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Hydraulik Hersteller

Hydraulik bezeichnet die Übertragung von Kraft und Bewegung durch inkompressible Fluide in geschlossenen Systemen und beruht auf dem Pascalschen Prinzip. Pumpen erzeugen Volumenstrom, Ventile regeln Druck und Richtung, Zylinder und Hydromotoren liefern Hub oder Drehmoment. Kennzeichen sind hohe Leistungsdichte und präzise Steuerbarkeit. Betriebsdrücke liegen meist bei 150 bis 350 bar, Hochdruck bis 700 bar. Medien sind HLP, HFC und HETG. Einsatz in Bau- und Werkzeugmaschinen. Normen: DIN EN ISO 4413 und ISO 4406.

Liste Hersteller Hydraulik

Friedrichstr. 1, 45128 Essen
Deutschland

Keplerstr. 12 - 14, 74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

Ahornstrasse 1, 89231 Neu-Ulm
Deutschland

Bössingerstr. 33, 74243 Langenbrettach
Deutschland

Frankfurter Str. 18, 35315 Homburg / Ohm
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Hydraulik

Welte Hydraulikservice im Einsatz

Welte: Im Rahmen des mobilen, firmeneigenen Serviceteams übernimmt WELTE vor Ort die Wartung, Reparaturen sowie Änderungen an den verschiedensten hydraulischen Anlagen.

Druckübersetzer zur Erhöhung hydraulischer Drücke

INOSOL: Druckübersetzer dienen zur Druckerhöhung in hydraulischen Systemen. Die Druckübersetzer wandeln einen niedrigen hydraulischen Eingangsdruck in einen höheren Betriebsdruck um, was mit einem festen, aber wählbaren Übersetzungsverhältnis geschieht.

Lösungen für den Schwerlastverkehr

ME MOBIL ELEKTRONIK: Das inhabergeführte Familienunternehmen MOBIL ELEKTRONIK ist bekannt für seine Hilfs-Lenksysteme, die in unterschiedlichen Fahrzeugtypen und Industriesegmenten seit vielen Jahren ihren Einsatz finden. Haupteinsatzgebiete sind Nutzfahrzeuge wie LKW und Busse.

Weitere Hersteller Hydraulik

  • AGIROSSI GmbH
  • AS Maschinenbau & Hydraulik GmbH
  • B. Strautmann & Söhne GmbH u. Co. KG
  • Bayer Maschinenbau GmbH & Co. KG
  • Beinlich Pumpen GmbH
  • Bucher Hydraulics GmbH
  • Bühler Technologies GmbH
  • CEJN-Product GmbH
  • Carl Werthenbach Konstruktionsteile GmbH & Co. KG
  • Claas Industrietechnik GmbH
  • Danfoss GmbH
  • Eckerle Technologies GmbH
  • Eugen vom Cleff GmbH
  • FMB-Blickle GmbH
  • Gebr. Held Hydraulik GmbH
  • HAWE Hydraulik SE
  • HEB Hydraulik-Elementebau GmbH
  • HYDAC INTERNATIONAL GmbH
  • HYDROPNEU GmbH
  • Hallite GmbH
  • Hans Hess Industrietechnik GmbH
  • Heiss Hydraulik + Pneumatik GmbH
  • Hermann Reckers GmbH & Co. KG
  • Hydraulik Schwerin Anlagentechnik GmbH & Co KG
  • IMAV-Hydraulik GmbH
  • Karberg & Hennemann GmbH & Co. KG
  • Knocks Fluid Technik GmbH
  • Kracht GmbH
  • MW Hydraulik GmbH
  • POWER-HYDRAULIK GmbH
  • Parker Hannifin GmbH
  • Partbase GmbH
  • RRG INDUSTRIETECHNIK GMBH
  • Rotork plc
  • SCHILKE-HYDRAULIK
  • SUNFAB Hydraulik GmbH
  • Salzgitter Maschinenbau AG
  • Schoenrock Hydraulik Marine Systems GmbH
  • Schwindt Hydraulik GmbH
  • Staudt-Hydraulik GmbH & Co. KG
  • Storz Hydrauliksysteme GmbH
  • WEBER-HYDRAULIK GMBH
  • WESSEL-Hydraulik GmbH
  • arco Obrigheim KG

Mehr über Hydraulik

Die Hydraulik, vom griechischen „hydor“ (Wasser) und „aulos“ (Rohr), beschreibt die Kraft- und Bewegungsübertragung durch inkompressible Fluide in einem hydrostatischen System. Sie ermöglicht hohe Kraftdichten, präzise Bewegungsprofile und robuste Arbeitszyklen in Industrieanlagen, Baumaschinen und feinfühligen Automatisierungslösungen.

Grundlagen und Funktionsprinzip

Wirkungsweise von Fluidkraftsystemen

Das Pascalsche Prinzip verteilt den angelegten Druck in ruhenden Flüssigkeiten gleichmäßig. Dadurch treibt eine kleine Eingangsfläche über das Fluid eine große Ausgangsfläche mit erhöhter Kraft an. Das führt zu kompakten Antrieben, deren Volumenstromregelung Geschwindigkeiten und Positionen fein dosiert. In der Praxis stabilisieren Akkumulatoren Lastwechsel, während ein Druckschalter den Systemdruck signalisiert und Schutzfunktionen auslöst.

Zentrale Baugruppen und Leitungen

Pumpen erzeugen den Volumenstrom, Proportionalventile und Wegeventile steuern Richtungen sowie Kräfte, und Zylinder oder Hydromotoren wandeln die Fluidenergie in Linearbewegung oder Drehmoment. Zur Leitungstechnik zählen Rohrleitungen und der Hydraulikschlauch inklusive Verbindungstechnik mit Armatur, Adapter und Verbindungselement. Filter sichern die Ölpflege, während ein Hydraulikventil durch Pilotdruck oder Elektronik präzise Lasten bewegt.

Leistungsparameter und Betriebsmedien

Drücke, Wirkungsgrade und Normen

Industrielle Anlagen arbeiten meist zwischen 150 und 350 bar, Hochdruck-Prozesse in Umformtechnik oder Spannsystemen erreichen bis zu 700 bar. Je nach Bauart liegen die volumetrischen und mechanischen Wirkungsgrade typischer Pumpen und Motoren bei 85 bis 95 Prozent. Die Auslegung orientiert sich an DIN EN ISO 4413 (Sicherheit und Gestaltung) sowie an praxisnahen Richtlinien des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Filtration und Sauberkeit

Der Verschleiß korreliert stark mit Partikelbelastung, deshalb geben Ölreinheitsklassen nach ISO 4406 die Zielwerte vor. Absolute Filterfeinheiten von 3 bis 25 Mikrometern schützen Servo- und Proportionalstufen. Sensorik misst Partikel online, und Zustandsdaten unterstützen die vorausschauende Überwachung kritischer Komponenten in kontinuierlichen Produktionsketten.

Fluidauswahl und Eigenschaften

In Anlagen dominieren Mineralöle HLP (Hydrauliköl nach DIN 51524-2), in feuerhemmenden Umgebungen Wasser-Glykol HFC (Hydraulic Fluid Containing water and glycol), und in ökologisch sensiblen Bereichen Ester HETG (Hydraulic Environmental Triglyceride). Auswahlkriterien sind Zündverhalten, Temperaturlimits, Verträglichkeit von Dichtungen, Kosten und Entsorgungswege.

Vergleich ausgewählter Fluideigenschaften für gängige Medien
MediumFlammbarkeitTemperaturbereich
Mineralöl HLPEntzündlich-20 °C bis +80 °C
Wasser-Glykol HFCSchwer entflammbar-20 °C bis +60 °C
Biologisch abbaubar HETGSchwer entzündlich-10 °C bis +70 °C

Bei HLP sind Anschaffungskosten gering, HFC liefert Brandschutzvorteile in Bearbeitungszentren, und HETG reduziert Gewässerrisiken in Forsttechnik. Umweltaspekte spielen in Branchen wie Ernährung und Medizintechnik eine Rolle, wo Leckagen rechtlich streng bewertet werden.

Anwendungsfelder und Auslegung

Industrieprofile und Beispiele

In Bauwesen und Bergbau treiben Anlagen als Arbeitsmaschine schwere Lasten, während die Werkzeugmaschine auf mikrometergenaues Zustellen setzt, etwa in Bettfräsmaschinen und Portalfräsmaschinen. In der Logistik liefern Hubtische synchronisierte Hubbewegungen, und in der Hydraulikanwendung für Prüfstände sorgen Servoventile für exaktes Lastprofiling. Ein Praxisfall: Eine Presse mit 6300 kN erreicht über lastdruckabhängige Ansteuerung und fein abgestimmte Ventiltechnik kurze Taktzeiten bei stabilem Temperaturhaushalt.

Auswahlkriterien und Systemdesign

Die Auslegung folgt Lastprofil, Geschwindigkeitsband, Dynamikreserve und thermischem Budget. Entscheidende Parameter sind Druckstufe, Volumenstrom, Leckageklasse und die Steuerungslösung mit Sensorik, Bussystem und Motion-Profilen. Sonderkonstruktion verlangt konsistente Schlauchauslegung, Kavitationstoleranz, Geräuschmanagement und sichere Rückfallstrategien. Baugruppen werden nach Fabrikat, Schnittstellen und Austauschbarkeit selektiert.

  • Kraft- und Geschwindigkeitsbedarf: Dimensionierung von Pumpe, Speicher und Aktoren nach Lastkollektiven.
  • Regelgüte und Antriebsart: Konstantpumpe, Axialkolben mit Verstellwinkel oder drehzahlvariable E-Antriebe.
  • Thermik und Medienwahl: Viskosität, Dichtungsverträglichkeit und Leckagepfade.
  • Sicherheit: Druckbegrenzung, Not-Halt, redundante Signalwege und normkonforme Dokumentation.

Ein zweites Beispiel aus der Klinik: Ein bildgeführtes Lagerungsgerät nutzt geräuscharme Servopumpen, sterile Medien und eine adaptive Ansteuerung, um in der Medizintechnik Bewegungen vibrationsarm bereitzustellen.

Wartung, Instandhaltung und Modernisierung

Servicekonzepte und Zustandsarbeit

Planmäßige Instandhaltung kombiniert Sichtprüfung, Reinigung, Fluidanalytik und dokumentiertes Prüfintervall. Ein strukturiertes Schlauchmanagement reduziert Ausfälle, indem Reparatur oder Austausch anhand Lebensdauerparametern erfolgt. Maschinenservice bündelt ein Serviceportfolio von Retrofit über Wissensauffrischung bis zu Einsätzen per Servicefahrzeug und Werkstattwagen, die einen kurzfristigen Servicetermin vor Ort abwickeln.

Bei Modernisierungen senkt eine variable Pumpendrehzahl den Leerlaufanteil, und die Integration digitaler Zustandsdatenerfassung unterstützt ein zielgerichtetes Energiemanagement. Die Elektrifizierung von Nebenantrieben und die Rückgewinnung hydraulischer Bremsenergie unterstützen Betriebe mit Fokus auf Klimaschutz, sich als Klimaschutzbetrieb auszurichten.

Markt, Anbieter und Branchenökosystem

Herstellerlandschaft und Versorgung

International liefern Unternehmen wie Bosch Rexroth, Parker Hannifin, Eaton, Danfoss, HAWE, Bucher, Linde Hydraulics, Hydac, Argo-Hytos, Moog, Enerpac, WEBER-HYDRAULIK und Liebherr ein breites Spektrum an Hydraulikprodukt und Systemen. Mehrere Produktionsstandorte und jedes Montagewerk sichern eine schnelle Auslieferung und ein belastbares Lagerprogramm. Anbieter differenzieren sich über Qualitätsstandard, globale Ersatzteilverfügbarkeit je Einzelteil und verlässliche Dokumentation des Produktionsvorgangs.

Für Betreiber zählen Kompatibilität vorhandener Schnittstellen, zügige Lieferketten und die Anerkennung der Fabrikate in Normgremien. Marktberichte schätzen den jährlichen Umsatz der Branche auf deutlich über eine Milliarde Euro, getrieben durch neue Anwendungen und Retrofit-Projekte.

Verbände, Messen und Governance

Als Gesellschaft mit industrieller Verantwortung verbinden Hersteller Compliance-Strukturen mit einem aktiven Aufsichtsrat. Fachverlage mit technischer Redaktion bereiten Normen und Fallstudien auf. Auf Leitmessen treten Firmen als Aussteller auf, teils als Hauptsponsor, häufig als Mitglied in Branchenvereinen mit Ausbildungsprogramm. Manche Events tragen Festival-Charakter, bleiben inhaltlich jedoch auf Praxisfälle und Hydraulikanwendungen fokussiert.

Branchenbeispiele reichen von Logistik und Stahl bis zur Ernährung und Medizintechnik. In allen Fällen erleichtert strukturiertes Maschinenservice den Betrieb: klare Rollen, saubere Schnittstellen, definierte Ventiltechnik und dokumentierte Auslieferung je Fabrikat. So bleiben Systeme über den Lebenszyklus hinweg zuverlässig – von der Erstinbetriebnahme bis zur planbaren Modernisierung.

  • Risikomanagement: Zustandsdaten, Grenzwerte aus dem Druckgerätekonzept und klare Eskalationswege.
  • Dokumentation: Stücklisten, Schaltpläne und Prüfprotokolle für Audits und Service.
  • Kompatibilität: Baukastensysteme erleichtern Upgrades und sichern Austauschbarkeit.

Am Ende entscheidet die konsistente Verbindung von Aktorik, Sensorik und Steuerung über Präzision und Langlebigkeit – getragen von sauberer Medienführung, belastbarer Verbindungstechnik und einer praxisgerechten Systemarchitektur.

FAQ zu Hydraulik

Wie beeinflusst die Digitalisierung die Entwicklung und Nutzung moderner Hydrauliksysteme

Digitale Technologien integrieren Sensoren und IoT-Komponenten in Hydrauliksysteme und ermöglichen Echtzeitdatenanalyse. KI-gestützte Predictive-Maintenance-Konzepte und digitale Zwillinge verbessern Steuerung, Simulation und Fehlerdiagnose. So lassen sich Verschleiß frühzeitig erkennen, Betriebsabläufe optimieren und Ausfallzeiten reduzieren.

Welche Schritte sind bei der Fehlersuche in einer Fluidkraftanlage entscheidend?

Die Fehlersuche in Fluidkraftanlagen beginnt mit einer visuellen Kontrolle auf Leckagen und Schäden. Danach folgen Druckmessungen an zentralen Punkten, um Abweichungen festzustellen. Zusätzlich sollten Ventilstellungen und elektrische Ansteuerungen überprüft werden. Häufige Ursachen sind verstopfte Filter oder fehlerhafte Einstellungen.

Wie kann die Lebensdauer von Hydraulikkomponenten verlängert werden

Die Lebensdauer von Hydraulikkomponenten steigt durch stabile Betriebstemperaturen und die Vermeidung von Druckspitzen. Eine hohe Ölreinheit durch Feinfilter, regelmäßige Dichtungsprüfungen und der Austausch verschlissener Teile sind ebenso entscheidend. Die Reduzierung von Systemvibrationen senkt zusätzlich den mechanischen Verschleiß.

Welche alternativen Antriebskonzepte erhöhen die Energieeffizienz gegenüber klassischen Hydraulikantrieben?

Servoelektrische Antriebe, Hybrid-Systeme und drehzahlgeregelte Pumpen steigern die Energieeffizienz im Vergleich zu herkömmlicher Hydraulik. Sie passen die Leistung bedarfsgerecht an, reduzieren Leerlaufverluste und senken den Kühlaufwand in industriellen Anwendungen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind beim Betrieb hydraulischer Anlagen zwingend einzuhalten?

Beim Betrieb hydraulischer Anlagen ist die Einhaltung strenger Sicherheitsstandards erforderlich, um Risiken durch hohen Druck zu vermeiden. Vor Wartungsarbeiten muss die Anlage vollständig druckentlastet werden. Schutzausrüstung wie Schutzbrille und Handschuhe ist verpflichtend. Not-Aus-Systeme sind regelmäßig auf Funktion zu prüfen. Leitungen, Schläuche und Verschraubungen sollten konsequent auf Beschädigungen kontrolliert werden, um Leckagen und Leitungsbrüche zu verhindern.

Wann ist die Modernisierung älterer Hydraulikanlagen wirtschaftlich sinnvoll?

Modernisierungen amortisieren sich in der Regel innerhalb von zwei bis fünf Jahren. Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem von den Betriebsstunden, den aktuellen Energiepreisen und dem erzielten Effizienzgewinn ab. Besonders rentabel sind drehzahlvariable Pumpensysteme oder der Austausch veralteter Ventiltechnik durch energieeffiziente Komponenten, die den Energieverbrauch deutlich senken.

Welche Vorschriften gelten für die Entsorgung von Industriehydraulikflüssigkeiten?

Industriehydraulikflüssigkeiten gelten nach EU- und nationalem Recht als gefährlicher Abfall und müssen fachgerecht entsorgt werden. Sie sind strikt von anderen Abfällen zu trennen und dürfen weder in die Kanalisation noch ins Erdreich gelangen. Spezialisierte Entsorgungsbetriebe übernehmen Sammlung, Aufbereitung oder Verbrennung gemäß Umweltauflagen. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden.

Hintergrund: Hydraulik

  • Hydraulik Wikipedia

    Wikipedia-Artikel erklärt Hydraulik als Technik der Kraft-/Energieübertragung mit Flüssigkeiten: hydrostatisch/hydrodynamisch, Pascal-Prinzip, Komponenten (Pumpe, Ventile, Zylinder), Vorteile/Nachteile, vielfältige Anwendungen (Maschinen, Fahrzeuge), Schaltzeichen und Sicherheitsrisiken/Prüfungen.

  • Pascalsches_prinzip Wikipedia

    Druck ist Kraft pro Fläche; in ruhenden Fluiden allseitig wirksam (Pascalsches Prinzip). Hydraulik überträgt so Kräfte. Relevantes: hydrostatischer/stat./dynamischer/Totaldruck, absolut/relativ, Einheiten (Pa/bar), Druckmessung per Manometer/Drucksensor.

Diese Anbieterliste Hydraulik umfasst auch: Hydraulic, Hydraulikindustrie