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Drucksensoren Hersteller – 14 im Vergleich

Sensortechnik: Drucksensoren sind Messgeräte, die Absolut-, Relativ- oder Differenzdruck in Flüssigkeiten und Gasen erfassen und als normiertes Prozesssignal an Steuerungen ausgeben. In der Kunststoffextrusion überwachen sie den Schmelzedruck im Düsenkopf nach ISO 294, regeln den Materialfluss, detektieren Füllstand über Differenzdruck und schützen die Leitung vor Überdruck. Für den Einkauf entscheidend sind Genauigkeitsklasse in Prozent vom Vollskalawert, Temperaturkoeffizient über den spezifizierten Bereich und die Integration via 4–20 mA oder digitale Schnittstellen nach DIN EN 60770‑1.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte Drucksensoren Hersteller

Friedrichstr. 1, 45128 Essen
Deutschland

Keplerstr. 12 - 14, 74321 Bietigheim-Bissingen
Deutschland

Am Sandbach 7, 40878 Ratingen
Germany

Drucksensoren Fachartikel

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Über Drucksensoren

Drucksensoren wandeln mechanischen Druck in elektrische Signale. Sie sind zentrale Bauelemente von Automatisierungs- und Regelungssystemen. Die jeweilige Sensorarchitektur stützt sich auf ein Messverfahren, das Genauigkeit, Auflösung und Signalstabilität bestimmt. Ab etwa 200 bar führt die Membranauslenkung vieler industrieller Bauformen zu einer Änderung einer elektrischen Kenngröße, die die Verstärkerelektronik anschließend linearisiert.

Funktionsprinzipien und Signalaufbereitung

Piezoresistive Druckwandler nutzen einen Siliziumchip mit integrierter Widerstandsbrücke. Verformung unter Last ändert den Widerstand proportional zum Druck. Kapazitive Varianten messen den Plattenabstand eines Kondensators; jede Änderung bewirkt eine entsprechende Kapazitätsänderung. Die Signalaufbereitung kompensiert Temperaturdrift und reduziert Messfehler bei schwankender Umgebung. Elektronische Linearisierungen stabilisieren das Ausgangssignal gemäß *VDI/VDE 2632*.

Bei Temperaturen über 250 °C, etwa in Polymeranlagen, kommen Schmelzdrucksensoren mit Edelstahl- oder Keramikmembran zum Einsatz. Ihr Aufbau ist gegenüber aggressiven Medien robust und begrenzt Materialermüdung. In Extrusionsmaschinen nach *ISO 294* überwacht ein Sensor den Systemdruck im Düsenkopf zur Sicherung gleichbleibender Qualität.

Bauarten und Messmethodik

Drei Referenzarten bestimmen das Messverhalten: Absolutdrucksensoren messen gegen ein Vakuum nach *IEC 60770*. Relativdrucksensoren vergleichen mit dem Umgebungsdruck, typisch in pneumatischen Aktorsystemen. Differenzdrucksensoren erfassen die Differenz zweier Kammern und leiten daraus Füllstände oder Filterzustände ab. Luftdrucksensoren sind eine Untergruppe für meteorologische Messungen.

Piezoresistive Sensoren nutzen mikromechanische Siliziumstrukturen, kapazitive Ausführungen Elektrodenanordnungen mit definiertem Dielektrikum. Ergänzend existieren magnetische oder optische Sensortypen für Spezialanwendungen wie Medizintechnik oder Gaszählersystemen.

Anwendungsfelder in Industrie und Gebäudeautomation

Druckmesstechnik unterstützt Prozesse von Hydraulik bis Füllstandsmessung. In der Automobilindustrie regeln Sensoren den Druck in Kraftstoffleitungen oder Kompressorsteuerungen von Wärmepumpensystemen (Beispiel nach *DIN 3852*). In der Gebäudetechnik überwachen Relativdruckmessgeräte den Differenzdruck zwischen Lüftungszonen zur exakten Volumenstromregelung.

  • Differenzdruck: Ermittlung von Filterzuständen in Klimaeinheiten.
  • Schnittstelle: Integration über I²C-, SPI- oder analoge 4–20‑mA‑Ausgänge.
  • Bauform: Einbau bei begrenztem Platzbedarf dank kompakter Gehäusemaße.
  • Druckschalter: Kombination aus Sensor- und Schaltfunktion für Sicherheitskreise.

Kriterien für die technische Auswahl

Entscheidend ist die Langzeitstabilität gemäß *VDI/VDE 2640 Blatt 2*. Eine stabile Kalibrierkurve minimiert Drift im Dauerbetrieb über Jahre. Materialien wie Edelstahl widerstehen korrosiven Fluiden besser als Aluminiumgehäuse. Keramische Trennmembranen isolieren aggressive Medien wirkungsvoll vom Trägermaterial des Sensors.

  1. Messgenauigkeit: Abweichung vom Istwert in Prozent vom Vollskalawert (%FS).
  2. Mediendichte: Eignung für flüssige oder gasförmige Stoffe innerhalb einer Leitung.
  3. Betriebsbedingung: Umfasst Temperaturbereich sowie Vibrationslevel, spezifiziert nach *DIN EN 60770‑1*.

Spezifikationen und Normbezug

Technische Kennzahlen für industrielle Drucksensoren
EigenschaftBeschreibungKlassifizierung / Norm
Druckbereich-1…1000 bar je nach Anwendung*IEC 60770*
Linearitätsfehler / Genauigkeitsklasse<±0,25 % FS je nach Typ*IEC 60770*
Langlebigkeit / Langzeitstabilität<±0,5 % FS pro Jahr (Driftgrenze)*VDI/VDE 2640‑2*
Betriebstemperaturkoeffizient<±0,02 % FS/K, spezifisch abgeglichen*DIN EN 60770‑1*
SignalaufbereitungElektronische Linearisierung und Kompensation*VDI/VDE 2632*
ExtrusionsprozesseProzessüberwachung im Düsenkopfbereich*ISO 294*
Anschluss- und DichtsystemeAuslegung von Gewinden und Dichtungen*DIN 3852*

Der elektrische Anschluss bestimmt das Integrationsniveau im Steuerkreis einer Anlage. Digitale Schnittstellen ermöglichen konsistente Datenübertragung ohne externe Wandler. Dadurch bleiben elektronische Druckmessgeräte mit gängigen Feldbusprotokollen kompatibel und unterstützen eine zuverlässige Prozessführung in komplexen Systemverbünden.

Hersteller sind ifm electronic gmbh, SUCO Robert Scheuffele GmbH & Co. KG, Arthur Grillo GmbH, KS-Sensortechnik GmbH, Balluff GmbH, ETO MAGNETIC GmbH, Lütze Transportation GmbH, Analog Microelectronics GmbH, KROHNE Messtechnik GmbH, EGE-Elektronik Spezial-Sensoren GmbH, burster präzisionsmesstechnik gmbh & co kg, VEGA Grieshaber KG, Nöding Messtechnik GmbH, Metallux AG

FAQ zu Drucksensoren

Wie werden Drucksensoren montiert, um präzise Messergebnisse zu gewährleisten

Für hohe Messgenauigkeit müssen Drucksensoren spannungsfrei und vibrationsarm montiert werden. Abdichtungen sind korrekt auszuführen, und das vom Hersteller angegebene Anzugsdrehmoment ist einzuhalten, um Leckagen und Langzeitdrift zu vermeiden. Eine fachgerechte Installation minimiert Ausfallzeiten und sichert die Messqualität über die gesamte Lebensdauer.

Welche Intervalle sind für Wartung und Kalibrierung von Druckmessgeräten empfehlenswert

Die Wartungsintervalle von Druckmessgeräten hängen von Einsatzbereich und Genauigkeitsanforderung ab und liegen in der Regel zwischen einem und drei Jahren. Eine jährliche Kalibrierung nach DIN EN ISO 9001 gilt in vielen Industriebereichen als Standard, um die Messgenauigkeit sicherzustellen. Regelmäßige Prüfungen minimieren Betriebsrisiken und beugen Produktionsfehlern durch unpräzise Messwerte vor.

Welche Hauptfaktoren bestimmen die Total Cost of Ownership (TCO) eines Drucksensors?

Die TCO eines Drucksensors werden durch Anschaffung, Installation, Kalibrierung und Wartung bestimmt. Hinzu kommen Energieverbrauch, Ausfallzeiten und der Austausch von Verschleißteilen. Hochwertige Sensoren mit hoher Langzeitstabilität nach VDI/VDE 2640 Blatt 2 können trotz höherer Anschaffungskosten die Gesamtkosten durch geringeren Wartungsaufwand und längere Lebensdauer reduzieren.

Welche Anforderungen müssen Drucksensoren in explosionsgefährdeten Bereichen erfüllen?

Drucksensoren in explosionsgefährdeten Bereichen benötigen eine ATEX-Zertifizierung gemäß Richtlinie 2014/34/EU. Sie müssen so konstruiert sein, dass keine Zündquellen wie Funken oder überhitzte Oberflächen entstehen. Zudem ist eine passende Einstufung in die jeweilige Ex-Schutzklasse erforderlich. Material und Gehäuse müssen den Einsatzbedingungen standhalten, häufig werden Edelstahl oder spezielle Beschichtungen verwendet.

Wann empfiehlt sich der Einsatz drahtloser Druckmessgeräte?

Drahtlose Druckmessgeräte sind sinnvoll in schwer zugänglichen Bereichen oder bei temporären Messungen, wenn eine Kabelinstallation zu aufwendig oder unwirtschaftlich ist. Sie erleichtern Nachrüstungen in bestehenden Anlagen und senken die Installationskosten, insbesondere in weitläufigen Infrastrukturen. Für eine stabile Datenübertragung und lange Batterielaufzeit von mehreren Jahren sollten Standards wie WirelessHART oder ISA100.11a eingehalten werden.

Welche Faktoren bestimmen die Wahl zwischen digitalen und analogen Sensorausgängen?

Die Entscheidung zwischen digitalen Ausgängen wie I²C oder SPI und analogen Ausgängen wie 4–20 mA oder 0–10 V hängt von der Integrationsumgebung ab. Digitale Signale sind rauschunempfindlicher und präziser, geeignet für komplexe Steuerungen und lange Leitungen. Analoge Ausgänge lassen sich einfacher in bestehende SPS-Systeme einbinden und sind kostengünstig für einfache Regelkreise. Für genaue Messergebnisse ist bei analogen Signalen der Leitungswiderstand zu berücksichtigen.

Welche Membranmaterialien eignen sich für den Einsatz von Drucksensoren in hochaggressiven Medien?

Für aggressive Medien, die herkömmlichen Edelstahl angreifen, werden korrosionsbeständige Sonderwerkstoffe verwendet. Hastelloy C276 eignet sich für Säuren und Laugen, Monel für Meerwasserapplikationen und Tantal für halogenhaltige Verbindungen. Die chemische Beständigkeit ist gemäß ISO 15156 zu prüfen, um Korrosion und vorzeitige Sensorausfälle zu vermeiden.

Hintergrund: Drucksensoren

  • Drucksensor Wikipedia

    Drucksensoren bilden das erste Glied der Messkette und wandeln Druck in elektrische Signale. SI-Einheit ist Pascal (Pa), nach DIN 1301 auch bar; messen stationären Druck, Differenzdruck und Schwankungen bis zum Schalldruck.

Diese Anbieterliste Drucksensoren umfasst auch: Schmelzdrucksensoren, Luftdrucksensoren, Absolutdrucksensoren, OEM Drucksensoren

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026, ID: 31135