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Durchlaufregale Hersteller

Durchlaufregale sind schwerkraftbasierte Lagersysteme für sequenziellen Warenfluss nach dem FIFO-Prinzip. Ladungsträger bewegen sich auf leicht geneigten Rollenbahnen von der Einlager- zur Entnahmeseite, wodurch getrennte Gänge für Ein- und Auslagerung entstehen. Trenn- und Rückhaltevorrichtungen sowie Bremsrollen und Geschwindigkeitsregler sichern den Materialfluss. Varianten existieren für Paletten, Kartons und Kleinteile. Typische Neigung beträgt 3–6 % und der Betrieb erfolgt ohne externe Energie. Einsatzfelder sind Kommissionierung, Produktionsversorgung und Pufferlager.

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Mehr über Durchlaufregale

Durchlaufregale sind schwerkraftbasierte Lagerregale für den sequenziellen Warenumschlag nach dem FIFO-Prinzip. Nach der Einlagerung rollen die Ladungsträger auf einer leicht geneigten Rollenbahn zur Regalfront, wodurch getrennte Gänge für Ein- und Auslagerung entstehen. Das verkürzt Wegzeiten, sichert eine eindeutige Bestandskontrolle und führt den Materialfluss in Lagerhalle, Produktion und Versand geordnet über den vordefinierten Lagerkanal.

Funktionsprinzip und technischer Aufbau

Das System arbeitet mit Schwerkraft und definiertem Neigungswinkel, sodass die automatische Zuführung ohne externe Energie funktioniert. Die Tragkonstruktion als Metallregal trägt Rollbahn-Module mit Auflagefläche, Röllchenteilung und Stahlachse. Die Einlagerung erfolgt an der Rückseite, die Entnahme an der Regalfront. Trennvorrichtung, Vereinzelungstechnik, Rückhaltevorrichtung und Anschlag sichern die Übergabe an der Entnahmestelle und verhindern unkontrollierte Auslagerung auch bei variierender Geschwindigkeit und Packung.

Zur Geschwindigkeitskontrolle dienen Bremszone, Bremsrolle und Geschwindigkeitsregler. So arbeiten die Strecken geräuscharm und die Lärmbelastung bleibt gering. Regalfeld-Geometrie, Palettenlauf und Durchlaufprofil lassen sich über Verstellrast und Ausgestaltung an Gegebenheiten, Gewichtsspektrum und Behältertyp anpassen. An der Bedienseite erhöhen Handlauf, Trittstufe und eine klare Wegeführung die Sicherheit und vermeiden Behinderungen durch innerbetrieblichen Verkehr.

Varianten und messbare Eigenschaften

Ausführungen nach Ladungsträgern

Für die Palettenlagerung sind Paletten-Durchlaufbahnen mit hoher Tragfähigkeit ausgelegt. Carton-Flow-Regale führen Kartons und Lagerbehälter auf Röllchenleisten. Kleinteile-Durchlaufregale unterstützen die Kleinteilelagerung und die präzise Bereitstellung kleiner Packungseinheiten. Abmessungen, Lagerkapazität je Kanal, Gewichtsspektrum und Laufstrecke je Durchlaufkanal richten sich nach Materialvorrat, geplantem Umschlag und der Lagerhaltung im konkreten Lagerraum.

Kennzahlen und Normen

Typisch sind 3–6% Neigungswinkel, je Behältertyp am Prüfstand verifiziert. Prüflabordaten unterstützen die Auswahl geeigneter Rollenbeläge. Palettenbahnen tragen pro Kanal bis 1.500 kg, Carton-Flow bis 50 kg pro Meter. Lärmemissionen unter 65 dB(A) gemäß DIN EN ISO 11201 belegen geräuscharme Strecken. Flächeneinsparungen bis 60% steigern die Raumnutzung und verringern die benötigte Grundfläche pro Stellplatz. Zeitstudien berichten von 20–40% höherer Kommissioniergeschwindigkeit durch kürzere Kommissionierwege und geordnete Zuführung bei konstanter Kontrolle des Lagerbestands.

Vergleich gängiger Durchlaufvarianten
Merkmal Paletten-Durchlaufregal Carton-Flow- und Kleinteile-Variante
Ladungsträger Paletten (Euro, Industrie) Kartons, Lagerbehälter, kleine Kisten
Tragfähigkeit bis 1.500 kg je Kanal bis 50 kg je Meter
Einsatzbereich Pufferlager, Versand, Produktionsversorgung Kommissionierung, Materialvorrat, Montage
Besonderheiten getrennter Verkehr, lange Laufstrecke feine Röllchenteilung, kurze Wegzeit

Auswahl, Planung und Betrieb

Parameter für die Systemauswahl

Planungsgrößen sind Ladungsträger, Abmessungen, Behältertyp, die erforderliche Lagerkapazität, die Anzahl der Kanäle und die geplante Umschlaghäufigkeit. Ergänzend zählen Sicherheitsstandard, Branche (z. B. Lebensmittel und Pharmaindustrie) und Umgebungsbedingungen. Layoutentscheidungen betreffen Lagerfläche, Durchlaufkanal je Artikel, Lagerkanal-Tiefe, Stellplatz je Regalfeld sowie die Bedienseite. Präzise Einlagerung an der Rückseite reduziert Laufstrecken, Kommissionierwege und Behinderungen durch innerbetrieblichen Verkehr.

Wirkung auf OEE und TCO

Die OEE (Overall Equipment Effectiveness) profitiert von verfügbarer Ware an der Regalfront und stabilen Arbeitsabläufen mit geringer Fehlerquote. Die TCO (Total Cost of Ownership) sinkt durch kürzere Bedienzeiten, reduzierte Wege, geringere Bedienerbewegung und niedrigeren Energieverbrauch, da die Schwerkraft die Zuführung übernimmt. Die eindeutige FIFO-Reihenfolge erleichtert die Kontrolle, stützt die Lieferfähigkeit und hält den Wartungsaufwand planbar.

Anwendungsfelder und Integration in Abläufe

Typische Einsatzorte sind Kommissionierbereiche mit hoher Artikelbewegung, die Produktionsversorgung mit kontinuierlichem Materialvorrat sowie Pufferlager vor Versandstationen. In temperaturgeführten Zonen oder Bereichen mit Haltbarkeitsdatum unterstützt das FIFO die transparente Chargenüberprüfung. Eine klare Wegeführung an der Bedienseite mit Handlauf, Trittstufe und gekennzeichneter Grundfläche vermeidet Behinderungen und sorgt für stabile Arbeitsbedingungen.

  • Produktionsversorgung: konstante Zuführung an Montage, geordnete Regalbestückung je Regalfeld.
  • Kommissionierbereiche: kurze Wegzeit an der Regalfront, strukturierte Auslagerung pro Stellplatz.
  • Pufferlager: Entkopplung von Wareneingang und Versand, planbarer Warenumschlag pro Lagerkanal.
  • Lagerung mit Datum: Haltbarkeitsdaten von Lebensmitteln werden sichtbar, auch bei variierender Packung.

Hersteller und Systemintegration

Bewährte Anbieter wie Bito, Dexion, Galler, Jungheinrich, Klinkhammer, Kardex Remstar, Metalsistem, SSI Schäfer, Still und Viastore liefern Regale als Modulsystem mit Stecksystem, sodass jedes Lagermodul zügig skaliert, gewartet und in bestehende Prozesse eingebunden werden kann. Herstellerdokumente mit Prüflabor-Nachweisen, Fotogalerie, Produktionsserie und Angaben zu Sonderanwendungen erleichtern die Integration sowie die Auswahl der passenden Ausgestaltung.

Begriffssammlung und Randaspekte

  • Synonyme und Schreibvarianten: Uneinheitliche Katalogschreibweisen sind teils anzutreffen, heute jedoch vereinheitlicht dokumentiert.
  • Sicherheit an der Bedienseite: Handlauf und Trittstufe sichern den Zugang, klare Wege vermeiden Behinderungen durch Verkehr und stützen belastbare Arbeitsbedingungen.
  • Feinmechanik der Strecke: Röllchenteilung, Verstellrast, Stahlachse und präzise Auflagefläche definieren den ruhigen Lauf und die Ausgestaltung je Regalfeld.
  • Brems- und Stopptechnik: Bremsrolle, Bremszone, Rückhaltevorrichtung und Anschlag gewährleisten die Geschwindigkeitskontrolle.
  • Logistiksteuerung: Bestandskontrolle und Überwachung halten den Lagerbestand transparent, die Lagerhaltung bleibt revisionssicher.
  • Layout und Fläche: Lagerfläche, Grundfläche, Stellplatz, Lagerraum sowie Lagerkanal bestimmen das örtliche Raster und die Laufstrecke je Durchlauf.
  • Betrieb und Geräusch: Wartungsaufwand, Langlebigkeit, Robustheit und geräuscharm ausgelegte Bauteile reduzieren die Lärmbelästigung im Betrieb.
  • Dokumentation und Zubehör: Fotogalerie, Produktionsserie, Sonderanwendungen und Präsentationstablett helfen bei Planung, Schulung und Regalbestückung.
  • Systemvergleich: Einfahrregal ohne getrennten Verkehr versus Palettenlauf mit FIFO – Unterschiede bei Wegzeit, Kommissionierwegen, Einsparung und Behältertyp.
  • Integration und Module: Modulsystem, Stecksystem und Lagermodul erleichtern die Integration in bestehende Regale und den Transport in der Montage.

FAQ zu Durchlaufregale

Wie wird der Return on Investment (ROI) von Durchlaufregalen berechnet?

Der ROI von Durchlaufregalen ergibt sich aus dem Verhältnis der Investitionskosten zu den erwarteten Einsparungen. Diese entstehen durch geringeren Arbeitsaufwand bei Kommissionierung und Einlagerung, niedrigere Energiekosten dank Schwerkraftnutzung und weniger Fehlbestände durch das FIFO-Prinzip. In die Berechnung fließen zudem Effekte aus effizienteren Lieferketten und höherer Kundenzufriedenheit ein. Eine Amortisationszeit von ein bis drei Jahren gilt als realistisch.

Welche Faktoren sind für eine effiziente Implementierung von Durchlaufregalen ausschlaggebend?

Zentrale Schritte sind eine präzise Bedarfsanalyse und die exakte Auslegung der Kanäle. Die Systeme müssen auf Ladungsträger und Kommissionierprofile abgestimmt sein. Ergänzend sind Schulungen des Personals sowie ein Pilotbetrieb vor der vollständigen Einführung erforderlich, um Engpässe frühzeitig zu identifizieren und zu beheben.

Wie lassen sich Durchlaufregale effizient in moderne Warehouse Management Systeme integrieren?

Durchlaufregale werden über bidirektionale Datenschnittstellen in das WMS eingebunden. Sensoren an Ein- und Auslagerpunkten erfassen Bestände in Echtzeit, sodass das System Nachschubprozesse präzise steuern kann. Das führt zu optimierten Kommissionierwegen, automatischer Bestandsaktualisierung und höherer Transparenz im Materialfluss, wodurch Fehlerquoten deutlich sinken.

Wie beeinflussen KI und Automatisierung die Weiterentwicklung von Durchlaufregalsystemen?

KI und Automatisierung steigern die Effizienz von Durchlaufregalsystemen durch prädiktive Wartung und dynamische Kanalbelegung. KI-Algorithmen werten Sensordaten der Rollenbahnen aus, erkennen Verschleiß frühzeitig und passen Wartungsintervalle an, um Ausfallzeiten zu reduzieren. Automatisierte Zuführ- und Entnahmesysteme wie Roboterarme oder fahrerlose Transportsysteme erhöhen zusätzlich die Prozesssicherheit und minimieren Bedienfehler.

Wie können Verschleiß und Wartungsaufwand bei Rollenbahnen in Durchlaufregalen reduziert werden?

Verschleiß und Wartungsaufwand lassen sich durch hochwertige Materialien sowie regelmäßige Reinigung und Inspektion senken. Rollen mit niedrigem Reibungskoeffizienten und stabilen Achsen erhöhen die Lebensdauer. Eine exakt eingestellte Neigung verhindert überhöhte Laufgeschwindigkeiten und Abrieb. Die konsequente Dokumentation der Wartung ermöglicht eine vorausschauende Planung.

Wie beeinflussen Durchlaufregale die Energieeffizienz und den CO2-Ausstoß im Lagerbetrieb?

Durchlaufregale nutzen die Schwerkraft für den innerbetrieblichen Warentransport und benötigen keine zusätzliche Energiezufuhr. Die kompakte Lagerung und kürzeren Wege für Flurförderzeuge und Kommissionierer senken den Energiebedarf für Transport und Beleuchtung. Insgesamt verringert sich der CO2-Ausstoß und die Betriebskosten sinken.

Wie lässt sich die Flexibilität von Durchlaufregalen für unterschiedliche Ladungsträger und Auftragsspitzen erhöhen

Die Flexibilität von Durchlaufregalen steigt durch modulare Bauformen und verstellbare Komponenten. Systeme mit anpassbaren Rollenleisten und Kanalbreiten ermöglichen den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Karton- oder Behältergrößen. Bei Auftragsspitzen kann die Kanaltiefe angepasst oder zusätzliche Kanäle kurzfristig aktiviert werden, um die Lagerkapazität effizient zu skalieren, ohne umfangreiche Umbauten vorzunehmen.

Hintergrund: Durchlaufregale

  • Durchlaufregal Wikipedia

    Wikipedia beschreibt Durchlaufregale als Regalsysteme mit getrennten Ein-/Ausgangsseiten, in denen Ladeeinheiten per Schwerkraft oder Antrieb auf Rollenbahnen zum Entnahmeplatz nach FIFO laufen; hohe Flächennutzung, effiziente Kommissionierung.

Diese Anbieterliste Durchlaufregale umfasst auch: Paletten Durchlaufregale