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Luftfiltersysteme Hersteller – Vergleich

In der Raumlufttechnik und Abluftreinigung bezeichnen Luftfiltersysteme modular aufgebaute Anlagen, die belastete Raum- oder Prozessluft erfassen und für definierte Reinheitsklassen aufbereiten. Zentrales Einsatzfeld ist die Automobilindustrie, etwa an Schweißlinien und in Lackierkabinen, wo Partikel, Ölnebel und Lösemitteldämpfe Prozesse stören und die Gesundheit belasten. Für Einkäufer zählt der nach ISO 16890 und EN 1822 verifizierte Abscheidegrad bei spezifiziertem Volumenstrom sowie der über die Standzeit begrenzte Druckverlust, um die Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten messbar abzusichern.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Luftfiltersysteme Hersteller

Neue Weilheimer Str. 30, 73230 Kirchheim unter Teck
Deutschland

Otto-Lilienthal-Str. 6, 89160 Dornstadt
Deutschland

Verwandte Kategorien

Luftfilter

Luftfiltersysteme Fachartikel

AirFilter Mini - Absauganlage für Laser, Dental, Elektrotechnik und mehr

TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH: Die hochleistungsfähige Absauganlage AirFilter Mini wurde speziell für geräuscharme Arbeitsumgebungen konzipiert. Dank ihres 3-stufigen Filtersystems ist sie vielseitig einsetzbar und ideal für verschiedene Absauganwendungen wie beispielsweise in Laseranlagen, der Dentaltechnik, der Elektronikindustrie und mehr.

Weitere Luftfiltersysteme Hersteller

Coral GmbH, Luftfiltersysteme Coral GmbH

Über Luftfiltersysteme

Industrielle Luftfiltersysteme scheiden Partikel, Aerosole sowie Gase ab, schützen die Gesundheit und reduzieren die Emission in der Abluft je nach Normklasse um 50–95 %. Ein System mit Ansaugvorrichtung, mehrstufigen Filtern, Ventilator und Gehäuse stellt die Atemluft gemäß *ISO 16890* sicher. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus dem Gesundheitsschutz der Belegschaft und der Einhaltung betrieblicher Grenzwerte von 0,1–10 mg/m³, die in der Gebäudetechnik von Gebäudetechnik bis zur Produktion gelten.

Aufbau und technische Kenndaten

Ein Luftreinigungssystem mit radialem Ventilator erzeugt Volumenströme von 1.000–40.000 m³/h bei Druckdifferenzen von 150–800 Pa und verteilt die Strömung über Filterflächen von 10–200 m² bei Luft-zu-Medium-Geschwindigkeiten von 0,7–2,0 m/s. Ein Gehäuse aus Stahlblech oder Kunststoff widersteht Prozesstemperaturen bis 80 °C, während Dichtungen ab 0,5 mm Leckagen vermeiden und dadurch die Einhaltung von *EN 1822* H13 mit ≥99,95 % Abscheidegrad ermöglichen.

Die Filterproduktion legt im entscheidenden Fertigungsschritt die Faserdurchmesser (1–10 µm), die Porosität (60–90 %) und die Harzanteile fest und beeinflusst so die Langlebigkeit auf 10.000–30.000 Betriebsstunden. Eine hohe Fertigungstiefe des Systemherstellers erlaubt die Anpassung der Anbindung an DN 250–800 sowie die Ausrichtung der Baugruppen (vertikal/horizontal) für Grundflächen unter 3 m². Ein Qualitätsmanagement nach *ISO 9001:2015* dokumentiert jede Überprüfung mit Messprotokollen. Die Systeme werden auch in Bürogebäuden mit 20–40 m³/h je Person eingesetzt.

Abscheideprinzipien und Prozessparameter

Die Trägheitsabscheidung hält Partikel >10 µm bei Umlenkungen ab etwa 45° zurück. Die Diffusion wirkt bei <0,1 µm über Brownsche Bewegung, und Interzeption greift bei 0,3–1 µm. Ein elektrostatischer Prozess lädt Partikel mit bis zu 10 kV vor und sammelt sie an Kollektoren. Eine Adsorptionsstufe nutzt Aktivkohle mit 800–1.200 m²/g spezifischer Oberfläche. Ein Labormedium mit dem Code Cobaron erreichte in einer Messreihe 25 mg/g Aufnahme für Lösemitteldampf.

Anwendungsfall: Eine Schweißzelle mit Rauchentwicklung von 2 mg/m³ bei 1.200 m³/h Luftstrom erreicht mit Vorabscheidung und einer Hochleistungs-Partikelfilterstufe *High-Efficiency Particulate Air (HEPA)* H13 Restkonzentrationen unter 0,1 mg/m³. Die Anlage senkt damit den Bedarf an Schutzrüstung und steigert die Arbeitssicherheit. Reinraumbereiche in der Medizin und Toleranzketten in der Fertigung einer Turbomaschine profitieren von Grenzkornabmessungen ≤0,5 µm nach *ISO 14644-1* Klasse 7.

Typenübersicht industrieller Anlagen

Bauarten, Abscheideprinzipien und typische Anwendungen
Typ Abscheideprinzip Typische Anwendung
Faserfilter Mechanisch (Trägheit, Siebeffekt) Abscheidung von Grobstaub, Vorfiltration
HEPA-Filter Mechanisch (Diffusion, Trägheit) Feinpartikel, Reinraumtechnik, Medizin
Elektrofilter Elektrostatisch Ölnebel, Schweißrauch, Ruß
Aktivkohlefilter Adsorption Gase, Gerüche, Dämpfe
Zyklonabscheider Zentrifugalkraft Grobe Partikel, Späne, Schleifstaub
Patronenfilter Mechanisch (Oberflächenfiltration) Schweißrauch, Feinpartikel, Metallstaub

Auswahlkriterien und Integration in Prozesse

Eine belastbare Luftfilterlösung bindet sich gezielt an vorhandene Kanäle, Kabinen oder Maschinenräume an. Eine Messkampagne über 30 Tage dokumentiert die Einhaltung definierter Zielwerte. Eine frühzeitig strukturierte Dokumentation erleichtert die spätere Überprüfung.

  • Schadstoffprofil: ISO 16890 (z. B. ePM1 80 %) definiert die Abscheideklassen für Partikelgrößen von 0,1–10 µm.
  • Volumenstrom: 500–10.000 m³/h je Erfassungspunkt steuern Filterfläche, Ventilatorleistung und Geräuschpegel unter 70 dB(A).
  • Reinheitsniveau: Zielwerte unter 0,1 mg/m³ in Lackierkabinen der Kraftfahrzeug-Produktion.
  • Anbindung und Ausrichtung: DN 250–800 und vertikale Aufstellung reduzieren Stellflächen unter 3 m² und sichern Druckverluste unter 600 Pa.
  • Qualitätsmanagement und Überprüfung: ISO 9001:2015 Prozesslenkung, halbjährliche Dichtheitsprüfungen sowie Fotometrie mit 0,3 µm Prüfaerosol.

Die Automobilindustrie mit Roboter-Schweißlinien, Bürogebäude in der Gebäudetechnik und Fräsen mit Minimalmengenschmierung stellen unterschiedliche Lastkollektive; eine Erfassung direkt am Werkzeug mit 800–1.500 m³/h senkt Ölnebel vor der Raumrückführung. Ein Systemhersteller mit technischem Support und Außendienst führt die Erforschung der Randbedingungen, kalibriert Sensoren und erstellt eine Kampagne zur Feinstaubcharakterisierung. Ein Stammhaus mit klarer Spezifikationshoheit vergibt Vorgaben zur Fertigungstief, definiert Werkstoffe bis hin zu Kunststoff-Komponenten und steuert so die Entlastung der Produktion durch konsistente Entscheidungen.

Hersteller sind Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG, ULMATEC GmbH, Coral GmbH

FAQ zu Luftfiltersysteme

Wie können die Betriebskosten industrieller Luftfiltersysteme gesenkt werden?

Energieeffiziente Komponenten und vorausschauende Wartung senken die Betriebskosten. EC-Ventilatoren reduzieren den Stromverbrauch gegenüber AC-Motoren um bis zu 30 Prozent. Eine kontinuierliche Zustandsüberwachung ermöglicht bedarfsgerechte Filterwechsel und verlängert die Standzeiten um durchschnittlich 15 bis 20 Prozent. Schulungen des Bedienpersonals sichern den effizienten Betrieb und verringern das Ausfallrisiko.

Welche Gesetze gelten zusätzlich zu technischen Normen für industrielle Absauganlagen?

Neben technischen Normen sind vor allem das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) relevant. Sie regeln Emissionsgrenzwerte und können eine Genehmigungspflicht für bestimmte Anlagen auslösen. Eine frühzeitige Abstimmung mit den zuständigen Umweltbehörden gemäß § 10 BImSchG ist ratsam, um teure Nachrüstungen zu vermeiden und die Betriebserlaubnis langfristig zu sichern.

Welche technischen und baulichen Anforderungen sind bei der Nachrüstung von Luftfiltersystemen in Bestandsgebäuden zu beachten?

Bei der Nachrüstung sind Gebäudestatik und Anschluss an bestehende Kanalsysteme entscheidend. Decken und Wände müssen Lasten bis 500 kg/m² tragen können. Zudem sind verfügbare elektrische Leistung sowie Anschlüsse für Druckluft und Kondensat zu prüfen. Eine Bestandsaufnahme durch einen Fachplaner gewährleistet eine reibungslose Integration und vermeidet Folgekosten.

Wie lässt sich die Entsorgung verbrauchter Filtermedien nachhaltig umsetzen?

Nachhaltige Entsorgung beginnt mit der korrekten Einstufung der verbrauchten Filter gemäß Europäischem Abfallartenkatalog (EAK). Schadstoffbelastete Filter, etwa mit Ölnebel oder Schwermetallen, müssen durch zertifizierte Fachbetriebe unter EAK-Nummern wie 15 02 02* entsorgt werden. Recycling oder energetische Verwertung sollten geprüft werden, um Deponieanteile zu reduzieren. Entsorgungspartner sollten vollständige Transparenz über den Verwertungsweg sicherstellen.

Welche Vorteile bieten digitale Überwachungssysteme in industriellen Filtersystemen?

Digitale Überwachungssysteme erfassen in Echtzeit Parameter wie Druckverlust, Volumenstrom und Restlebensdauer der Filter. Dadurch wird eine vorausschauende Wartung ermöglicht, die ungeplante Stillstandszeiten um bis zu 25 Prozent senken kann. Fernzugriff und Datenanalyse steigern die Energieeffizienz und optimieren die Filterwechselintervalle. Die Investition amortisiert sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Jahren durch geringere Betriebskosten.

Wann rechnet sich die Investition in ein industrielles Luftfiltersystem?

Die Amortisationsdauer eines industriellen Luftfiltersystems liegt in der Regel zwischen 1,5 und 5 Jahren. Sie hängt von Energieeinsparungen, geringeren Krankheits- und Ausfallkosten sowie der Vermeidung von Bußgeldern ab. Zusätzliche wirtschaftliche Vorteile ergeben sich durch höhere Produktqualität und längere Maschinenlebensdauer. Eine Total-Cost-of-Ownership-Analyse (TCO) liefert die Basis für eine belastbare Investitionsentscheidung.

Hintergrund: Luftfiltersysteme

  • Luftfilter Wikipedia

    Luftfilter sind Abscheider, die Aerosole und unerwünschte Schwebstoffe wie Krankheitserreger, Pollen, Stäube oder Gase entfernen – zentrale Basis industrieller Systeme zum Gesundheitsschutz und zur Emissionsminderung gemäß ISO 16890/EN 1822.

Diese Anbieterliste Luftfiltersysteme umfasst auch: Luftfilteranlagen, Luftfiltergerät, Industrielle Luftfilteranlagen, Luftfiltersysteme Industrie

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026