Blog-Artikel letzte Änderung: 09.12.2020 Autor : Markus Kaden

Reparatur von Windkraftanlagen

Reparatur von Windkraftanlagen

Rotorblätter von Windkraftanlagen gehören zu den am stärksten belasteten Komponenten. Egal ob Frost, Regen und Blitzeinschläge – diesen und anderen Umwelteinflüssen sind die riesigen Composite-Bauteile ständig ausgesetzt. Um während der gesamten Lebensdauer der Windkraftanlage einen möglichst störungsfreien und wirtschaftlich effizienten Betrieb sicherzustellen, ist ein regelmäßiger Rotorblattservice und gegen falls eine schnelle Reparatur unumgänglich. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Aufbringung der Wärme während des Aushärtezylus des Epoxiyharzes.

Rotorblätter von Windkraftanlagen gehören zu den am stärksten belasteten Komponenten. Egal ob Frost, Regen und Blitzeinschläge – diesen und anderen Umwelteinflüssen sind die riesigen Composite-Bauteile ständig ausgesetzt. Dazu kommen noch Abnutzungsmängel sowie Konstruktions- oder Fertigungsmängel.

Um während der gesamten Lebensdauer der Windkraftanlage einen möglichst störungsfreien und wirtschaftlich effizienten Betrieb sicherzustellen, ist ein regelmäßiger Rotorblattservice und gegen falls eine schnelle Reparatur unumgänglich.

Schäden werden entweder bei einer regelmäßigen Wartung oder bei Unregelmäßigkeiten im Betrieb erkannt. Nach der Begutachtung und Einschätzung des Schadens sowie des Schadensausmaßes muss die Stelle direkt oder zeitnahe repariert werden.

Für die Qualität und Lebensdauer einer Reparatur spielt Wärme eine entscheidende Rolle. Je nach dem, welche Kombination aus Epoxidharz und Härter für die Reparatur verwendet wird, wird zum aushärten Wärme benötigt. Auch bei niedrigen Temperaturen benötigt das Epoxidharz deutlich länger um auszuhärten oder es härtet überhaupt nicht aus. Um eine gleichmäßige Erwärmung und Durchwärmung zu gewährleisten, kommen Heizmatten zum Einsatz. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Regelung der Heizmatte. Erwärmt sie sich zu schnell, kann es zu einer unkontrollierten Vernetzung des Epoxidharzes kommen. Bei einer zu langsamen Erwärmung kann es sein, dass nach einer zu kurz kalkulierten Heizzeit das Material noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Ein weiterer wichtiger Faktor ist ein gleichmäßiger Kontakt zur erwärmenden Oberfläche. Ist die Heizmatte schlecht montiert, kann Wind oder generell Luft unter bzw. hinter der Heizmatte zu einer schlechten Wärmeverteilung und Wärmeübergang von der Heizmatte in die Struktur führen. Im schlimmsten Fall kann eine Matte überhitzen, ist der Temperatursensor zur Regelung an der falschen Position angebracht. Eine sehr gute Möglichkeit, um dem vor zu beugen ist die Verwendung von Vakuum. Entweder kann die Heizmatte direkt unter der Vakuumfolie mit integriert werden oder in die Heizmatte sind Vakuumkanäle integriert, welche die Heizmatte flächig an die Struktur festsaugt. In beiden Fällen ist auf Grund der fehlenden Luft zwischen der Heizmatte und der Struktur von einem sehr guten Wärmeübergang aus zu gehen.  

Für die Qualitätssicherung ist eine genaue Dokumentation der Temperatur unerlässlich. Nach dem erfolgreichem Aushärten des Epoxidharzes und bei Bedarf einer zerstörungsfreien Prüfung wird der Reparaturbereich abgeschliffen und neu lackiert.

Eine Reparatur mit einer guten Qualität kann dazu beitragen, die Lebensdauer einer gesamten Windkraftanlage zu verlängern und eine vorzeitige Entsorgung zu vermeiden.

heiztechnologie