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Eingabesysteme Hersteller

Eingabesysteme sind Mensch-Maschine-Schnittstellen zur Erfassung von Nutzereingaben und deren Umwandlung in Steuerimpulse für Geräte, Maschinen und Anlagen. Sie umfassen Tastaturen, Sondertastaturen, Touchscreens, Controller und Fernbedienungen und sind häufig mit Anzeigesystemen gekoppelt. Zentrale Funktionen sind Befehlseingabe, Navigation und Rückmeldung durch taktiles, visuelles oder akustisches Feedback. Relevante Kriterien sind Ergonomie, Umgebungsbedingungen, Schutzarten wie IP und Lebensdauer.

Liste Hersteller Eingabesysteme

Siemensstr. 1, 74722 Buchen
GERMANY

Matthäus-Ring 3, 33154 Salzkotten
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Eingabesysteme

Folientastaturen im industriellen Einsatz – technische Einordnung

BS Deutschland: Folientastaturen sind verbreitete Eingabesysteme in industriellen Anwendungen. Der Beitrag ordnet die Technologie sachlich ein und beschreibt typische Einsatzbedingungen.

Klassische oder kapazitive Folientastatur – technische Abgrenzung

BS Deutschland: Klassische und kapazitive Folientastaturen unterscheiden sich im Funktionsprinzip und in der Integration. Der Beitrag gibt eine sachliche technische Einordnung.

HMI-Folientastaturen als integrierte Bedienoberfläche

BS Deutschland: HMI-Folientastaturen fassen Eingabe- und Anzeigeelemente zu einer gemeinsamen Bedienoberfläche zusammen. Der Beitrag ordnet diese Systeme technisch ein.

Kundenspezifische Eingabesysteme in industriellen Serienprojekten

BS Deutschland: Kundenspezifische Eingabesysteme werden eingesetzt, wenn Standardlösungen technische oder funktionale Anforderungen nicht abdecken. Der Beitrag ordnet den Einsatz in Serienprojekten ein.

Mehr über Eingabesysteme

Eingabesysteme bilden das unmittelbare Interface zwischen Mensch und Technik und prägen als sicht- und fühlbare Visitenkarte den ersten Eindruck eines Endgeräts. Sie steuern die Interaktion, übertragen Befehle und binden Anzeigesysteme ein. In einem HMI (Human-Machine Interface, HMI) bestimmt zielgerichtete Ergonomie den Gebrauchswert, damit die Bedienung in produktiver Vergessenheit verschwindet und die Aufgabe im Vordergrund bleibt.

Grundlagen: Rolle, Geräteklassen und Systemgrenzen

Als Peripherie reichen diese Systeme von klassischen Tastaturen und Sondertastaturen bis zu Touch-Displays, Controllern und Fernbedienungen. Sie erscheinen als Bedieneinheit am Gerät, als Peripheriegerät am Panel oder als integrierte Lösung in der Maschinensteuerung. Standardeingabeeinheiten und maßgeschneiderte Eingabelösungen decken Anwendungen von Laborgeräten über Nutzfahrzeug-Kabinen bis zur öffentlichen Ausrüstung ab. Ein zugehöriges Anzeigesystem liefert visuelle Rückmeldung.

Definition und Kernfunktionen

Eingabetechnologie umfasst mechanische, membranbasierte und berührungsbasierte Touchelemente, die Daten, Kommandos und Navigationsereignisse in Steuerimpulse übersetzen. Taktiles Feedback, Tastenform und Tastaturaufbau bestimmen die Orientierung, während Tastensymbol, Beschriftung und Nachtdesign die Lesbarkeit sichern. Wo keine Mechanik wirkt, erzeugen Display und Haptik-Designs die notwendige Rückmeldung bei Berührung, damit die Interaktion zielgenau bleibt.

Integration in anspruchsvolle Umgebungen

In der Medizintechnik, im Nutzfahrzeug oder in Industrieanlagen erfordern Montage, Elektronikmodul und Displayintegration eine enge Kopplung an Elektronikgehäuse und Software-Controller. Beständigkeit gegen Desinfektionsmittel, mechanische Beanspruchung und Fehlbedienung sichert die Produktsicherheit. Ein dokumentierter Qualitätsstandard und ein belastbares Qualitätsmanagementsystem tragen die Realisation vom Prototyp über den Werkzeugbau bis zur Serienfertigung.

Technologien und Aufbau

Mechanische Tasten liefern ein präzises Klickgefühl, hohe Schaltzyklen und klare Rückmeldung. Membrantastaturen nutzen Leiterfolien, Schnappscheiben und Gegenzug-Folien. Mehrlagige Kleber definieren Hub, Dichtigkeit und Reinigungsmöglichkeit. Kapazitive oder resistive Touchsysteme ersetzen den Hub durch Berührung und benötigen eindeutiges visuelles Feedback. Typische Betätigungskräfte liegen zwischen 1 und 5 Newton. Die Lebensdauer mechanischer Kontakte erreicht Millionen Zyklen.

Mechanische und Membran-Varianten

Mechanische Schalter punkten mit austauschbaren Modulen, definierter Tastenform und einfacher Bestückung auf Trägerplatten. Flache Membranaufbauten ermöglichen dichte Fronten, variable Bedruckung per Siebdruck, Digitaldruck oder Laserätzung und detaillierte Beschriftung. Für das Frontdesign sichern UV-Lack, Piktogramm-Relief und Hinterleuchtung ein sauberes Nachtdesign. Die Folienstatik wird über Gegenzug und passgenauen Kleber stabilisiert, wodurch eine hohe Dichtigkeit und planbare Reinigung entsteht.

Touch- und kapazitive Systeme

Kapazitive Touchelemente erlauben Gestensteuerung und arbeiten hinter Glas, optional mit Panzerglas oder gehärtetem Kunststoff. Resistiver Aufbau erzeugt einen spürbaren Druckpunkt und toleriert Handschuhbedienung. Da kein taktiles Feedback vorliegt, übernehmen Display, Animation und akustische Signale die Orientierung. Ein Touchpanel minimiert mechanischen Verschleiß und erleichtert die Abdichtung der Frontfläche.

Spezialisierte Lösungen

Hygienetastaturen und robuste Sondertastaturen richten sich an Medizin, Labor und Lebensmittelumfeld mit geschlossener Oberfläche und klarer Reinigungsmöglichkeit. Für mobile Einsätze kombinieren Controller und Fernbedienung Stoßschutz, drahtgebundene oder drahtlose Peripherie und dichte Gehäuse. Branchenlösungen nutzen ein technisches Alleinstellungsmerkmal wie erhöhte Dichtigkeit oder eine softwaregestützte Besonderheit in der Bedienlogik.

Materialien, Gehäuse und Gestaltung

Kunststoff erlaubt komplexe Geometrien und eine kostengerechte Fertigung. Aluminium und Stahlblech dienen als stabile Basis für Industriegehäuse mit optionaler Abschirmung gegen Störungen. Die Befestigungsart, die Einbaumöglichkeit und die Bearbeitungsmöglichkeit der Frontplatte beeinflussen Stabilität, Dichtigkeit und Servicefreundlichkeit. Für chemikalienexponierte Anwendungen entscheidet die Verträglichkeit der Oberflächen mit Reinigern und Desinfektionsmitteln.

Frontdesign und Anpassung

Frontdesigns binden Anzeige, Tastenfelder und Sensorflächen ein. Gravuren, selektive Bedruckung und rückseitige Hinterleuchtung erzeugen dauerhafte Tastensymbole und klare Markierungen. Eine saubere Displayintegration minimiert Schmutzkanten. Panzerglas erhöht Kratzfestigkeit und verbessert die optische Qualität des Displays. Farb- und Materialauswahl wirken auf Markenwahrnehmung, ohne die Funktionalität zu überdecken.

Technische Kenngrößen und Standards

Der Schutzgrad nach IEC 60529 reicht bei industriellen Ausführungen von IP65 bis IP69K. Mechanische Keyswitches erreichen bis zu 50 Millionen Schaltzyklen, Membransysteme etwa 1 bis 10 Millionen, Touchsysteme zeigen kaum mechanischen Verschleiß. Typische Temperaturfenster liegen zwischen -20 °C und +60 °C, Spezialausführungen zwischen -40 °C und +85 °C. Diese Werte stützen OEE (Overall Equipment Effectiveness) und TCO (Total Cost of Ownership) durch planbare Lebenszeit, geringere Stillstände und reduzierte Austauschintervalle.

Vergleich gängiger Technologien

Merkmale zentraler Eingabetechnologien
TechnologieHaptik/FeedbackMax. IP / typische Lebensdauer
Mechanische TastenDeutlich taktil, klarer DruckpunktIP65 / bis 50 Mio. Zyklen
MembrantastaturSanft, abhängig von SchnappscheibeIP69K / 1–10 Mio. Zyklen
Kapazitiver TouchKein Hub; Feedback über DisplayIP69K / nahezu verschleißfrei
Resistiver TouchDruckpunkt spürbarIP67 / 1–5 Mio. Berührungen

Auswahlkriterien und Einsatzfelder

Der Anforderungskatalog bündelt Rahmenbedingungen, Nutzerprofile und Wartungsstrategie. In Prozessanlagen zählen dichte Fronten und materialkonforme Dichtungen, im Nutzfahrzeug die Lesbarkeit bei Vibration und wechselnder Witterung, in Reinräumen chemische Beständigkeit und fugenarme Flächen. Öffentliche Terminals benötigen vandalismusresistente Oberflächen, klare Beschriftung und intuitive Wege über Tastensymbol und Displayführung.

  • Schutzgrad: Staub- und Wasserdichtigkeit, Öl- und Chemikalienbeständigkeit sowie Desinfektionsverträglichkeit definieren die Umgebungstauglichkeit.
  • Betriebsumgebung: Temperatur, Feuchte, Vibration, Stoß und Handschuhbedienung bestimmen Sensorik, Glasstärken und Dichtkonzept.
  • Ergonomie: Tastenabstand, Betätigungskraft, Tastenform und visuelles Feedback über Anzeigesystem oder Display sichern zielsichere Bedienung.
  • Montage und Service: Einbaumöglichkeit, Befestigungsart, modulare Bestückung sowie Austauschbarkeit von Frontmodulen reduzieren Stillstandszeiten.
  • Lebenszyklus: Geplante Lebenszeit, Wartungsintervalle und Ersatzteilstrategie beeinflussen Beschaffung und TCO.

Branchenspezifische Beispiele

Operationssaal-Bedienfelder verlangen fugenarme Oberflächen, Hygiene-Design und dichte Folienfront, wobei die Reinigungsmöglichkeit die Auswahl bestimmt. In der Maschinenhalle zählen Stoßfestigkeit, haptische Orientierung und Robustheit der Dichtung gegen Witterung und Kühlschmierstoffe. Ticketautomaten im öffentlichen Raum benötigen klare Wegeführung und widerstandsfähige Oberflächen, die Erwartungen an Barrierefreiheit und Sauberkeit erfüllen.

Werkstoffe, Fertigung und Realisation im Detail

Gehäuse aus Aluminium oder Stahlblech tragen Lasten, leiten Wärme ab und bieten bei Bedarf leitfähige Pfade zur Abschirmung. Kunststoff unterstützt organische Formen, Funktionsintegration und wirtschaftliche Serien. Im Werkzeugbau werden Toleranzen für Dichtung, Fenster und Tastmatrizen definiert. Präzises Engineering koppelt Elektronikmodul, Leiterplatte und Frontaufbau. Ein geeignetes Elektronikgehäuse schützt Schnittstellen, ein Display bleibt durch strukturiertes Frontdesign blendarm und kratzfest.

Markt, Hersteller und Lieferumfänge

Bekannte Anbieter sind RAFI, EAO, Cherry, NKK Switches, Fujitsu Components, GETT Gerätetechnik, InduKey, Hoffmann + Krippner, Preh, Marquardt, Schurter, Elo Touch Solutions und Advantech. Ihr Portfolio reicht von Standardeinheiten bis zu projektspezifischen Lösungen inklusive Frontdesign, Realisation der Displayintegration, Controller-Auslegung und Qualifizierung nach Branchenregeln. Viele begleiten das Projekt mit Prüfplänen und einem dokumentierten Serviceversprechen, das Anschlüsse, Softwaretreiber und Austauschbarkeit über den Produktlebenszyklus beschreibt.

Sicherheits- und Compliance-Aspekte

Für medizinische und industrielle Anwendungen sichern Nachweise zur Materialverträglichkeit, zur elektrischen Sicherheit und ein auditierbares Qualitätsmanagementsystem die Konformität. Ein belastbarer Nachweis zum Maschinensteuerung-Verhalten, etwa zur Entprellung und Fehlerreaktion, verhindert Fehlbedienungen. Gezielte Abschirmung, geeignete Dichtkonzepte und klar definierte Schnittstellen zwischen Peripherie und Steuerung erhöhen Zuverlässigkeit ohne unnötige Komplexität.

FAQ zu Eingabesysteme

Wie senken hochwertige Eingabesysteme die langfristigen Betriebskosten?

Hochwertige Eingabesysteme verringern Betriebskosten durch geringere Ausfallzeiten und reduzierten Wartungsaufwand. Sie erhöhen die Overall Equipment Effectiveness (OEE) um bis zu 15 Prozent und senken die Total Cost of Ownership (TCO) durch längere Lebenszyklen. Eine ergonomische Gestaltung minimiert Fehlbedienungen und steigert die Produktivität. Die höheren Anfangsinvestitionen amortisieren sich meist innerhalb weniger Jahre durch diese Effizienzgewinne.

Welche Bedeutung haben künstliche Intelligenz und Haptik-Technologien für moderne Eingabesysteme?

Künstliche Intelligenz ermöglicht adaptive Benutzerschnittstellen, die sich an individuelle Nutzungsmuster anpassen und die Effizienz erhöhen. Fortschrittliche Haptik-Technologien liefern präzises taktiles Feedback durch variable Kraftrückmeldungen oder gezielte Vibrationen und verbessern so die Benutzerführung. Zudem unterstützt KI die Fehlererkennung und proaktive Wartung, wodurch die Interaktion intuitiver und sicherer wird.

Welche zentralen Herausforderungen entstehen bei der Integration neuer Bedienelemente in bestehende Industrieanlagen?

Die Integration neuer Bedienelemente in bestehende Industrieanlagen erfordert die Überwindung von Kompatibilitätsproblemen zwischen Hard- und Software, insbesondere bei älteren Legacy-Systemen. Häufig müssen unterschiedliche Kommunikationsprotokolle wie OPC UA und Modbus miteinander verknüpft werden. Zudem stellen IT-Sicherheit und die Schulung des Personals wesentliche Herausforderungen dar. Eine modulare Systemarchitektur und offene Schnittstellen sind dafür zentrale Erfolgsfaktoren.

Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Bedieneinheiten über den gesamten Produktlebenszyklus steigern?

Nachhaltigkeit kann durch langlebige und recycelbare Materialien wie spezielle Kunststoffe oder Aluminium erhöht werden. Eine modulare Konstruktion erleichtert Reparaturen und den Austausch einzelner Komponenten, was die Lebensdauer verlängert. Energieeffiziente Betriebsweisen und regelmäßige Software-Updates verbessern zusätzlich die Umweltbilanz. Wesentlich sind zudem die Einhaltung von Umweltstandards und die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind bei vernetzten Eingabesystemen entscheidend, um Cyberangriffe zu verhindern?

Vernetzte Eingabesysteme benötigen ein mehrstufiges Sicherheitskonzept mit starker Authentifizierung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und konsequentem Zugriffsmanagement. Regelmäßige Firmware-Updates und Sicherheitspatches schließen bekannte Schwachstellen. Eine physische Absicherung der Hardware schützt zusätzlich vor Manipulation und unbefugtem Zugriff.

In welchen Anwendungsbereichen sind gestenbasierte Interfaces haptischen Lösungen überlegen?

Gestenbasierte Interfaces sind besonders geeignet für sterile Umgebungen wie Operationssäle oder Reinräume, da keine Berührung erforderlich ist. Sie bieten zudem Vorteile, wenn Bediener keine Hände frei haben oder aus der Distanz agieren müssen, etwa bei der Steuerung großer Maschinen. Haptische Lösungen sind dagegen vorzuziehen, wenn präzises Feedback und taktile Rückmeldung entscheidend sind, beispielsweise in Fahrzeugcockpits oder sicherheitskritischen Industriesteuerungen.

Warum ist Benutzerfreundlichkeit bei modernen Mensch-Maschine-Schnittstellen entscheidend für Akzeptanz und Produktivität?

Benutzerfreundliche Mensch-Maschine-Schnittstellen verkürzen die Lernkurve und reduzieren die Einarbeitungszeit neuer Nutzer. Eine intuitive Bedienung senkt Fehlerraten um bis zu 30 Prozent und steigert die Effizienz der Arbeitsprozesse. Dies erhöht die Anwenderakzeptanz, fördert die Produktivität und trägt wesentlich zur Arbeitszufriedenheit bei.

Hintergrund: Eingabesysteme

  • Mensch-maschine-schnittstelle Wikipedia

    Die Wikipedia erläutert Benutzerschnittstellen/HMIs als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: ergonomische, benutzerfreundliche Gestaltung, eindeutiges Feedback, sicherheitsrelevante Kennfarben/-symbole (IEC/EN), vielfältige UI-Typen (Tasten, Touch, GUI, Sprache, CLI) und industrielle SCADA-Anwendungen mit Gestaltungsrichtlinien.

Diese Anbieterliste Eingabesysteme umfasst auch: Industrielle Eingabesysteme, Hmi Eingabesystem