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Kommissionierwagen Hersteller – Vergleich

Kommissionierwagen bezeichnet ein handgeschobenes Transportgerät der Intralogistik zur Kommissionierung von Auftragspositionen, häufig als offener Aufbau mit Drahtgitter und verstellbaren Fachböden. In Versand- und Ersatzteillogistik beschleunigt es Pick-Routen im Lager und unterstützt das konsolidierte Bereitstellen am Packplatz. Für die Beschaffung zählen messbare Kenndaten wie zulässige Traglast in kg, die Rollenlagerung inklusive Spurrolle für niedrige Schiebmomente und eine Außenbreite passend zu Gangbreiten.
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Weitere Kommissionierwagen Hersteller

Über Kommissionierwagen

Kommissionierwagen bilden im Lager eine mobile Arbeitsstation für die manuelle Kommissionierung. Das Gerät führt Kleinladungsträger und Einzelartikel bis an den Entnahmeort. Der Materialfluss zwischen Regal und Bereitstellfläche bestimmt die Wegezeiten. Wo Aufträge aus vielen Positionen bestehen, begrenzt die Wagengeometrie den Griffraum und damit die Taktzeit.

Konstruktive Grundformen und Aufbau

Bei offenen Bauarten dominiert Drahtgitter als Seitenstruktur. Sichtkontrolle und Luftdurchsatz bleiben hoch. Geschlossene Varianten tragen Längswand und Rückwand, sodass Kleinteile nicht seitlich ausscheren. Der Fahrrahmenboden nimmt die Last auf und verteilt sie in die Rahmenknoten. Entscheidend ist die Steifigkeit.

Wo Zugriffsschutz gefordert ist, sperrt eine Doppelflügeltür den Innenraum während der Fahrt ab. Die Türblätter laufen über Scharniere mit Anschlag und begrenzen das Aushebeln von Behältern bei Kollisionen im Gangbetrieb. Nicht die Öffnung zählt allein, sondern der Freiraum vor dem Wagen bestimmt die Bedienbarkeit an den Stirnseiten.

Fahrwerktechnik zwischen Rollwiderstand und Wendigkeit

Für das Rangieren definiert das Fahrwerk die Kräftebilanz des Systems aus Wagen und Bodenbelag. Eine Spurrolle stabilisiert den Geradeauslauf, und eine Führungsrolle lenkt am Griffpunkt ein. Zwei Bockrollen plus zwei Lenkrollen beschleunigen das Querverfahren in engen Zonen deutlich gegenüber vier starren Rädern. Rollen reduzieren den Kraftaufwand.

Zwar senken Präzisionskugellager spürbar den erforderlichen Kraftaufwand, doch erst das Zusammenspiel aus Radbreite und Material bestimmt den Geräuschpegel auf Beton oder Epoxidharzestrich. Bei hohen Lasten steigt der Rollwiderstand, wenn weiche Laufflächen walken oder Lager verschmutzen. Fest integrierte Feststeller blockieren Rad und Drehkranz für definierte Stillstände an Regalen.

Ausstattung für unterschiedliche Kommissioniersysteme

Anpassungen entstehen häufig über modulare Racks statt über Sonderrahmen. Damit passen Wagen zu mehreren Varianten von Kommissioniersystemen im selben Lagerbereich. Höhenverstellbare Fachböden verkürzen Greifwege bei Artikelmix mit stark wechselnden Packmaßen. Auf der Rückseite sitzen oft Scannerhalter oder Dokumententaschen mit Schraubbild nach Lochrastermaß.

Anwendungsfall: Bei Labor- oder Chemikalienartikeln fixiert eine Flaschenhalterung Glasgebinde gegen Kippen. Gängig sind Aufnahmen für Durchmesser bis 90 mm je Flaschenplatz. Ein integrierter Flaschenhalter reduziert den Kontakt zwischen Gebinden beim Abstellen am Gangende spürbar.

Kaufrelevante Kenndaten und Normbezug

Kernwerte lassen sich vorab numerisch fassen und entlang des Lastprofils vergleichen. Diese Werte entscheiden stärker als Oberflächenfinish oder Farbe. Erstens grenzt die zulässige Traglast den Einsatzbereich ein. Zweitens bestimmt die Rollenlagerung das Schiebmoment unter Dauerlast. Drittens limitiert die Außenbreite das Passieren von Engstellen beim Querverfahren.

  • Traglast: Typische Klassen liegen bei 150 kg bis 250 kg je Wagenplattform.
  • Rollenqualität: Vollgummi läuft leiser als TPE (Thermoplastisches Elastomer) auf rauem Beton.
  • Sicherheitsmerkmale: Abgerundete Kanten reduzieren Schnittgefahr an Griff- und Rahmenecken.

*DIN EN ISO 9001* verweist auf dokumentierte Fertigungsprozesse beim Hersteller des Transportgerät-Typs. Das erleichtert die Bewertung von Serienkonstanz bei Rahmengeometrie und Beschichtungsdicke.
*DGUV Regel 108-007* wird relevant, sobald innerbetriebliche Fahrbereiche mit Flurförderzeugen kollidieren können.
*EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG* greift nur bei motorisierten Varianten. Reine Handwagen fallen typischerweise nicht darunter.

Typische Ausführungen im Vergleich (Beispieldaten)
EigenschaftStandardausführungPremiumausführung
Maximale Traglast150 kg250 kg
Radlagerung / RollenmaterialGleitlager / TPEKugellager / Vollgummi (spurlos)
Rollenkonfiguration / Oberflächenschutz2 Lenkrollen + 2 Bockrollen / pulverbeschichtet2 Lenkrollen mit Feststeller + 2 Bockrollen / galvanisch verzinkt + pulverbeschichtet

Hersteller sind BITO-Lagertechnik Bittmann GmbH, IEM FörderTechnik GmbH

FAQ zu Kommissionierwagen

Wie lässt sich die Ergonomie eines Kommissionierwagens für Mitarbeitende optimieren

Zentrale Hebel sind höhenverstellbare Arbeitsflächen, ergonomisch geformte rutschfeste Griffe und eine geeignete Rollenkonfiguration. Arbeitsflächen mit 80 bis 120 cm Einstellbereich passen sich verschiedenen Körpergrößen an und reduzieren die Rückenbelastung. Griffe mit 30 bis 40 mm Durchmesser verbessern die Handhabung und senken die Gelenkbelastung. Eine ergonomische Gesamtauslegung verringert Fehlzeiten und erhöht die Arbeitszufriedenheit. Empfehlung: Modelle wählen, die eine individuelle Anpassung der Arbeitsflächen an die Körpergröße ermöglichen.

Welche Rolle spielen intelligente Kommissionierwagen in der Lagerdigitalisierung

Intelligente Kommissionierwagen fungieren als Schnittstellen zur digitalen Prozessintegration im Lager. Mit Pick-by-Light oder Pick-by-Voice senken sie die Fehlerquote auf unter 0,1 % und steigern die Kommissionierleistung um bis zu 30 %. Modelle mit RFID erfassen Artikel automatisch; Varianten als autonome mobile Roboter AMR bewegen sich eigenständig. Voraussetzung sind stabiles WLAN und ein kompatibles Lagerverwaltungssystem WMS. Vor der Einführung die Kompatibilität mit dem bestehenden WMS prüfen, um nahtlose Datenkommunikation sicherzustellen.

Wann rechnet sich die Investition in Premium-Kommissionierwagen finanziell

Finanziell lohnt sich Premium bei hoher Auslastung und anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Die Lebensdauer liegt meist über 10 Jahren und die Wartungskosten sind niedriger, wodurch die Total Cost of Ownership sinkt. Standardwagen müssen oft nach 3 bis 5 Jahren ersetzt werden. Präzisionskugellager und robuste Werkstoffe reduzieren Verschleiß und Stillstände. Der Break Even ist nach 2 bis 3 Jahren möglich, wenn die Wagen täglich mehr als 4 Stunden im Einsatz sind. Vor dem Kauf Nutzungsdauer, Ersatzteilpreise und geplante Wartungskosten durchrechnen.

Welche Hygieneanforderungen gelten für Kommissionierwagen in Lebensmittel- und Pharmalägern

Kommissionierwagen für hygienekritische Bereiche wie Lebensmittel- und Pharmaläger müssen aus korrosionsbeständigem Edelstahl 1.4301 oder 1.4404 bestehen und Reinigungs- sowie Desinfektionsmitteln dauerhaft standhalten. Oberflächen sind glatt und porenfrei auszuführen; vollverschweißte Nähte sind zu bevorzugen. In der Lebensmittelbranche ist HACCP-Konformität erforderlich. Modelle sollten für Hochdruckreinigung geeignet sein und über gut zugängliche Reinigungsöffnungen verfügen.

Welchen Einfluss hat das Rollenmaterial von Kommissionierwagen auf die Geräuschentwicklung im Lager

Das Rollenmaterial beeinflusst den Geräuschpegel deutlich. Weiche Laufflächen wie Vollgummi mit Shore A 80 senken auf Beton den Pegel um bis zu 10 dB gegenüber Hartplastikrollen. TPE-Rollen bieten einen guten Kompromiss aus geringem Rollwiderstand und wirksamer Geräuschdämpfung. Dauerhafte Exposition über 80 dB gilt in vielen Ländern als kritisch und mindert die Konzentration. Empfehlung: Materialspezifikationen prüfen und in geräuschsensiblen Bereichen weichere Laufflächen einsetzen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind beim Betrieb von Kommissionierwagen entscheidend?

Maßgeblich sind organisatorische und technische Maßnahmen: Regelmäßige Unterweisungen der Mitarbeitenden zur korrekten Handhabung und Lastverteilung sind nach DGUV Regel 108-007 vorgeschrieben; Feststeller an den Rollen bei Stillstand stets aktivieren, insbesondere an Rampen und in Bereichen mit Flurförderzeugen; den Wagen mindestens jährlich auf Beschädigungen und Funktionstüchtigkeit prüfen. Schulungen regelmäßig wiederholen und feste, dokumentierte Prüfintervalle für alle Kommissionierwagen etablieren.

Wie bestimmt man die optimale Traglast für einen Kommissionierwagen

Die Traglast richtet sich nach durchschnittlichem und maximalem Auftragsgewicht. Grundlage ist das höchste erwartete Gewicht zuzüglich eines Sicherheitsaufschlags von 20–30 % (mindestens 20 %), um Materialermüdung und Rollenüberlastung zu vermeiden. Zu hohe Auslegung erhöht unnötig die Kosten, zu niedrige führt zu häufigem Austausch. Berücksichtige geplante Sortimentserweiterungen mit potenziell schwereren Artikeln.

Hintergrund: Kommissionierwagen

  • Kommissionierwagen Wikipedia

    Kommissionierwagen sind Etagenwagen für die manuelle Kommissionierung im Lager: Sie transportieren kommissionierte Waren zu Fächern oder Palettenplätzen, werden meist geschoben/gezogen; für schwere Beladung gibt es elektrisch angetriebene Ausführungen.

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: November 2026, ID: 37487