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Wälzlager

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Wälzlager sind Maschinenelemente zur Lagerung rotierender oder schwenkender Wellen. Wälzkörper aus Kugeln oder Rollen laufen zwischen Innen- und Außenring und ersetzen Gleit- durch Rollreibung, was Reibmoment und Verlustleistung reduziert. Bauform, Käfig, Kontaktwinkel und Lagerluft bestimmen die Aufnahme radialer und axialer Kräfte. Typen sind Rillenkugellager, Zylinder-, Nadel- und Kegelrollenlager. Schmierung und Dichtungen sichern Funktion, die Auswahl richtet sich nach Last, Drehzahl und Genauigkeit.

Verwandte Kategorien

Kugellager Pendelkugellager Rollenlager

Herstellerliste Wälzlager

CeramTec-Platz 1–9, 73207 Plochingen
Deutschland

Veröffentlichungen zu Wälzlager

norelem baut Antriebstechnik aus

norelem Normelemente: Seit 2012 führt norelem vielseitig einsetzbare Antriebskomponenten wie Zahnräder, Zahnriemen, Zahnscheiben und Spindeln im Programm. Mit einem breiten Sortiment an Lagergehäusen, Gleit-, Wälzlagern und Kupplungen ergänzt das Unternehmen den Bereich Antriebstechnik nun konsequent um die Produktgruppen Lagerung und Drehmomentübertragung.

Wälzlager Wiki

Rollende Lagerungen sind Maschinenelemente, die rotierende oder oszillierende Bewegungen stützen und Kräfte mit geringer Reibung übertragen. Zwischen zwei Maschinenelementen ersetzt die Rollbewegung der Wälzkörper die Gleitreibung und senkt das Reibmoment. Dadurch sinken Rollwiderstand und Verlustleistung, der Wirkungsgrad des Antriebs steigt.

Funktionsprinzip und Kontaktmechanik

Beim Rollen entsteht die Kontaktzone zwischen Laufbahn und Wälzkörper als Punktberührung bei Kugeln oder als nahezu linienförmige Berührung bei Zylinder- und Kegelrollen. Die Laufbahngeometrie steuert die Spannungsverteilung, begrenzt Verformungen und schützt vor Werkstoffermüdung. Eine präzise Mantelfläche der Rollkörper senkt Spannungsmaxima und stabilisiert das Laufgeräusch.

Bauform von Innen- und Außenring, Käfig und Druckwinkel bestimmen die Lastaufnahme. Der Kontaktwinkel legt fest, wie stark radiale und axiale Komponenten übertragen werden. Eine abgestimmte Form der Käfigtaschen und der Führung reduziert die Reibung an der Gleitfläche zwischen Käfig und Ring.

Bauformen und ihre spezifische Lastverteilung

  • Rillenkugellager: Universallager mit Punktberührung und geräuscharmem Lauf. Geeignet für hohe Geschwindigkeit und moderate axiale Kräfte. Kompakter Querschnitt für engen Einbauraum.
  • Zylinderrollenlager: Linienkontakt mit hoher Tragfähigkeit bei radialer Last. Die zylindrische Form des Rollkörpers verteilt Spannungen gleichmäßig und eignet sich für Anwendungen mit hoher Leistung.
  • Nadellager: Sehr kleiner Querschnitt und hohe radiale Tragfähigkeit durch schlanke Nadelrollen. Häufig als Einzelteil ohne Innenring, wenn die gehärtete Welle als Laufbahn dient.
  • Kegelrollenlager: Kombinierte Lastaufnahme mit definiertem Druckwinkel. Geeignet für Stoßbelastung und kontrollierbaren Rundlauf in Getrieben, häufig in Paarung für axiale Kräfte in beide Richtungen.
  • Kreuzrollenlager: Abwechselnd um 90 Grad orientierte Rollen für Radial-, Axial- und Momentenlasten in einer Lagerstelle. Prädestiniert für präzise Positionierachsen.
  • Axiallager mit Anlaufscheibe: Übertragen reine oder überwiegende Axiallasten. Die als Scheibe ausgeführte Anlaufscheibe dient als tragende Gegenfläche.
  • Spannlager: Montagefreundliche Einheiten mit Spannhülse oder exzentrischer Klemmung. Tolerieren Fluchtungsfehler und vereinfachen die Instandhaltung in Förderern.

Werkstoffe, Käfige und Dichtsysteme

Standardringe bestehen aus gehärtetem Wälzlagerstahl wie 100Cr6. Sonderstähle erhöhen die Härtehaltigkeit bei Temperatur und ermöglichen zähe Randschichten. Für aggressive Medien werden korrosionsgeschützte Ringe oder Edelstähle eingesetzt. Hybridlager nutzen Keramikrollkörper, etwa Siliziumnitrid, für höhere Steifigkeit und elektrische Isolation.

Käfige bestehen aus Stahlblech, Messing oder Kunststoff. Stahlblech ist robust bei hohen Drehzahlen. Messing bewährt sich unter Stoßbelastung. Kunststoff, beispielsweise Polyamid, bietet geringes Gewicht und reibungsarmes Verhalten. Ein Metallkäfig mit optimierter Form reduziert die Käfigreibung und verbessert die Schmierfilmbildung in der Tasche.

Abdichtungen schützen vor Feuchtigkeit und Partikeln. Die Dichtwirkung hängt von Profil und Werkstoff ab. Labyrinth- und berührende Dichtsysteme werden je nach Drehzahl und Temperatur gewählt. Passender Korrosionsschutz verhindert Lochfraß und verlängert die Lebensdauer in feuchten oder chemischen Umgebungen.

Schmierung, Schmierbohrung und Thermomanagement

Fettschmierung ist bei mittleren Drehzahlen der Regelfall. Die Konsistenz hält den Schmierstoff in der Lagerzone. Ölschmierung verbessert bei hoher Geschwindigkeit und Temperatur die Wärmeabfuhr. Präzise platzierte Schmierbohrungen in Ring oder Gehäuse verteilen Öl oder Fett gezielt und sichern die Versorgung der Kontaktzonen.

Dauerfettfüllung in abgedichteten Einheiten minimiert Wartungsaufwand und stabilisiert das Laufgeräusch. Bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen senkt eine fein dosierte Ölschmierung die Verlustleistung und hält die Lagertemperatur innerhalb des zulässigen Bereichs. Das Schmierstoffmanagement berücksichtigt Reinheit, Additivpakete und Nachschmierintervalle.

Präzisionsklassen, Spiel und Kennzahlen

Die Genauigkeitsklasse nach ISO 492 definiert Toleranzen für Rundlauf, Durchmesser und Form der Laufbahnen. Präzisionslager in Werkzeugmaschinen erreichen Rundlaufwerte im einstelligen Mikrometerbereich und unterstützen eine wiederholbare Positionierung.

Das Lagerspiel beeinflusst Steifigkeit, Wärmeausdehnung und Geräusch. Eine zur Baugröße passende Radial- oder Axialluft begrenzt Kantenpressungen und verhindert kritische Verformungen. Die Tragfähigkeit wird mit der dynamischen Tragzahl C und der statischen Kennzahl C0 beschrieben. Die Berechnung der nominellen Lebensdauer folgt ISO 281 mit Anpassungsfaktoren für Schmierung und Reinheit.

Fallbeispiel: Ein Zylinderrollenlager mit C = 95 kN erreicht bei 19 kN mittlerer Last in einem Industriegetriebe rechnerisch etwa 20.000 Betriebsstunden, sofern Schmierung, Dichtwirkung und Temperatur im geforderten Korridor liegen. Tragsicherheit und Zuverlässigkeit ergeben sich aus Lastkollektiv, Drehzahl und Kontaktauslegung.

Mechanische Randbedingungen und Kontaktgestaltung

Rollkörper- und Laufbahngeometrie bestimmen die lasttragende Breite. Bei Punktberührung steigt die lokale Pressung, weshalb hochreine Stähle oder Keramik vorteilhaft sein können. Linienkontakt der Zylinder- oder Kreuzrollen begünstigt eine stabile Lastverteilung und reduziert die Empfindlichkeit gegenüber Stoßbelastung.

Der Druckwinkel ist bei Schrägkugellagern und Kegelrollen entscheidend für die Aufnahme axialer Kräfte. Eine zur Übertragung passende Auslegung vermeidet Überlastung von Ringkanten und verhindert vorzeitige Werkstoffermüdung an der Mantelfläche der Rollkörper.

Auswahl und Auslegung der Lagerstelle

  • Belastungsart: Radiale, axiale, kombinierte und zyklische Lasten definieren den Lagertyp. Stoßbelastungen verlangen robuste Käfigwerkstoffe und großzügige Laufbahnradiusübergänge.
  • Geschwindigkeit: Grenzdrehzahl, Schmierkonzept und Käfigbauart bestimmen die zulässige Geschwindigkeit. Hohe Drehzahlen erfordern eine enge Genauigkeitsklasse und eine optimierte Käfigführung.
  • Wellendurchbiegung: Elastische Deflektion verlangt Winkeleinstellbarkeit, beispielsweise durch Pendelrollenlager oder Gelenklager. Bei Schwenken ist der Gelenkkopf mit Gleitfläche eine Alternative.
  • Einbauraum: Außendurchmesser, Breite und Querschnitt müssen zur Gehäusekonstruktion passen. Nadellager bieten hohe Tragfähigkeit bei minimalem Querschnitt.

Montagetechnik beeinflusst die Betriebsstabilität. Spannhülse und Wellennut erleichtern den Sitz auf zylindrischen Wellen. Die Wellenmutter fixiert die axiale Lage. Axiale Einheiten mit Anlaufscheibe begrenzen das Axialspiel, während Passungen und Oberflächenqualität die Übertragung von Kräften ohne Schlupf gewährleisten.

Spezielle Anforderungen führen zu Sonderlösungen und Speziallagern. In der Medizintechnik stehen Biokompatibilität und Reinheit im Vordergrund. In der Lineartechnik sichern abgestimmte Dichtungen und Schmierkanäle geringe Reibung über lange Hübe. Die Konfektionierung umfasst Vorbefettung, Dichtvarianten und codierte Markierungen für die eindeutige Zuordnung je Lagerstelle.

Material- und Umweltaspekte

Temperaturfenster der Anwendung legen Werkstoff und Schmierstoff fest. Standardringe arbeiten typischerweise bis 120–150 °C. Hochtemperaturvarianten mit Sonderstahl oder keramischen Rollkörpern tolerieren deutlich höhere Temperaturspitzen. Eine passende Schmierstoffwahl stabilisiert den Film bei wechselnder Temperatur.

Korrosion gefährdet Laufbahn und Käfigtaschen. Beschichtungen, Edelstahl und geeigneter Korrosionsschutz an Ringen, Käfig und Anbauteilen sichern die Betriebssicherheit in feuchten Bereichen. Bei Medienkontakt schützt ein mehrstufiges Dichtkonzept mit abgestimmter Dichtwirkung und geeigneter Werkstoffpaarung.

Instandhaltung, Monitoring und Untersuchung

Condition Monitoring erfasst Vibrationen, Lagertemperatur und Drehzahl. Trendanalysen identifizieren Anzeichen für beginnende Schäden wie Oberflächenabplatzungen, Schmierstoffabbau oder Käfigdefekte. Eine Untersuchung der Partikel im Schmierstoff zeigt Quelle und Fortschrittsgrad des Verschleißes.

Wartungsintervall und Nachschmierung richten sich nach Drehzahl, Temperatur, Umwelt und Dichtsystem. Eine dokumentierte Vorgehensweise mit Messpunkten für Laufgeräusch und Wellenbewegung erleichtert die Diagnose. Schadensanalyse nach Ausfällen klärt Ursachen wie Passungslockerung, Fehlausrichtung oder Nachteile einer ungeeigneten Schmierstoffbasis.

Praxisbeispiel: In einer Montagelinie der Automobilindustrie reduzierte der Einsatz dauerhaft abgedichteter Rillenkugellager mit Dauerfettfüllung die geplanten Stillstände und senkte die Total Cost of Ownership (TCO) um zweistellige Prozentwerte, weil Nachschmierarbeit und ungeplante Eingriffe entfallen.

Abgrenzung zu Gleitlagern und Mischsystemen

Gleitlager und Gleitbuchsenlösungen spielen ihre Stärke bei stoßartiger Last und sehr langsamen Bewegungen aus, sofern eine belastbare Schmierfilmbildung gewährleistet ist. Rollende Lagerungen liefern dagegen geräuscharmen Lauf bei höherer Geschwindigkeit und geringer Reibung. Mischsysteme kombinieren beide Prinzipien, etwa als Stützlager mit zusätzlicher Gleitfläche für Notlauf.

Normen, Berechnungsgrundlagen und Datenqualität

Lebensdauermodelle nach ISO 281 berücksichtigen Last, Drehzahl und Schmierbedingungen. Ergänzungsfaktoren beziehen Reinheit und Kontamination ein. Für die Auslegung sind exakte Daten zur Lastverteilung im System und zur Geometrie der Kontaktpartner notwendig. Prüfpläne sichern die Nachweisführung der Leistungsfähigkeit.

Vergleich: Standardausführung aus Stahl und Hybridvariante
Merkmal Standard-Lager (Stahl) Hybrid-Lager (Stahlringe/Keramik)
Rollkörper-Werkstoff Wälzlagerstahl (z. B. 100Cr6) Siliziumnitrid (Si3N4)
Max. Betriebstemperatur Typisch 120–150 °C Bis ca. 350–400 °C
Elektrische Isolation Leitfähig Isolierend
Dichte Rollkörper Ca. 7,8 g/cm³ Ca. 3,2 g/cm³
Korrosionsbeständigkeit Schutz erforderlich Sehr gut
Relative Maximaldrehzahl Referenz Bis zu 30% höher

Herstellerlandschaft und Versorgung

Die weltweite Lagertechnik wird von Anbietern wie SKF, Schaeffler (INA/FAG), NSK, NTN, Timken, JTEKT (Koyo), Nachi-Fujikoshi, MinebeaMitsumi (NMB), The Torrington Company (heute Timken), ZWZ, C&U, RBC Bearings, THK und EZO geprägt. Portfolio, Gehäusekonstruktion der Einheiten und verfügbare Leistungen in der Anwendungserprobung unterscheiden sich je nach Anbieter.

Beschaffungsentscheidungen berücksichtigen neben Tragfähigkeit und Genauigkeit die Lieferzeit, die Optionen der Konfektionierung sowie Nachweise zu Materialchargen. Definierte Prüfbescheinigungen und Rückverfolgbarkeit je Einzelteil sichern konforme Übertragung der Spezifikationen in Serie und Ersatzteilversorgung.

Sensorik, Digitalisierung und Zukunftsthemen

Integrierte Sensorik erfasst Temperatur, Vibration, Drehzahl und teilweise Last. Diese Daten fließen in Monitoring-Plattformen und ermöglichen zustandsorientierte Instandhaltung. Algorithmen prognostizieren Restlebensdauer, erkennen Frühstadien von Schäden und unterstützen die Planung von Eingriffen ohne Produktionsunterbrechung.

Neue Spezialwerkstoffe, Beschichtungen und optimierte Laufbahngeometrie erweitern die Einsatzgrenzen in Richtung Temperatur, Medienbeständigkeit und Geschwindigkeit. Hybridlager erhöhen die elektrische Robustheit in Antrieben mit Frequenzumrichtern, während reduzierte Reibung und ausgewogene Lastverteilung das Geräuschverhalten verbessern.

Für Anwendungen in der Medizintechnik und der Lineartechnik entstehen Speziallager mit eng tolerierter Geometrie, biokompatiblen Materialien und präziser Abdichtung. Forschungsarbeiten adressieren zudem Schmierstoffe mit stabiler Viskosität über weite Temperaturfenster sowie die Forderung nach geringer Verlustleistung im gesamten Antriebsstrang.

Montage- und Betriebshinweise

Saubere Montage verhindert Partikelinduktion in die Laufbahnen. Axiale Befestigung über Wellenmutter und Sicherungselemente stabilisiert die Position. Eine sorgfältige Passungsauswahl verhindert Schiefstellung und reduziert die Gefahr von Nacharbeit.

Bei der Auslegung ist die Gehäusekonstruktion auf Wärmedehnung, Steifigkeit und Einbauraum abzustimmen. Prüfungen der Rundlaufwerte nach Montage belegen die erreichte Genauigkeit und vermeiden Folgeschäden durch Überlast an der Lagerstelle.

Anwendungsnotizen und Praxistipps

  • Schmierstoffmanagement: Auswahl nach Geschwindigkeit, Temperatur, Korrosion und Reinheit. Nachschmiermengen klein halten, um Wärmeentwicklung zu begrenzen.
  • Ausrichtqualität: Wellendurchbiegung und Fluchtungsfehler über geeignete Lagertypen mit Winkeleinstellbarkeit kompensieren.
  • Dichtkonzept: Dichtwirkung und Werkstoffpaarungen an Feuchtigkeit und Medien anpassen. Schmierbohrung zur sicheren Versorgung platzieren.
  • Datenbasierte Überwachung: Kontinuierliches Monitoring von Vibration, Lagertemperatur und Laufgeräusch als Grundlage für planbare Eingriffe.

Ein abgestimmtes Zusammenspiel aus Bauform, Werkstoff, Schmierung und Überwachung sichert geforderte Leistungsfähigkeit und Lebensdauer unter realen Betriebsbedingungen.

Weitere Anbieter, Produkte und Services rund um Wälzlager

FAQ zu Wälzlager

Wie lassen sich typische Fehler bei Wälzlagern vermeiden?

Fehlausrichtung, unzureichende Schmierung und Partikelverunreinigung zählen zu den häufigsten Ursachen für Wälzlagerschäden. Sie lassen sich durch präzise Montage, optimierte Schmierung und wirksame Dichtungssysteme vermeiden. Passgenaue Wellen und Gehäusetoleranzen minimieren Kantenpressungen. Condition Monitoring ermöglicht eine frühzeitige Fehlererkennung und verlängert die Lebensdauer der Lager.

Wie tragen Wälzlager zur Energieeffizienz von Maschinen bei?

Wälzlager reduzieren durch geringe Rollreibung die Energieverluste mechanischer Systeme. Gegenüber Gleitlagern verringern sie das Reibmoment und steigern den Wirkungsgrad des Antriebsstrangs. Optimierte Lagergeometrien und Spezialschmierstoffe senken die Verlustleistung weiter und mindern insbesondere im Dauerbetrieb den Gesamtenergieverbrauch.

Welche Bedeutung hat künstliche Intelligenz für die Instandhaltung von Wälzlagern?

Künstliche Intelligenz wertet in der Wälzlager-Instandhaltung kontinuierlich Sensordaten zu Vibration, Temperatur und Drehzahl aus. Sie erkennt Muster, die auf beginnende Schäden hinweisen, und ermöglicht so eine vorausschauende Wartung. Dadurch sinken Stillstandszeiten und die Betriebssicherheit steigt. Maschinelles Lernen verbessert die Prognosemodelle fortlaufend und optimiert Wartungsintervalle.

Wie können die Lebenszykluskosten von Wälzlagern gesenkt werden?

Die Senkung der Lebenszykluskosten von Wälzlagern erfolgt durch eine sorgfältige Typenauswahl, präzise Montage und ein optimiertes Schmierstoffmanagement. Langlebige Dichtungen und hochwertige Schmierstoffe verringern Wartungsaufwand und Nachschmierintervalle. Condition Monitoring ermöglicht vorausschauende Instandhaltung, minimiert Ausfälle und reduziert die Gesamtkosten über die Betriebsdauer.

Welche Lager eignen sich für aggressive Umgebungen oder hohe Temperaturen?

Für anspruchsvolle Umgebungen und hohe Temperaturen werden Speziallager eingesetzt, etwa Edelstahllager mit hoher Korrosionsbeständigkeit oder Hybridlager mit Keramikrollkörpern. Keramik bietet erhöhte Temperaturfestigkeit, elektrische Isolation und geringes Gewicht. Zusätzliche Beschichtungen und hitzebeständige Schmierstoffe sichern den Betrieb unter extremen Bedingungen. Die Wahl des Werkstoffs bestimmt maßgeblich Leistung und Lebensdauer.

Welche Technologien bestimmen die zukünftige Entwicklung von Wälzlagern?

Die Lagertechnik der Zukunft wird durch integrierte Sensorik für Condition Monitoring, innovative Werkstoffe und intelligente Schmiersysteme geprägt. Fortschritte in der Materialwissenschaft ermöglichen leichtere, robustere Bauteile mit geringerem Reibungswiderstand. Digitale Zwillinge und KI-gestützte Konstruktionsprozesse steigern Leistung und Zuverlässigkeit und schaffen maßgeschneiderte Lösungen für Industrie 4.0-Anwendungen.

Warum ist eine korrekte Schmierung für Lager entscheidend?

Eine korrekte Schmierung minimiert Reibung und Verschleiß, trennt die Kontaktflächen durch einen Schutzfilm und verhindert Materialermüdung. Zudem leitet sie Wärme ab, schützt vor Korrosion und Verunreinigungen. Eine abgestimmte Schmierstoffwahl und regelmäßige Wartung verlängern die Lebensdauer und sichern den stabilen Betrieb.

Weiterführende Informationen zu Wälzlager

  • Wälzlager Wikipedia

    Der Artikel behandelt Definition, Aufbau (Ringe, Wälzkörper, Käfig), Kontakt- und Druckwinkel, gängige Bauformen (Kugel-, Rollen-, Axiallager), Werkstoffe, Schmierung/Dichtungen, Lebensdauer nach ISO 281, Lagerauswahl und Einbaukonzepte (Fest‑Los, Trag‑Stütz), Anwendungen.

  • Kugellager Wiki

Diese Anbieterliste Wälzlager umfasst auch: Linear Wälzlager, Großwälzlager, Drahtwälzlager