bietet.
- Integration: DALI‑2 (Digital Addressable Lighting Interface) mit Präsenzsensorik liefert Schaltzyklen > 100.000 und eröffnet Datenpotenzial für tageslichtabhängige Regelung.
- Gestaltung: Blendbegrenzung UGR ≤ 19, Gleichmäßigkeit ≥ 0,6 und Zielwerte für Wohnqualität im Badezimmer (200 lx) und im Arbeitszimmer (500 lx) leiten die Wahl.
Beispiel: Eine Beleuchtungssanierung in einem Restaurant ersetzt 12 Leuchten à 2×28 W durch LED‑Module mit 4.000 K, 140 lm/W und Ra = 90. Das Projekt senkt die Anschlussleistung von 672 W auf 360 W und verbessert die Leuchtdichteverteilung auf UGR ≤ 19 nach DIN EN 12464-1.
Eine Spezialleuchte als Handlampe mit 700–1.000 lm, IP67 und 3–8 h Laufzeit unterstützt Inspektionen, während ein Küchenbereich mit 4.000–5.000 K und Ra ≥ 90 arbeitsgerechtes Licht liefert. Für Entspannung am Abend ergänzen 2.700 K und 150–200 lx die Lichtwirkung.
Ein Datenblatt weist L70B50 = 50.000 h aus und definiert die Befestigungsabstände (z. B. 1,2 m Raster), wodurch die Befähigung zur Integration in ein Gebäudeleitsystem in 24–48 h Projektzeit gesichert bleibt.
Anbieter sind Wygwam Deutschland GmbH, BARTEC Gruppe, Elektrogroßhandel Moelle, Power Sound Veranstaltungstechnik
FAQ zu Beleuchtungstechnik
Wie wird die Wirtschaftlichkeit einer Beleuchtungsinvestition ermittelt
Die Wirtschaftlichkeit einer Beleuchtungsinvestition wird über die Total Cost of Ownership (TCO) der gesamten Lebensdauer bewertet. Berücksichtigt werden Anschaffungs-, Energie-, Wartungs-, Reparatur- und Entsorgungskosten. Bei modernen LED-Systemen gilt eine Amortisationszeit von drei bis fünf Jahren als Richtwert. Maßgeblich ist der Vergleich der jährlichen Kosteneinsparungen mit der Anfangsinvestition.
Welche Bedeutung hat das Internet of Things für moderne Unternehmensbeleuchtung?
Das Internet of Things (IoT) vernetzt Beleuchtungssysteme mit anderen Gebäudekomponenten und ermöglicht eine datenbasierte Steuerung von Energieverbrauch, Nutzung und Wartung. Präsenz- und Tageslichtsensoren passen die Beleuchtung automatisch an und senken den Energiebedarf um 30 bis 70 Prozent. Offene Standards wie DALI-2 und IP-basierte Protokolle erleichtern die Integration in übergeordnete Gebäudeleitsysteme.
Wie fördert Human Centric Lighting (HCL) das Wohlbefinden?
Human Centric Lighting (HCL) bildet den natürlichen Tageslichtverlauf nach und unterstützt so den menschlichen Biorhythmus. Durch die dynamische Anpassung von Farbtemperatur und Helligkeit an die Tageszeit können Konzentration und Schlafqualität verbessert werden. Für Büroräume gilt eine Farbtemperatur von etwa 3.000 Kelvin am Morgen und 6.500 Kelvin zur Mittagszeit als optimal.
Welche Phasen umfasst eine professionelle Lichtplanung bei komplexen Projekten?
Eine professionelle Lichtplanung beginnt mit der Bedarfsanalyse und der Entwicklung eines Beleuchtungskonzepts. Mithilfe spezialisierter Software wie DIALux evo oder Relux werden Lichtverteilung und Normkonformität, etwa nach DIN EN 12464-1, überprüft. Die Planung berücksichtigt Energieeffizienz, Wartungsaufwand und technische Integration. Eine frühzeitige Einbindung des Lichtplaners gewährleistet die optimale Umsetzung.
Welche gesetzlichen Anforderungen gelten für die Beleuchtung am Arbeitsplatz?
Arbeitgeber müssen nach Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und Technischer Regel ASR A3.4 eine sichere, gesundheitsgerechte Beleuchtung gewährleisten. Vorgeschrieben sind Mindestbeleuchtungsstärken und Begrenzung von Blendung, abhängig von der Sehaufgabe, etwa 500 Lux für Büroarbeit. Zusätzlich ist eine Sicherheitsbeleuchtung nach DIN EN 1838 erforderlich, die bei Stromausfall funktioniert.
Wann ist ein Retrofit von Beleuchtungssystemen wirtschaftlich sinnvoll?
Ein Retrofit ist sinnvoll, wenn die bestehende Infrastruktur funktionsfähig, die Leuchtmittel jedoch veraltet oder ineffizient sind, etwa bei Leuchtstoff- oder Halogenlampen. Der Umstieg auf LED-Retrofits senkt den Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent, bei deutlich geringeren Installationskosten als eine Neuanlage. Vor der Umsetzung sollten Verkabelung und Vorschaltgeräte geprüft werden.
Welche Hauptfaktoren bestimmen die Total Cost of Ownership (TCO) in der Beleuchtungstechnik?
Die TCO in der Beleuchtungstechnik werden durch Anschaffungspreis, Energieverbrauch, Wartungsaufwand und Entsorgungskosten beeinflusst. Über die Nutzungsdauer dominieren in der Regel die Energiekosten, weshalb energieeffiziente Systeme wirtschaftlich entscheidend sind. Kosten für planmäßige und ungeplante Wartungen sowie Ersatzteile erhöhen die Gesamtausgaben zusätzlich. Die fachgerechte Entsorgung alter Leuchtmittel gemäß WEEE-Richtlinie stellt einen weiteren kalkulierbaren Kostenfaktor dar.
Hintergrund: Beleuchtungstechnik
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Beleuchtungstechnik Wikipedia
Beleuchtungstechnik umfasst alle technischen Maßnahmen zur gezielten Beeinflussung von Lichtverhältnissen: Einsatz von Leuchten, Tageslichtlenkung in Gebäuden sowie Signalisierung und Lichteffekte – als Basis für effiziente, normgerechte Lichtsysteme.
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026