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Eingabesysteme Hersteller – Vergleich

Als Teil der Mensch‑Maschine‑Schnittstelle (HMI) fassen Eingabesysteme die zur Interaktion nötigen Komponenten zusammen, von Tastenfeldern und Touchpanels bis zur Bedieneinheit mit Display, hinterlegter Beleuchtung und kapazitiver oder taktiler Betätigung. In der Automatisierungstechnik von Lebensmittel- und Pharmaabfüllanlagen steuern Teams Rezepturwechsel, Chargenfreigaben und Alarmquittierungen über das Interface der Maschine, oft unter Vibration, Temperaturwechseln und Handschuhbetrieb. Bei der Beschaffung entscheidet die geforderte Schutzart nach DIN EN 60529 (z. B. IP69K) für Front und Rückseite, weil Reinigungszyklen mit Hochdruck und Spritzwasser die Dichtlinie dauerhaft beanspruchen.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Eingabesysteme Hersteller

Siemensstr. 1, 74722 Buchen
GERMANY

Matthäus-Ring 3, 33154 Salzkotten
Deutschland

Eingabesysteme Fachartikel

Folientastaturen im industriellen Einsatz – technische Einordnung

BS Deutschland: Folientastaturen sind verbreitete Eingabesysteme in industriellen Anwendungen. Der Beitrag ordnet die Technologie sachlich ein und beschreibt typische Einsatzbedingungen.

Klassische oder kapazitive Folientastatur – technische Abgrenzung

BS Deutschland: Klassische und kapazitive Folientastaturen unterscheiden sich im Funktionsprinzip und in der Integration. Der Beitrag gibt eine sachliche technische Einordnung.

HMI-Folientastaturen als integrierte Bedienoberfläche

BS Deutschland: HMI-Folientastaturen fassen Eingabe- und Anzeigeelemente zu einer gemeinsamen Bedienoberfläche zusammen. Der Beitrag ordnet diese Systeme technisch ein.

Kundenspezifische Eingabesysteme in industriellen Serienprojekten

BS Deutschland: Kundenspezifische Eingabesysteme werden eingesetzt, wenn Standardlösungen technische oder funktionale Anforderungen nicht abdecken. Der Beitrag ordnet den Einsatz in Serienprojekten ein.

Weitere Eingabesysteme Hersteller

WIKO-Technik Michael Brüchert e.K., Eingabesysteme WIKO-Technik Michael Brüchert e.K.

Über Eingabesysteme

Eingabesysteme bilden die taktile und sensorische Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Sie übertragen Steuerimpulse präzise an die zugrunde liegende Standardelektronik einer Anlage. Für hohe Zuverlässigkeit kommen Baugruppen zum Einsatz, deren Dichtkonzept und Frontmechanik für den industriellen Dauerbetrieb ausgelegt sind. Robustheit entsteht aus der abgestimmten Materialwahl und dem passenden Montageprinzip.

Technischer Aufbau und Funktion von Eingabesystemen

In großen Fertigungslinien müssen Eingabesysteme auch unter Vibration und Temperaturwechseln exakt reagieren. Eine Bedieneinheit besteht typischerweise aus einem Folientastaturlayer oder einem Touchpanel mit rückseitiger Trägerplatte. Das integrierte Display liefert Status- oder Prozessinformationen direkt ins Blickfeld des Bedieners. Eine homogene Beleuchtung über Leuchtdioden unterstützt die Lesbarkeit bei wechselnden Lichtbedingungen.

An der mechanischen Rückseite befindet sich das Befestigungskonzept mit Montagesatz und Dichtungsebene. Hier sitzen auch die Komponenten für die Spannungsversorgung und die elektrische Anbindung an die Schnittstelle der Steuerungstechnik. Ein schlagfestes Sichtfenster schützt das Bildschirmglas vor Partikeleinschlag – entscheidend bei Anlagen mit offenen Bearbeitungsräumen.

Konstruktive Varianten im industriellen Umfeld

Eingabesysteme unterscheiden sich weniger im Prinzip als in der Art der Signalaufnahme. Die folgende Übersicht zeigt zwei Hauptvarianten:

Vergleich gängiger Technologien bei industriellen Eingabesystemen
KriteriumFolientastaturKapazitives Touchpanel
TechnologieprinzipGedruckte Leiterbahnen mit KontaktpunktenElektrische Feldänderung durch Fingerberührung
DruckpunktTaktile Rückmeldung über Prägung spürbarGlatte Oberfläche ohne haptisches Feedback
Schutzart nach DIN EN 60529*bis IP65 (Front)bis IP69K (Front)
Bedienszenario*Bedienung mit Handschuhen möglichMehrfingereingabe (Multi-Touch) realisierbar
Spezialfunktion*Tastenprägung mit LED-HinterlegungSchnellzugriff über Gestensteuerung

*Normverweise gemäß DIN EN 60529 beziehen sich auf Schutzarten gegen Wasser und Fremdkörper.

Anforderungen an Material und Umgebungseinflüsse

Nicht jedes Gehäusematerial widersteht Chemikalien gleichermaßen. Das ist in Prozessanlagen mit Reinigungszyklen über 80 °C Wassertemperatur besonders relevant. Edelstahl hält solchen Bedingungen zuverlässig stand.

Hersteller sind BS Deutschland GmbH, Hoffmann + Krippner GmbH & Co. KG, WIKO-Technik Michael Brüchert e.K.

FAQ zu Eingabesysteme

Welche Faktoren bestimmen die Gesamtkosten industrieller Eingabesysteme

Die Kosten industrieller Eingabesysteme ergeben sich aus Anschaffung, Installation, Wartung und Energieverbrauch über die gesamte Lebensdauer. Je nach Komplexität, Schutzart und integrierten Funktionen reichen die Anschaffungskosten von etwa 100 Euro für einfache Folientastaturen bis über 2000 Euro für robuste Touchpanels mit spezieller Elektronik. Zusätzlich sind Ausgaben für Ersatzteile und mögliche Ausfallzeiten zu berücksichtigen. Eine Total Cost of Ownership Analyse über 5 bis 7 Jahre ermöglicht die Bewertung der wirtschaftlichsten Lösung.

Welche Schnittstellen werden in industriellen Eingabesystemen üblicherweise verwendet?

Industrielle Eingabesysteme kommunizieren über standardisierte Schnittstellen wie Ethernet (PROFINET, EtherCAT), USB, RS232, RS485 und CAN-Bus. Touchpanels nutzen zusätzlich DVI oder DisplayPort für die Bildausgabe. Die Auswahl sollte sich an der bestehenden Anlageninfrastruktur orientieren, um Kompatibilitätsprobleme und Integrationsaufwand zu vermeiden.

Wie wird ein geeignetes Eingabesystem für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen ausgewählt?

Die Auswahl eines Eingabesystems für extreme Umgebungen erfordert die Analyse aller relevanten Belastungsfaktoren, etwa Temperatur, Vibration, chemische Einflüsse oder Strahlung. Entscheidend sind Schutzarten wie IP69K für Hochdruckreinigung sowie Normen für Schock- und Vibrationsfestigkeit nach IEC 60068-2-27 und IEC 60068-2-6. Bei chemischer Beanspruchung sind Materialien wie spezieller Edelstahl oder chemikalienresistente Kunststoffe erforderlich. Systeme sollten über nachgewiesene Zertifizierungen verfügen; entsprechende Prüfberichte sind vom Hersteller einzufordern.

Eignen sich drahtlose Eingabesysteme für den Einsatz in anspruchsvollen Industrieumgebungen

Drahtlose Eingabesysteme bieten in der Industrie höhere Flexibilität, erfordern jedoch eine sorgfältige Bewertung von Zuverlässigkeit, IT-Sicherheit und Energieversorgung. Geeignet sind Technologien wie Bluetooth Low Energy oder gehärtetes WLAN, sofern eine stabile Funkverbindung gewährleistet ist. Die Datenübertragung sollte mindestens mit WPA2 oder AES-128 verschlüsselt werden, um Cyberangriffe zu verhindern. Funklösungen sind ausschließlich für nicht sicherheitskritische Anwendungen zu empfehlen. Redundante Stromversorgung und mechanisch robuste Gehäuse erhöhen die Betriebssicherheit.

Welche zentralen Aspekte der Cybersicherheit sind bei industriellen Eingabesystemen zu berücksichtigen?

Industrielle Eingabesysteme müssen vor unbefugtem Zugriff und Manipulation geschützt werden. Erforderlich sind eine sichere Benutzer-Authentifizierung, die Gewährleistung der Datenintegrität sowie regelmäßige Firmware-Updates zur Schließung von Sicherheitslücken. Maßgeblich ist die Einhaltung der Norm IEC 62443 für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme. Eingabesysteme sollten Teil eines ganzheitlichen Sicherheitskonzepts sein, das Netzwerksegmentierung und kontinuierliches Monitoring umfasst, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen.

Wie kann die Lebensdauer industrieller Eingabesysteme nachhaltig verlängert werden?

Eine längere Lebensdauer industrieller Eingabesysteme senkt die Betriebskosten und steigert die Anlagenverfügbarkeit. Entscheidend sind präventive Wartungsmaßnahmen wie die regelmäßige Reinigung mit geeigneten Mitteln, die Kontrolle von Dichtungen sowie zeitnahe Software-Updates. Der Einsatz von Original-Ersatzteilen gewährleistet Funktionssicherheit. Wartungsintervalle sollten nach Herstellerangaben erfolgen, und geschultes Bedienpersonal beugt durch sachgerechte Handhabung Verschleiß und Beschädigungen vor.

Welche Normen gelten für Eingabesysteme in der Medizintechnik?

Eingabesysteme in der Medizintechnik müssen strengen Sicherheits- und Qualitätsnormen entsprechen. Zentrale Grundlage ist die IEC 60601-1, die grundlegende Anforderungen an Sicherheit und Leistung medizinischer elektrischer Geräte definiert. Ergänzend regelt IEC 60601-1-2 die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Materialien müssen zudem biokompatibel sein. Hersteller sollten eine vollständige Konformitätserklärung nach den einschlägigen IEC-Normen und der Medizinprodukte-Verordnung (EU) 2017/745 vorlegen.

Hintergrund: Eingabesysteme

  • Mensch-maschine-schnittstelle Wikipedia

    Die Benutzerschnittstelle ist die Interaktionsstelle zwischen Mensch und Maschine (z. B. ein Lichtschalter) – im industriellen Kontext die Eingabeeinheit, die taktil und sensorisch Steuerimpulse präzise an die Anlagenelektronik überträgt.

Diese Anbieterliste Eingabesysteme umfasst auch: Industrielle Eingabesysteme, HMI Eingabesystem, Eingabesystem Maschinenbau, Eingabesystem Automatisierung, Eingabesysteme Industrie, HMI Eingabesysteme

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026