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EMV-Schirmklammern Hersteller – Vergleich

Als Leiterklemme der Elektrotechnik fungieren Emv-Schirmklammern als federnde Kontaktteile zur 360°-Anlage am Kabelschirm, deren Geometrie und Federkraft eine niederimpedante Schirmführung in Gehäusen und auf Montageplatten ermöglichen. Im Schaltschrankbau und in der Automatisierungstechnik koppeln sie Schirme von Feldleitungen definiert an Kabelverschraubung und Montagepunkte, um Störungen in Antriebs- und Steuerkreisen zu begrenzen. Für die Beschaffung zählen normgerechter Potenzialausgleich nach DIN EN 61000-5-2, passender Klemmbereich und ein spezifizierter Übergangswiderstand bei gefordertem Federdruck.
Lieferanten und Händler:

Geprüfte EMV-Schirmklammern Hersteller

Gottlieb-Daimler-Strasse 11, 71394 Kernen
Germany

Über EMV-Schirmklammern

Emv-Schirmklammern bilden die Schnittstelle zwischen dem Leitungsschirm eines Kabels und dem Massepotenzial einer Baugruppe. Sie führen hochfrequente Störströme breitbandig ab und unterstützen die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) des Gesamtsystems. Bei korrekter Dimensionierung hält der Federdruck den Übergangswiderstand niedrig. Eine dauerhaft stabile Kontaktfläche verringert Induktivität und ohmsche Verluste, entscheidend bei Anwendungen oberhalb von 10 MHz. Materialien wie verzinnter Federstahl oder Edelstahlkombinationen erfüllen elektrische und mechanische Anforderungen zugleich.

Funktionale Eigenschaften und Kontaktprinzip

Wo hochfrequente Felder auftreten, greifen Schirmklammern mit definiertem Federdruck in das Kabelgeflecht. Der mechanische Druck stellt eine niederimpedante Verbindung zum Gehäuse oder zur Montageplatte her. Hohe Kontaktgüte reduziert parasitäre Effekte und verbessert die Ableitung. Ein Beispiel: Bei Steuerleitungen in Hydraulikaggregaten reduziert ein Anpressdruck von etwa 20 N die Spannungsinduktion signifikant. Verzinnte Oberflächen schützen zusätzlich gegen Korrosion, ohne die elektrische Leitfähigkeit zu beeinträchtigen.

Bauformen und Montagemöglichkeiten

Je nach Aufbau der Anlage kommen unterschiedliche Geometrien zum Einsatz. Schraubmontierte Typen sitzen direkt auf dem Chassis und nutzen einen Schraubfuß für den festen Massekontakt. Für modulare Systeme eignen sich Varianten, die auf einer Sammelschiene montiert werden und Ströme mehrerer Leitungen zentral ableiten. Kompakte Modelle sind für eng beieinanderliegende Einzeladern oder begrenzten Bauraum ausgelegt. Klammern mit Rändelknopf oder integrierter Schraubfunktion beschleunigen werkzeuglose Wartung.

  • Schraubmontage: Direkter Kontakt über Montagefuß zu leitfähigen Gehäuseteilen.
  • Sammelschienenmontage: Bündelung mehrerer Schirme auf einem Erdungspfad.
  • Kompaktversion: Für dicht bestückte Leiterführungen mit geringer Zugkraftreserve.

Kriterien für Material- und Größenwahl

Nicht jede Baugruppe erfordert dieselbe Befestigungsart. Maßgeblich sind Klemmbereich, Materialzusammensetzung und Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Vibrationen. Edelstahl zeigt in feuchter Umgebung eine höhere Beständigkeit gegen Oxidation als verzinnter Stahl. Der Klemmbereich muss den Außendurchmesser des Leitungsschirms exakt erfassen, andernfalls sinkt der Federdruck unter den erforderlichen Wert für eine sichere Ableitung.

Auch die Geometrie der Kontaktfläche beeinflusst die Stromverteilung entlang des Kabelmantels. Ein größerer Umschlingungswinkel erhöht die Ableitkapazität, gleichzeitig steigen Montagekraft und Platzbedarf. Die Auswahl geeigneter Werkstoffe richtet sich nach der Norm DIN EN 61000‑5‑2, die Anforderungen an Erdung und Potenzialausgleich beschreibt.

Kombination mit Kabelverschraubungen

Soll ein durchgängiger Schirmaufbau entstehen, kombinieren Installationen oft EMV-Kabelverschraubungen mit externen Klammern. Diese Kombination vereint Zugentlastung und Schirmkontaktierung an einem Punkt der Baugruppe. In Maschinensteuerungen führt eine fachgerechte Montage über das Gewindegehäuse zu einer homogenen Stromabführung in Richtung Sammelschiene, wichtig für störfeste Datenübertragung zwischen Sensorikmodulen oder Routern.

Typisierte Ausführungen von EMV-Schirmklammern
MerkmalStandardausführungSpezialausführung
Material KontaktfederVerzinnter FederstahlEdelstahl 1.4301
Klemmbereich (Kabel)3–12 mm10–25 mm
BefestigungstypSammelschiene oder SchraubfußMasseflansch oder DIN‑Schiene
AnpressprinzipEinfache FederwirkungDoppelfeder mit erhöhter Zugkraft

Anwendungsfelder im industriellen Umfeld

Anlagen der Automatisierungstechnik setzen Emv-Schirmklammern dort ein, wo geschirmte Signalleitungen dichte Kabelführungen bilden, etwa in Schaltschränken komplexer Steuerkreise von Verpackungsmaschinen oder Prüfanlagen der Elektronikfertigung. Auch Telekommunikationssysteme nutzen sie bei Routerinstallationen zur Reduzierung elektromagnetischer Emissionen innerhalb metallischer Gestelleinheiten.

Neben statischen Bedingungen ist Vibrationsfestigkeit relevant: Hochleistungsvarianten müssen wiederholten Beschleunigungen bis 50 m/s² standhalten, ohne ihre Klemmkraft zu verlieren. Die Werkstoffwahl beeinflusst damit sowohl elektrische Parameter als auch Langzeitstabilität unter Betriebsbeanspruchung.

Kosten- und Integrationsaspekte

Kosten ergeben sich vorrangig aus Materialtyp und Fertigungskomplexität der Geometrie. Edelstahlvarianten sind teurer als verzinnte Standardmodelle, bieten aber höheren Korrosionsschutz in offenen Anlagenbereichen. Der Aufwand bei Bestückung und Demontage wirkt direkt auf die Gesamtbetriebskosten: Klammern mit Rändelknopf verkürzen die Servicezeit pro Verbindung um bis zu 30 %, wodurch das Risiko einer Beschädigung am Kabelschirm beim Austausch einzelner Leitungen sinkt.

  • Baugruppenzugänglichkeit: Bestimmt den Zeitbedarf für Nachrüstungen oder Wartungsschritte.
  • Zugentlastung: Ergänzt durch passende EMV-Kabelverschraubungen den mechanischen Halt.
  • Dauerhaltbarkeit: Wird durch konstante Federkräfte über mehrere Jahre gesichert.
  • Ableitcharakteristik: Bleibt bei definierter Geometrie trotz Temperaturzyklen konstant.

Letztlich greifen konstruktive Robustheit und normgerechte Erdungsverfahren erst vollständig ineinander, wenn jeder Leitungsschirm über präzise ausgelegte Emv-Schirmklammern geführt wird – so entsteht eine schlüssige Schirmintegration im gesamten elektrischen Equipment einer Anlage.

Hersteller sind Jacob GmbH Elektrotechnische Fabrik

FAQ zu EMV-Schirmklammern

Welche Fehler treten häufig bei der Montage von EMV-Schirmklammern auf?

Typische Montagefehler sind ein zu geringer oder zu hoher Anpressdruck, der zu erhöhtem Übergangswiderstand oder Kabelbeschädigungen führt. Auch ein ungeeigneter Klemmbereich beeinträchtigt die Schirmwirkung. Der Kontaktbereich muss sauber und oxidationsfrei sein, um eine stabile elektrische Verbindung sicherzustellen. Ein Anpressdruck von mindestens 15 N gilt als empfehlenswert.

Wie wirkt sich die Materialwahl auf die Langzeitstabilität von EMV-Lösungen aus

Die Materialwahl bestimmt maßgeblich die Lebensdauer einer EMV-Lösung, insbesondere bei Korrosion, Feuchtigkeit oder Vibration. Federstahl mit Zinnbeschichtung bietet gute Leitfähigkeit und ist kostengünstig, kann jedoch unter hoher Luftfeuchtigkeit oxidieren. Edelstahl, etwa Werkstoff 1.4404, ist beständiger gegen Salznebel und chemische Einflüsse und gewährleistet über zehn Jahre eine konstante Klemmkraft. Die Materialauswahl sollte an die Umgebungsbedingungen und die geplante Nutzungsdauer angepasst werden.

Welche Bedeutung haben EMV-Schirmklammern für die CE-Kennzeichnung von Geräten?

EMV-Schirmklammern sind zentrale Bauelemente zur Erfüllung der EMV-Richtlinie 2014/30/EU und damit für die CE-Kennzeichnung relevant. Sie senken elektromagnetische Emissionen und erhöhen die Störfestigkeit. Die Konformität wird über harmonisierte Normen wie die EN 61000-6-X-Reihen nachgewiesen, die Grenzwerte für Emissionen und Immunität definieren. Eine fachgerechte Auswahl und Montage ist entscheidend für die Marktzulassung des Endprodukts.

Wie lässt sich die Funktion von Schirmkontakten nach der Montage überprüfen?

Die Funktionsprüfung von Schirmkontakten erfolgt durch Messung der Transferimpedanz nach DIN EN 50289-1-6. Ein niedriger Wert bei hohen Frequenzen weist auf eine wirksame Schirmung hin. Alternativ kann die Schirmdämpfung des Gesamtsystems nach IEC 62153-4-3 zur Quantifizierung der Feldstärkereduzierung gemessen werden. Für eine zuverlässige Schirmwirkung sollte die Transferimpedanz bei 30 MHz unter 10 mOhm/m liegen.

Wann empfiehlt sich der Einsatz von EMV-Schirmklammern mit doppelter Federwirkung?

EMV-Schirmklammern mit doppelter Federwirkung sind bei starken Vibrationen oder dynamischen Belastungen sinnvoll. Sie sichern auch unter extremen Bedingungen einen dauerhaft stabilen, niederohmigen Kontakt zum Kabelschirm. Dies ist insbesondere in Fahrzeugen, Robotiksystemen und Maschinen mit häufigen Bewegungen relevant, wo eine langfristig zuverlässige Schirmung erforderlich ist. Die doppelte Feder gewährleistet eine konstante Klemmkraft selbst bei Beschleunigungen bis 50 m/s².

Wie beeinflusst unzureichende Schirmung die Datenübertragung?

Fehlende oder unzureichende Schirmung verursacht elektromagnetische Störungen, die Rauschen in den Signaladern induzieren und digitale Signale verfälschen. Dadurch entstehen Datenkorruption, Paketverluste und sinkende Übertragungsraten. In industriellen Ethernet-Systemen wie Profinet oder EtherCAT führen solche Störungen zu erhöhten Bitfehlerraten und möglichen Systemausfällen. Für stabile Datenraten über 100 Mbit/s ist eine wirksame Schirmung notwendig, um Signalstörungen unter 10 mV zu halten.

Wie können Unternehmen die Total Cost of Ownership von EMV-Komponenten reduzieren?

Die Total Cost of Ownership (TCO) von EMV-Komponenten lässt sich durch langlebige Materialien, einfache Montage und hohe Kompatibilität senken. Robuste Klammern verringern Ausfallzeiten und Wartungsaufwand, da sie weniger häufig ersetzt werden müssen. Eine Standardisierung auf wenige, leicht verfügbare Typen reduziert Lagerkosten und vereinfacht Serviceprozesse. Zudem sinken indirekte Kosten infolge vermiedener Störungen, Produktionsausfälle oder Datenverluste um bis zu 20 Prozent.

Hintergrund: EMV-Schirmklammern

  • Elektromagnetische_verträglichkeit Wikipedia

    Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bedeutet, dass Geräte einander nicht stören und selbst ungestört arbeiten. Sie ist sowohl technische Aufgabe als auch rechtliche Anforderung – Komponenten wie EMV‑Schirmklammern tragen maßgeblich dazu bei.

Diese Anbieterliste EMV-Schirmklammern umfasst auch: EMV Klammern

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: August 2026, ID: 49693