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Klimageräte Hersteller – Vergleich

Als raumlufttechnische Geräte (RLT) regeln Klimageräte Temperatur und Feuchte von Raum- oder Prozessluft über Kompressionskältemaschinen, Kältemittelkreislauf und effizienten Wärmetausch. In Rechenzentren nach ASHRAE TC 9.9 und in der Schaltschrankkühlung der Industriekühlung halten sie definierte Sollwerte trotz Lastsprüngen aus Prozessen und IT-Hardware. Bei der Beschaffung entscheiden messbare Kriterien wie EER/SEER, zulässige Füllmenge und Treibhauspotenzial des Kältemittels nach EU-Verordnung 517/2014 sowie Schutzarten gemäß DIN EN 60529 (z. B. IP54).
Lieferanten und Händler:

Über Klimageräte

Industrielle Klimageräte konditionieren Raumluft oder Prozessluft in Industrieanlagen und Lagerhäusern. Der Auftrag ist klar: Temperatur und Luftfeuchte stabil halten. Für die hygienische Bewertung von Rückkühlwerken dient VDI 2047 Blatt 2 häufig als Referenz für Randbedingungen. Wo sensible Güter bei 18 bis 22 °C lagern, begrenzt die Anlage Überschreitungen und senkt Fehlerquoten in nachgelagerten Prüfprotokollen.

Typen und Anwendungsfelder

Bei engen Einbauräumen dominieren Schaltschrank-Kühlgeräte und Seitenwandgeräte. Beide nutzen die vorhandene Stromversorgung und arbeiten als kompakte Kühlgeräte. Kastenklimageräte passen in kleine Technikzonen, während Dachgeräte den Boden freihalten. Bei hohen Wärmelasten setzt die Industriekühlung auf zentrale Kühlanlagen mit Kanalnetz. Der Installationsaufwand steigt, doch der Volumenstrom lässt sich über Regeltechnik stabilisieren.

In Serverräumen nach ASHRAE TC 9.9 hält die Klimatisierung 24 °C bei definierter Luftentfeuchtung, weil IT-Hardware enge Toleranzen fordert. Führt ein Abluftschlauch Warmluft ab, eignen sich Monoblock-Geräte als Zwischenlösung. In feuchten Zonen wie Schwimmbad-Technikräumen wird häufig ein Heizsystem gekoppelt, damit Kondensation keine Korrosion verursacht. Typische Integrationen sind Lüftung mit Außenluftanteil, Heizkörper als Nachheizung und die Modernisierung einer Bestandsimmobilie ohne neue Schächte.

Kühltechnik und Hauptkomponenten

Die Kühlmaschine folgt dem Prinzip der Kompressionskältemaschine nach DIN EN 378. Ein Kältemittel verdampft im Verdampfer und nimmt Wärme auf. Danach verdichtet ein Kompressor das Medium, und im Verflüssiger gibt es Energie an die Umgebung ab. Der Wärmetausch bestimmt Leistungszahl und Bauraum.

Bei Geräten mit reversierbarem Kreislauf arbeitet eine Wärmepumpe, nicht nur ein Zusatzheizer. Die Steuerung misst Vorlauf- und Rücklauftemperaturen sowie Feuchtewerte und regelt Ventilatorstufen gegen Lastsprünge aus Prozesswärme. Nicht jede Anlage nutzt elektrische Verdichtung. Druckluftsysteme erzeugen Kaltluft per Wirbelrohreffekt für die punktuelle Kühlung an Maschinengehäusen.

Auswahlkriterien und relevante Normen

Vor der Auslegung steht ein Kostencheck mit messbaren Kenngrößen. Der Stückpreis allein greift zu kurz. Die Kühlung begrenzt den zulässigen Wärmeeintrag aus Maschinenabwärme und Beleuchtung. In staubigen Bereichen limitiert die Schutzart nach DIN EN 60529 (z. B. IP54) die Eignung. Der Geräuschpegel beeinflusst die Aufstellung nahe Arbeitsplätzen.

  • EER (Energy Efficiency Ratio): Kennzahl für den Punktbetrieb bei definierten Bedingungen.
  • SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio): saisonale Bewertung für variable Lastprofile.
  • Kältemittelwahl: R32 oder R410A beeinflussen Vorgaben aus EU-Verordnung Nr. 517/2014 (F-Gase).
  • Sicherheitsanforderungen: Bei elektrischen Geräten gilt DIN EN 60335-2-40 für Aufbau und Betrieb.

Nicht-Standardgeometrien führen oft zu Sonderlösungen. Dann zählt die Referenz aus bestehenden Einbauhöhen mehr als Prospektwerte.

Energieverbrauch, Kostenfaktoren und Ersatzteile

Der Energieverbrauch prägt die Lebenszykluskosten stärker als der Anschaffungspreis. Variable Verdichterdrehzahlen reduzieren Teillastverluste spürbar, gleichzeitig setzen Leitungsführung und Aufstellort klare Grenzen für den Wirkungsgrad des Wärmetauschs. Die Ersatzteilverfügbarkeit wirkt direkt auf Stillstandsrisiken. Filtermatten, Ventilatoren oder Fühler sollten über Jahre nachbeschaffbar sein.

Beispielhafte technische Merkmale ausgewählter Gerätetypen
MerkmalSchaltschrank-KlimagerätZentrale Kühlanlage (Prozesskühlung)
Leistungsbereich300 W–6 kW5 kW–500 kW
KältemittelR134a/R32R134a/R32

Hersteller sind LSA Luft-Systeme Althuber GmbH, Trotec GmbH, RBI Sandstrahltechnik GmbH, AL-KO Therm GmbH, Rosenberg Ventilatoren GmbH, Tratech GmbH

FAQ zu Klimageräte

Wie lassen sich die Betriebskosten industrieller Klimageräte langfristig senken?

Die Betriebskosten sinken durch bedarfsgerechte Wartung und energieeffiziente Komponenten. Die Einhaltung der VDI 6022 gewährleistet hygienische Standards und reduziert Ausfallrisiken. Prädiktive Wartung erkennt Störungen frühzeitig und senkt den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent, was die Total Cost of Ownership deutlich verbessert. Zudem ist eine jährliche Dichtheitsprüfung und Kontrolle der Kältemittelmenge gemäß F-Gase-Verordnung verpflichtend.

Welche Aspekte sind bei der Nachrüstung von Klimaanlagen in bestehenden Industriegebäuden zu berücksichtigen?

In Bestandsgebäuden sind Tragfähigkeit, vorhandene Elektroinstallation und Möglichkeiten der Kanalführung maßgeblich. Häufig sind statische Verstärkungen und eine Anpassung der Stromversorgung erforderlich, um höhere Leistungsanforderungen zu decken. Eine detaillierte Bestandsaufnahme ist notwendig, um geeignete Aufstellorte festzulegen und Installationskosten zu steuern. Für Kanalsysteme oder größere Geräte sollte eine minimale Raumhöhe von 2,5 Metern eingehalten werden.

Welche nachhaltigen Kältemittel stehen für moderne Klimageräte zur Verfügung?

Nachhaltige Alternativen sind vor allem natürliche Kältemittel wie Propan R290 und CO2 R744. Sie weisen ein deutlich geringeres Global Warming Potential GWP auf als herkömmliche HFKW-Kältemittel und reduzieren den regulatorischen Druck durch die EU-F-Gase-Verordnung. Für Neuanlagen gelten Kältemittel mit einem GWP unter 150 als bevorzugt. Bei der Auswahl sind Sicherheitsanforderungen etwa Entflammbarkeit sowie die Systemeffizienz im jeweiligen Einsatzfall zu berücksichtigen.

Welche zusätzlichen Kriterien eignen sich zum Vergleich der Energieeffizienz von Klimageräten?

Neben EER und SEER bieten unabhängige Zertifizierungen wie Eurovent eine belastbare Vergleichsgrundlage. Sie validieren Leistungsdaten unter standardisierten Bedingungen und prüfen Herstellerangaben objektiv. Entscheidungsrelevant ist zudem der Teillastbetrieb, da Anlagen selten unter Volllast laufen. Invertergeräte erreichen hier häufig einen SEPR über 5,0 und ermöglichen deutlich höhere Energieeinsparungen.

Welchen Mehrwert bieten smarte Steuerungen und IoT-Lösungen in gewerblichen Klimalösungen?

Smarte Steuerungen und IoT-Lösungen ermöglichen zentrale Überwachung, Fernwartung und vorausschauende Fehleranalyse. Das optimiert den Betrieb und senkt den Energieverbrauch deutlich. Durch die Integration in Gebäudemanagementsysteme lassen sich Klimaanlagen präzise an Raumklima und Produktionsprozesse anpassen. Kontinuierliche Datenauswertung kann die Energieeffizienz um bis zu 20 Prozent steigern und unterstützt die Einhaltung von Energiemanagementnormen wie DIN EN ISO 50001.

Wie lässt sich die Geräuschentwicklung von Industriekühlsystemen in lärmsensiblen Umgebungen reduzieren?

Die Geräuschentwicklung sinkt durch schallgedämmte Gehäuse, vibrationsentkoppelte Aufstellung und Schalldämpfer in Luftkanälen. Leise Komponenten wie EC Ventilatoren reduzieren Emissionen zusätzlich. Planerisch ist die TA Lärm einzuhalten, um Immissionsgrenzwerte zu erfüllen. Optimierte Luftführung und geeignete Dämpfungsmaterialien senken den Schalldruck typischerweise um 3 bis 5 dB A.

Wie lang ist die Lebensdauer industrieller Klimasysteme und wie wird die Amortisation berechnet?

Industrielle Klimasysteme erreichen typischerweise eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren, abhängig von Wartung, Einsatzbedingungen und Komponentenqualität. Die Amortisation ergibt sich aus dem Verhältnis von Investitionskosten zu erzielten Betriebskosteneinsparungen, insbesondere durch höhere Energieeffizienz. Effizientere Anlagen amortisieren sich häufig innerhalb von drei bis sieben Jahren, vor allem bei steigenden Energiepreisen. Regelmäßige Wartung nach Herstellervorgaben sichert Effizienz und verlängert die Nutzungsdauer.

Hintergrund: Klimageräte

  • Klimaanlage Wikipedia

    Industrielle Klimaanlagen konditionieren Raum- und Prozessluft, halten definierte Temperatur-, Feuchte- und Luftqualitätswerte unabhängig von Wetter, Abwärme und Emissionen; häufig primär zur Kühlung eingesetzt, um stabile Bedingungen in Anlagen, Serverräumen und Lagern sicherzustellen.

Diese Anbieterliste Klimageräte umfasst auch: Klimageräteprogramme, Kastenklimageräte

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: August 2026, ID: 16801