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Dieselpumpen Hersteller

Dieselpumpen sind mechanische oder elektrische Förderaggregate für Dieselkraftstoff und Heizöl. Sie transportieren Medien aus Kanistern, Tanks oder Containern zu Verbrauchern wie Fahrzeugen, Generatoren und Baumaschinen. Üblich sind Verdrängerprinzipien wie Zahnrad-, Flügelzellen- oder Kolbenpumpen. Häufig vorhanden sind Bypass und Überdruckventil. Antriebe reichen von 12/24 V DC mobil bis 230 V AC stationär. Typische Kennwerte: 20–100 L/min und 1,5–6 bar. MID-Zählwerke und ATEX können vorgeschrieben sein.

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Mehr über Dieselpumpen

Dieselpumpen fördern Dieselkraftstoff oder Heizöl aus Kanister, Tank oder Container zu einem Verbraucher wie Fahrzeug, Generator oder Baumaschine. Sie erzeugen einen Druckunterschied, der die Flüssigkeit auf der Druckseite bewegt und auf der Saugseite kontinuierlich nachströmen lässt. Auslegung, Antriebstechnik und Materialien bestimmen, wie zuverlässig die Pumpe bei Temperaturwechseln, unterschiedlichen Leitungswegen und variierenden Lastprofilen arbeitet.

Grundlagen und Funktionsweise

Aufbau und Betriebsprinzipien

Kernkomponenten sind ein Elektromotor, das Pumpengehäuse und ein Fördermechanismus wie Flügelzelle, Zahnrad oder Kolben. Drehende oder verdrängende Elemente saugen die Flüssigkeit an und leiten sie über die Druckseite weiter. Ein interner Bypass hält den Kreislauf bei geschlossener Zapfpistole offen, während ein Überdruckventil Bauteile schützt. Ein Dieselschlauch mit passendem Durchmesser reduziert Druckverluste.

Antriebsarten und Stromversorgung

Mobile Aggregate nutzen häufig 12/24 Volt Gleichstrom direkt von der Fahrzeugbatterie, stationäre Anlagen arbeiten mit 230 Volt über ein Netzgerät. Wichtige Kenngrößen sind Nennspannung, Leistungsaufnahme und Startstrom. Eine Fahrzeugeinrichtung mit Tragegriff erleichtert den Transport auf der Baustelle oder im Eisenhof. Heberschutzvorrichtung und geeignete Stromquelle verhindern unkontrollierte Leerverbräuche und sichern die Betankung ab.

Technische Spezifikationen und Messtechnik

Kennzahlen und Bauteile

Der geforderte Förderstrom reicht bei mobilen Fasspumpen von etwa 20 bis 60 Litern je Minute, stationäre Zapfpumpen liegen häufig bei 70 bis 100 Litern je Minute. Der maximale Druck bewegt sich je nach Bauart zwischen 1,5 und 6 bar. Ein präzises Zählwerk mit MID (Measuring Instruments Directive) ermöglicht abrechnungsfähige Messungen. Schlauchdurchmesser und Gewindeaufnahme der Armaturen müssen zur Pumpe passen.

Typische Daten mobiler und stationärer Ausführungen
Parameter Mobile Fasspumpe (12/24V) Stationäre Ausführung (230V)
Förderstrom ca. 20–60 L/min ca. 70–100 L/min, Industrie bis 500 L/min
Maximaler Druck ca. 1,5–2,5 bar ca. 2–6 bar
Nennspannung 12/24 V DC 230 V AC
Leistungsaufnahme 150–400 W 500–1500 W
Genauigkeit des Zählwerks ±1 % (ohne MID) ±0,5 % (mit MID)
Typische Lebensdauer 500–1500 h 3000–5000 h

Materialien und Betriebsgrenzen

Gehäuse aus Gusseisen oder korrosionsbeständigem Kunststoff, Dichtungen aus NBR oder Viton und ein robustes Pumpenlaufwerk tragen zur Langlebigkeit bei. Die zulässige Temperatur des Brennstoffs liegt meist zwischen -20 °C und +40 °C. Eine Tauchpumpe eignet sich für Heizöltanks, während Fasspumpe und Zapfsäule für die Dieselbetankung ausgelegt sind. Chemikalien erfordern gesonderte Materialbeständigkeit.

Auswahlkriterien und typische Anwendungen

Die passende Systemlösung definieren

Die Auslegung orientiert sich am Betankungsbedarf von Landwirt, Spedition oder Baumaschinenbesitzer: gelegentliche Versorgung aus Kanister oder IBC-Container, regelmäßige Dieselbetankung in der Werkstatt oder eine Bordanlage für das Motorboot. Für Notstromgenerator und Heizöltank bieten sich kompakte Aggregate an. Katalogkürzel wie Fasspumpe oder Tauchpumpe tauchen in Datenblättern auf, ersetzen aber keine Bauartbeschreibung.

  • Förderstrombedarf: Zapfzeiten, Leitungswege und Zapfpistolen bestimmen die Zielwerte in L/min.
  • Stromversorgung: Fahrzeugbatterie (12/24 V) oder Netzgerät (230 V) legt den Motortyp fest.
  • Materialien: Medienverträglichkeit von Gehäuse und Dichtungen gemäß Einsatzstoff.
  • Messtechnik: Zählwerk mit MID bei Abrechnung, Sichtfilter und Wasserabscheider optional.

Für mobile Betankungslösungen sind geringes Gewicht, Tragegriff und eine kompakte Fahrzeugeinrichtung hilfreich. Stationäre Anlagen profitieren von fest verlegten Leitungen mit geeigneter Aufnahme und angepasstem Schlauchdurchmesser. Bewässerung liegt außerhalb des Kernzwecks, kann jedoch bei Wassertransfer mit separater Pumpe realisiert werden, sofern Bauteile dafür freigegeben sind.

Sicherheit, Normen und Betrieb

Schutzmechanismen und Richtlinien

Ein Bypass begrenzt Druckspitzen, das Überdruckventil schützt Bauteile, und eine Heberschutzvorrichtung verhindert ungewolltes Auslaufen. Erdung, spritzwassergeschützte Motoren und ein widerstandsfähiger Dieselschlauch sichern den Betrieb. Die ATEX (Atmosphères Explosibles) ist in explosionsgefährdeten Zonen maßgeblich, während reine Dieselanwendungen oft ohne ATEX auskommen. MID-konforme Messtechnik ist für abrechnungsrelevante Abgaben verbindlich.

  • Leitungstechnik: Kurz gehaltene Saugstrecken und dichte Verschraubungen mindern Luftzutritt.
  • Armaturen: Passende Zapfpistolen, Filter und Rückschlagventile stabilisieren die Strömung.
  • Aufstellort: Fester Stand, Witterungsschutz und zugängliche Wartungsbereiche erleichtern den Betrieb.

Wartung, Ersatzteile und Service

Regelmäßig Dichtungen, Filterelemente und Zählwerke prüfen, Verschleißteile rechtzeitig tauschen und die Pumpe reinigen. Eine klare Berechnungsformel im Zähler erleichtert die Verbrauchsdokumentation für eine Gesellschaft mit Fuhrpark. Reparatur und Montageservice verkürzen Stillstände. Hersteller mit breitem Pumpenprogramm und belastbarer Antriebstechnik bieten Langzeitverfügbarkeit von Komponenten und Zubehör.

Typische Marken sind Piusi, Zehnder Pumpen, Pressol, FMT Swiss, Speidel, J. Schmalz, Koshin, Tuthill, GPI (Great Plains Industries), CEMO, Flaco, Tokheim, KSB, Grundfos und Bosch Rexroth. Solche Pumpen kommen auf Baustellen, im Eisenhof, bei der Spedition und in der Werkstatt zum Einsatz, sofern Stromquelle, Medienverträglichkeit und Betankung aufeinander abgestimmt sind.

FAQ zu Dieselpumpen

Was verursacht den Ausfall von Dieselpumpen am häufigsten

Hauptursachen für Dieselpumpenausfälle sind Kraftstoffverunreinigungen, Trockenlauf und Materialverschleiß durch abrasive Partikel. Unzureichende Filtration beschädigt empfindliche Förderkomponenten, während Betrieb ohne Medium Dichtungen und Laufwerk stark belastet. Regelmäßige Wartung, geeignete Filter und der vorbeugende Austausch von Verschleißteilen verlängern die Lebensdauer und senken die Betriebskosten.

Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit einer Dieselpumpe im Betrieb verbessern?

Die Wirtschaftlichkeit einer Dieselpumpe wird durch korrekte Dimensionierung, energieeffiziente Motoren und regelmäßige Wartung gesteigert. Eine passende Förderleistung vermeidet Energieverluste durch Überdimensionierung und Verschleiß bei Unterdimensionierung. MID-konforme Zählwerke ermöglichen eine präzise Verbrauchserfassung und transparente Abrechnung. Präventive Instandhaltung sichert hohe Verfügbarkeit und reduziert Ausfallzeiten von Fahrzeugen und Maschinen.

Sind Dieselpumpen auch für Heizöl und Biodiesel geeignet?

Viele Dieselpumpen können Heizöl fördern, da beide Flüssigkeiten chemisch und optisch ähnlich sind. Bei Biodiesel wie FAME oder HVO müssen jedoch Dichtungen und Schläuche auf Materialbeständigkeit geprüft werden, da diese Kraftstoffe aggressiver sein können. NBR-Dichtungen sind für Biodiesel nur eingeschränkt geeignet, während Viton meist beständiger ist. Ungeeignete Materialien können Korrosion oder Undichtigkeiten verursachen.

Wie werden moderne Dieselpumpen in digitale Flottenmanagementsysteme eingebunden?

Moderne Dieselpumpen lassen sich über Schnittstellen wie Ethernet oder Bluetooth in Flottenmanagementsysteme integrieren. Dadurch können Echtzeitdaten zu Füllständen, Verbrauch und Betankungszeiten je Fahrzeug oder Maschine erfasst werden. Die Anbindung ermöglicht automatisierte Tankvorgänge, eine effiziente Bestandsverwaltung und die Planung von Wartungsintervallen auf Basis realer Betriebsdaten. Dies erhöht die Transparenz und optimiert die Logistik im Fuhrpark.

Welche Sicherheitsanforderungen gelten beim Einsatz von Dieselpumpen im Feld?

Beim Einsatz von Dieselpumpen im Feld sind Brandschutz, Umweltschutz und elektrischer Sicherheit vorrangig. Erforderlich sind geerdete Systeme, spritzwassergeschützte Komponenten und ausreichende Abstände zu offenen Flammen. Zudem müssen Pumpen standsicher positioniert, Schlauchverbindungen dicht geprüft und Ölbindemittel bei Leckagen bereitgehalten werden. Regelmäßige Mitarbeiterschulungen minimieren Betriebsrisiken.

Wie werden Dieselpumpen auf alternative Kraftstoffe wie E-Fuels vorbereitet?

Die Umrüstung von Dieselpumpen auf synthetische Kraftstoffe wie E-Fuels oder HVO erfordert eine Prüfung und Anpassung der Materialbeständigkeit. Da diese Kraftstoffe andere chemische Eigenschaften als herkömmlicher Diesel aufweisen, müssen Dichtungen, Schläuche und Bauteile entsprechend getestet und modifiziert werden. Hersteller entwickeln derzeit spezifische Komponenten und Zertifizierungen, um Funktionalität und Sicherheit auch bei neuen Kraftstoffen zu gewährleisten. Der Markt führt schrittweise geeignete Lösungen ein.

Warum ist die Saugleistung bei der Auswahl einer Förderpumpe für Tanks entscheidend?

Die Saugleistung bestimmt, wie zuverlässig eine Pumpe Kraftstoff aus unterirdischen oder entfernten Tanks fördert. Sie beeinflusst die Ansaugfähigkeit bei langen Leitungen oder großen Höhenunterschieden. Eine zu geringe Saugleistung verursacht Kavitation, mindert den Förderstrom und kann die Pumpe beschädigen. Daher muss sie auf die Bedingungen des Tanklagers und die Viskosität des Mediums abgestimmt sein, um einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen.

Hintergrund: Dieselpumpen

  • Kraftstoffpumpe Wikipedia

    Kraftstoffpumpen befördern Treibstoff vom Tank zu Vergaser/Einspritzung. Heutige, vom Kraftstoff gekühlte Elektropumpen (Strömungs- oder Verdrängerprinzip, z. B. Zahnrad für Diesel) arbeiten mit 3–7 bar und geforderter hoher Zuverlässigkeit.