Geprüfte Additive Fertigung Anbieter
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Über Additive Fertigung
Die Additive-Fertigung bildet Bauteile Schicht für Schicht aus Ausgangsmaterial und erreicht die ZielGeometrie ohne Gussform oder Werkzeug. Der Prozess nutzt digitale Modelle nach ISO/ASTM 52900 und setzt den Materialauftrag mit 20–200 µm Schichtdicke um. Die Energieeinbringung erfolgt lokal über Laserstrahl oder Elektronenstrahl. Diese Fertigungstechnik adressiert Bauteildesigns mit hoher Designfreiheit und ergänzt klassische Werkzeuge, Halbzeuge und Vorrichtungen um eine additiv aufgebaute Alternative.
Grundprinzip und digitale Prozesskette
Die Prozesskette startet mit CAD-Daten, die eine Software in Schichten (STL, AMF, 3MF) zerlegt und in einen Werkzeugweg überführt. Die Steuerung koordiniert Scanner und Optik, regelt die Energieeinbringung zwischen 200 und 1000 W und hält die Bauplattform isotherm. Die Simulation prognostiziert Eigenspannungen und Verzug, während Prüfverfahren nach ISO/ASTM 52902 Probekörper mit definierten Features bereitstellen.
| Prozesskategorie | Energieeinbringung | Materialtypen |
|---|---|---|
| Pulverbett-Verfahren | Laserstrahl, Elektronenstrahl | Metalle (Legierungen, Kupfer), Polymere |
| Materialextrusion | Wärme | Polymere, Verbundwerkstoffe |
| Material Jetting | UV-Licht | Photopolymere (Flüssigkeit) |
| Binder Jetting | Bindemittel | Pulver (Metalle, Keramiken) |
| Directed Energy Deposition (DED) | Laserstrahl, Elektronenstrahl | Metalle (Pulver, Draht) |
Anwendungsfelder und Bauteileigenschaften
Die Medizintechnik produziert Implantate und Prothesen aus Ti‑6Al‑4V zur Knochenanbindung; die Biokompatibilität folgt ISO 10993‑1. Die Raumfahrt und die Automobilindustrie generieren Leichtbau-Strukturbauteile. Der Energiesektor setzt DED für Reparatur und Verschleißschutz an Turbinen ein, während Modellbau und Architektur filigrane Ansichten liefern. Anwendungsfall: Ein Hüftimplantat als patientenspezifisches Metallbauteil erreicht Ra 6–12 µm nach Nachbehandlung.
Die Serienfertigung skaliert mit Mehrlaser-Anlagen auf 20–60 cm³/h und deckt Ersatzteilserien, Produktserien und Mittelserien ab. Hybrid aufgebaute Designs kombinieren additiv erzeugte Kanäle mit zerspanter Dichtfläche als Verbundmaterial. Bauteile aus Kupfer oder Weichmetall adressieren hohe Wärmeleitfähigkeiten, während Verbundwerkstoff-Extrusion steife Vorrichtungen für Prüflehren liefert. Diese Applikationen stützen sich auf Qualitätssicherung nach ISO/ASTM 52901 und erzeugen ein Endprodukt ohne zusätzliche Gussform.
Systemkomponenten und Auswahlkriterien
Eine Fertigungsanlage bündelt Bauplattformen bis 250×250×300 mm, Materialzufuhr über Pulver- oder Drahteinheiten, Lasertechnik mit mehreren Strahlen und eine Steuerung mit geschlossener Regelung. Prozessüberwachung misst Schmelzbad-Emissivität und führt eine Untersuchung verdächtiger Zonen durch. Systemintegration koppelt die Maschinenkommunikation an MES (Manufacturing Execution System) und verwaltet Bauteilherstellung, Bauteildesign und Werkzeugweg entlang der Serienproduktion.
- Materialkompatibilität: Die Maschine verarbeitet Legierungen, Kupfer, Weichmetalle, Biomaterialien und Verbundwerkstoffe; DED ergänzt Reparatur als hybride Anwendungsform.
- Bauteilgeometrie und Komplexität: Das System realisiert Pulverbett-Kanäle ab 0,8 mm und hält die Designfreiheit für Topologie-Optimierung im Engineering.
- Produktionsvolumen und Geschwindigkeit: Die Anlage skaliert von Prototypenherstellung auf Massenproduktion mit 8–15 h Produktionszeit je Baujob.
- Qualitätsanforderungen: Die Spezifikation definiert Festigkeit, Oberflächenqualität (Ra 3–15 µm) und die erforderliche Qualitätssicherung mit Messtechnik und Prüfverfahren.
- Systemintegration und Software: Die Software unterstützt STL und 3MF, bietet Support für Betriebskosten-Reports und sichert die Digitalisierung der Werkzeugdaten.
- Betriebskosten und Verbrauch: Die Kalkulation erfasst Pulververbrauch, Schutzgasfluss 10–25 l/min und Energiebedarf je Einzelschritt der Bauteilerstellung; das Risikomanagement bewertet Störungen im Maschinenbetrieb.
Diese Fertigungstechnik überführt Produktideen in die Serienfertigung, während Energieeinbringung, Qualitätssicherung und Nachbehandlung die Prozessstabilität und Bauteilgüte sichern. Die Normsetzung im internationalen Normenausschuss folgt ISO/ASTM 52910 für Designrichtlinien und stützt Regelsetzung im Ingenieurwesen. Die Software dokumentiert die Prozesskategorien und bindet Zulieferer für Bauteilserien ein. Die Anwendung in der Medizintechnik, der Automobilindustrie und der Raumfahrt belegt den industriellen Einsatz.
Anbieter sind ANDREAS MAIER GmbH & Co. KG, CeramTec GmbH, Mark3D GmbH, 3dpmaven by Fountonomy Limited, alphacam Fertigungssoftware GmbH, Biersack Maschinenbau GmbH, BRIGHT Testing GmbH, BÖHLER-UDDEHOLM GmbH, Cremer Thermoprozessanlagen GmbH, cwmk GmbH, FKM Sintertechnik GmbH, Herding GmbH, KURTZ Holding GmbH & Co. Beteiligungs KG, OPEN MIND Technologies AG, PROTIQ GmbH
Diese Anbieterliste Additive Fertigung umfasst auch: Additive Manufacturing
Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026