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Retrofit Anbieter

Retrofit bezeichnet die gezielte Modernisierung von Bestandsmaschinen und Anlagen über die reine Instandhaltung hinaus. Erneuert werden ausgewählte Baugruppen wie Steuerung, Antriebe, Elektronik, Software und Sicherheitstechnik, meist ohne Austausch der mechanischen Basis. Ziele sind die Anpassung an heutige Anforderungen, kurze Umrüstzeiten und geringe Stillstände. Typische Effekte sind höhere Verfügbarkeit und OEE, sinkender Energieverbrauch sowie aktualisierte Schutzfunktionen nach ISO 13849 und IEC 62061.

Liste Anbieter Retrofit

Otto-Lilienthal-Straße 4, 15566 Schoeneiche bei Berlin
Deutschland

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Maschinenmodernisierung

Veröffentlichungen der Anbieter zu Retrofit

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Weitere Anbieter Retrofit

Mehr über Retrofit

Retrofit bezeichnet eine geplante Modernisierungsmaßnahme an einer Produktionsanlage oder Bestandsmaschine, die über reine Instandhaltung hinausgeht. Ziel ist die Aufrüstung ohne Neuaufbau: ausgewählte Baugruppen, veraltete Elektronik oder die komplette Steuerung werden erneuert, um die Maschinenfunktionalität an heutige Anforderungen anzupassen. Typische Eingriffe betreffen die Steuerungstechnik, die Antriebstechnik und die Einbindung moderner Sicherheitstechnik, ohne die mechanische Basis zwangsläufig zu ersetzen.

Rolle im Lebenszyklus und Abgrenzung

Die Maßnahme verlängert die wirtschaftliche Nutzungsdauer und stabilisiert den Produktionsablauf am Produktionsstandort. Anders als eine Notfalllösung nach einem Maschinenausfall wird sie planbar in kurzer Umrüstungsphase umgesetzt, um einen teuren Anlagenstillstand zu vermeiden. Das Ergebnis ist eine gesteigerte Anlagenverfügbarkeit, bei Erhalt der bestehenden Infrastruktur und Verkettung.

Messbare Resultate und Betriebsauswirkungen

Modernisierte Maschinen verkürzen Bearbeitungszeit und Taktfolgen und erhöhen die OEE (Overall Equipment Effectiveness). Neue Antriebe und Regelungen senken den Energieverbrauch deutlich. Daraus folgt eine nachvollziehbare Emissionssenkung in der Bilanz. Durch zielgenaue Aufrüstung steigt die Maschinenauslastung, während Ersatzteilengpässe entschärft werden. Für die Planung zählt die Schnelligkeit der Umsetzung stärker als die Größe des Projekts, sofern Termine, Ressourcen und Referenzkennzahlen klar dokumentiert sind.

Normen, Qualität und Datensicherheit

Aktualisierte Schutzfunktionen nach ISO 13849 und IEC 62061 erhöhen Maschinensicherheit und Arbeitssicherheit gleichermaßen. Präzisere Messsysteme und Sensortechnik verbessern die Produktionsqualität, weil sie Abweichungen früh sichtbar machen und den Maschinenstatus kontinuierlich liefern. Moderne Datenpfade verhindern Datenverlust. Strukturierte Datensatzverwaltung erleichtert Audits, Rückverfolgbarkeit und die gesicherte Übergabe an Leitstände oder ein MES (Manufacturing Execution System).

Technische Komponenten und deren Wirkung

Ein Kernbaustein ist die Steuerungstechnik: Der Wechsel auf CNC (Computerized Numerical Control) oder SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) erweitert die Maschinensteuerung, verbessert die Einhaltung von Toleranzen und schafft Schnittstellen für Kommunikationstechnik. Anpassungen der Programmierung und der Steuerungssoftware sorgen für reproduzierbare Abläufe und klar definierte Sicherheitsreaktionen. Damit wachsen Funktionsumfang und Upgradefähigkeit ohne Eingriff in den Grundaufbau.

Ebenso prägend ist die Antriebstechnik: Effizientere Motoren, Frequenzumrichter, Getriebe und präzise Zahnradstufen minimieren Verluste alter, energieintensiver Komponenten. Neue Regelalgorithmen erhöhen die Dynamik ohne zusätzliche mechanische Last. Ergänzend werden Führungsbahnen, Spindel, Schmierung oder einzelne Maschinenteile zielgerichtet getauscht. So lässt sich die Steuerbarkeit alter Baugruppen mit neuer Signalqualität verbinden, und die Kommunikationstechnik bleibt stabil.

Mechanisch reicht die Spanne von der gezielten Überholung bis zur Komplettüberholung. Tragfähige Grundkörper aus Guss oder Polymerbeton bleiben erhalten und werden geometrisch geprüft. Beispiele sind die Aufarbeitung einer Drehmaschine für Hartbearbeitung oder die Korrektur schwingungsanfälliger Aufbauten. Jede Maßnahme wird auf die Produktionsaufgabe und den Maschinentyp abgestimmt, damit Präzision und Dauerhaltbarkeit neu austariert werden.

Vorgehen und Phasen

  • Fachcheck: Technischen Ist-Zustand, Risiken, Ziele und die Leitfrage klären. Messdaten erfassen.
  • Lastenheft: Funktionsumfang, Qualitätsstandard, Produktionsvolumen und die Erreichung messbarer Zielwerte festlegen.
  • Beschaffung: Komponenten und Ersatzteile disponieren, Baugruppen terminieren und die Ankunft am Produktionsstandort absichern.
  • Umrüstungsphase: Rückbau und Maschineninstallation durchführen, notwendige Verlagerung und Verkettung anpassen sowie Schmierung und Kommunikation prüfen.
  • Inbetriebnahme: Funktions- und Sicherheitsprüfung durchführen, Datensätze übergeben, Referenzbearbeitung und Dokumentation abschließen.
  • Seminar: Bedienung, Programmierung und Wartungsschwerpunkte schulen sowie die Übergabe an den Industrieservice vornehmen.

Datenpfade und Fernzugriff

Die Digitalisierung verbindet Maschinenpark, Leitstände und Logistik. Hohe Datenverfügbarkeit, durchgängige Vernetzung und belastbare Kommunikationstechnik ermöglichen zustandsorientierte Automation, Remoteunterstützung durch Industrieservice und eine skalierbare Produktionslösung. Eine klar definierte Retrofitlösung verhindert Medienbrüche, hält Services planbar und macht den Datenfluss vom Sensor bis zum Bericht konsistent.

Anwendungsfelder und Praxisbeispiele

In der Lagerautomatisierung steuern modernisierte Anlagen Behälter, vereinheitlichen Ident-Daten und takten Förderstrecken vom Wareneingang bis zur Verpackung. Bandanlage und Montagelinie profitieren von stabilerer Regelung und sauberer Übergabe an übergeordnete Steuerungen. In der Prozesskette Metall entsteht im Veredelungsprozess eine reproduzierbare Oberfläche, während die Schnelligkeit der Takte erhalten bleibt. Bäckerei und Tischlerei modernisieren Heizachsen und Vorschubachsen, ohne Abläufe neu zu zertifizieren.

Im klassischen Maschinenbau bleiben tragende Einheiten erhalten. Variantenwechsel in der Maschinensteuerung fahren Produktwechsel ruhiger an. Für die Drehmaschine mit Hartbearbeitung werden Führungsbahnen und Kühlkonzept angepasst, um Temperaturdrift zu dämpfen. Bei Bedarf begleitet eine Maschinenverlagerung die Maßnahme: Verlagerung, Ausrichtung, Schmierung, neue Referenzen und Notfalllösung für den Wiederanlauf werden im Projektplan zusammengeführt.

Wirtschaftliche Abwägung

Die Leitfrage lautet, ob ein Retrofit aus technischen und wirtschaftlichen Gründen tragfähig ist oder eine Neuanlage vorzuziehen bleibt. Zentrale Faktoren sind Restzustand des Grundkörpers, Upgradefähigkeit von Elektrik und Software, verfügbare Zeitfenster und Risiken in der Beschaffung. Gegenüber einem vollständigen Neuaufbau überzeugt die Modernisierung durch kürzere Stillstände bei kontrollierbarer Zielerreichung und planbarem Energieverbrauch über den Lebenszyklus.

Abwägung zwischen Modernisierung und Neuanschaffung
KriteriumRetrofitNeuanlage
Investitionskostenrund 30–70% der Neumaschine100%
Produktionsunterbrechungkurz, planbare Umrüstungsphaselang, vollständige Installation
RessourceneinsatzNutzung bestehender Infrastrukturkompletter Material- und Energieeinsatz
Individualisierungpräzise auf Bestand abgestimmtStandardlösung, anschließende Anpassung
Technologiewechselgezielte Module, klare Roadmapkomplettes System auf aktuellem Stand
Liefer- und Montagezeitkürzere Beschaffungswegelängere Lieferketten

Anbieterlandschaft und Services

Hersteller wie Siemens, Bosch Rexroth, Fanuc, KUKA, ABB, Beckhoff, Rockwell Automation, Schneider Electric, Heidenhain, SEW‑EURODRIVE, DMG MORI, Dürr, Festo und Pilz bieten Beratung, Programmierung, sicherheitsgerichtete Abnahmen und Services für Steuerungssoftware, Antriebstechnik und Kommunikationstechnik. Viele begleiten Maschineninstallation, Maschinenverlagerung oder Bandanlage, dokumentieren Referenzmessungen und halten Ersatzteilstrukturen sowie Industrieservicestrukturen auch nach Projektende bereit.

Projektseitig überbrücken klare Schnittstellen zwischen Mechanik, Elektrik und Software die typischen Reibpunkte. Eine stimmige Dokumentation schützt vor Datenverlust, standardisierte Datensatzstrukturen erleichtern Audits und eine konsistente Übergabe an MES und Qualitätssicherung hält Produktionsqualität und Produktionsvolumen stabil. Damit bleibt die Produktionsaufgabe im Takt, während die Modernisierung als Dauerthema strategisch gemanagt wird.

FAQ zu Retrofit

Wie wird der Return on Investment eines Retrofits berechnet?

Der Return on Investment (ROI) eines Retrofits ergibt sich aus dem Verhältnis der erzielten Einsparungen und Wertsteigerungen zu den Investitionskosten. Einsparungen entstehen typischerweise durch geringeren Energieverbrauch, reduzierte Wartungskosten und höhere Produktionseffizienz. In vielen Fällen amortisiert sich ein Retrofit nach zwei bis fünf Jahren. Kennzahlen wie die Overall Equipment Effectiveness (OEE) unterstützen eine präzise Bewertung. Auch vermiedene Ausfallkosten und die verlängerte Lebensdauer der Anlage verbessern das Ergebnis.

Welche typischen Probleme können bei der Modernisierung von Anlagen auftreten?

Probleme entstehen häufig durch unvollständige Dokumentation älterer Maschinen, was die Integration neuer Systeme erschwert. Kompatibilitätskonflikte zwischen bestehender Mechanik und moderner Steuerungstechnik führen zu zusätzlichem Anpassungsaufwand. Weitere Herausforderungen sind die Datenmigration aus Altsystemen und die Schulung des Personals für neue Technologien. Diese Faktoren können Zeitpläne verzögern und das Budget belasten.

Wie schafft ein Retrofit die Grundlage für den Einsatz von KI in Industriemaschinen?

Ein Retrofit integriert moderne Sensorik und Steuerungstechnik in bestehende Maschinen und schafft damit die Datengrundlage und Schnittstellen für KI-Anwendungen. So können Algorithmen Echtzeitdaten auswerten, Anomalien erkennen und Wartungsbedarfe vorhersagen. Zudem lassen sich Produktionsprozesse durch adaptive Regelungen optimieren, wodurch Maschinen autonomer arbeiten und ihre Leistung kontinuierlich verbessern.

Wann ist ein Retrofit wirtschaftlich sinnvoller als eine Neuanlage?

Ein Retrofit ist wirtschaftlich sinnvoll, wenn der Maschinenkörper strukturell intakt ist, aber Steuerung oder Antriebe veraltet sind. Besonders lohnend ist es bei Spezialmaschinen mit langen Lieferzeiten für Neuanlagen oder wenn Anpassungen am Bestand kostengünstiger sind als ein Neubau. Kürzere Stillstandszeiten und die Weiterverwendung bestehender Produktionslinien bieten zusätzliche Kostenvorteile. In der Regel betragen die Investitionskosten eines Retrofits 30 bis 70 Prozent einer vergleichbaren Neumaschine.

Welche Umweltvorteile ergeben sich durch eine Maschinenmodernisierung?

Eine Maschinenmodernisierung verlängert den Lebenszyklus von Anlagen und senkt den Ressourcenverbrauch. Der Einsatz energieeffizienter Antriebe und Regelungen reduziert den Strombedarf typischerweise um 10 bis 30 Prozent und damit den CO2-Ausstoß. Durch die Weiterverwendung vorhandener Bauteile sinkt zudem der Bedarf an Neumaterialien und der Energieaufwand für deren Herstellung. Insgesamt fördert die Modernisierung eine nachhaltigere Produktion und schont natürliche Ressourcen.

Nach welchen Kriterien werden Retrofit-Komponenten ausgewählt

Die Auswahl geeigneter Retrofit-Komponenten richtet sich nach ihrer Kompatibilität mit der bestehenden Mechanik und ihrer Skalierbarkeit für künftige Anforderungen. Wichtig sind offene Standards und Herstellerunabhängigkeit, um langfristige Flexibilität und Ersatzteilverfügbarkeit sicherzustellen. Die Komponenten müssen aktuellen Sicherheitsnormen entsprechen und idealerweise über erweiterte Cybersicherheitsfunktionen verfügen. Zudem ist eine Kosten-Nutzen-Analyse unter Berücksichtigung von Energieeffizienz und Wartungsaufwand erforderlich.

Hintergrund: Retrofit

Diese Anbieterliste Retrofit umfasst auch: Retrofit Steuerung, Maschinenmodernisierung, Machine Retrofit