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Smart-Factory Anbieter – Vergleich

In der Automatisierungstechnik bezeichnet eine Smart-Factory die digital gesteuerte Fabrik, in der Manufacturing Execution System (MES) und Enterprise Resource Planning (ERP) mit Maschinen und Sensorik in einem durchgängigen Regelkreis zusammenarbeiten. In der diskreten Fertigung des Maschinen- und Automobilbaus steuert eine Softwarelösung Rüstwechsel, Materialfluss und Qualitätsprüfung an der Produktionsanlage mit minimaler Taktunterbrechung. Bei der Beschaffung zählt die nachweisbare Konformität zu OPC Unified Architecture (OPC UA) und ISO/IEC 27001, inklusive Integration in die bestehende Infrastruktur mit definierten Latenz- und Verfügbarkeitswerten.

Geprüfte Smart-Factory Anbieter

Friedrichstr. 1, 45128 Essen
Deutschland

Smart-Factory Fachartikel

Fliegen statt Segeln - Vernetzte Fertigungssysteme von Bystronic für die Blechbearbeitung

Bystronic: Der Segelsport und die moderne Blechfertigung haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Und doch gibt es Parallelen: In beiden Disziplinen ist das Tempo an der Grenze des technisch Machbaren und die Crew wird von Echtzeitinformationen unterstützt. Das vernetzte Fertigungsmanagement von Bystronic sorgt dafür, dass auch kleinere Blechbearbeiter im Wettrennen um Aufträge ganz vorne mitmischen.

Gemeinsames Seminar von ifm und der National Kaohsiung University

ifm: Am 26. September 2018 haben ifm #Taiwan und der Fachbereich Electrical Engineering an der National Kaohsiung University of #Science and #Technology ein gemeinsames Seminar abgehalten, um #Industrie40 und verwandte Themen zu diskutieren.

Als Smart Partner of SmartFactory in Korea

ifm: Vom 5. bis zum 7. September fand in Changwon im Süden von Korea die Messe Smart Factory statt und mit dabei war auch ifm Korea! Durch die Teilnahme konnte ifm Korea ihre Position von einem Sensorhersteller hin zu einem "Partner für Smart Factory" im Markt

Über Smart-Factory

Eine Smart-Factory ist ein vernetztes Produktionssystem, das Cyber-physische Systeme (CPS) und das Internet der Dinge (IoT) koppelt und den Datenfluss nach der Struktur der DIN EN 62264 organisiert. Die Architektur stellt die Interoperabilität zwischen Produktionsanlage und Fertigungsanlage her, stützt sich auf eine belastbare Infrastruktur für Kommunikation und bezieht Referenzmodelle der Initiative Plattform Industrie‑4.0 ein.

Architektur und Kernkomponenten

Die Ebenen nach DIN EN 62264 verknüpfen Sensorik, die Steuerung durch SPS (speicherprogrammierbare Steuerung), die Ausführung durch MES (Manufacturing Execution System) und die Planung durch ERP (Enterprise Resource Planning). Ein PLM (Product Lifecycle Management) ergänzt den Regelkreis um Rückverfolgbarkeit bis zum Rückruftermin. Ein zentrales Datenmodell konsolidiert Produktionssteuerung, Kennzahl und Auftragsstatus. Das Informationsmodell verwaltet Datenelemente als Elements und etabliert einen Knotenpunkt für zuverlässigen Datenaustausch.

Robotik, FTS (fahrerlose Transportsysteme) und intelligente Sensoren agieren als Automatisierungskomponenten innerhalb eines Automatisierungssystems, das den Medienverbrauch für Druckluft und Kühlwasser protokolliert und die Leistungsseite der Linie sichtbar macht. SPS koppeln über OPC UA, Industrial Ethernet oder 5G. Diese Telekommunikation unterstützt Überwachung, Datenverständnis und Fehlererkennung. Assistenzsysteme und KI-Algorithmen stützen adaptive Reaktionen auf Abweichungen vom Vorgabewert. Das Mitgliedsverzeichnis der OPC‑UA‑Community dokumentiert Profile, die Knotenpunkt-Modelle harmonisieren. Der Automatisierungsgrad steigt dabei schrittweise, ohne den Verbund der Systeme zu unterbrechen.

Implementierung und Produktionsszenarien

Eine Fertigungslösung beginnt mit Inbetriebnahme und Erprobung im Brownfield, bindet Bestands-SPS an und skaliert die Produktionslösung später in den Verbund der Lieferkette. Wertstrommanagement priorisiert Engpässe und richtet den Wertstrom auf Materialfluss, Lagerkapazität und Medienverbrauch aus. Diese Einbindung bildet die Grundlage für Skalierung, Produktentwicklung und geregelte Reaktionen auf Störung, Abweichung und Ausfallzeit unter volatilen Rahmenbedingungen wie Energiepreis. Anwendungsfall: Eine Linie rüstet von Losgröße 1 auf 500 in 8 Minuten um und hält dabei einen Vorgabewert für Ausschuss von 1,0 %.

Ein Produktionsszenario deckt flexible Serienfertigung und Massenproduktion mit Individualisierung ab und steuert Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung ohne zusätzliche Taktzeit. Die Skalierung folgt messbaren Kennzahlen zu Teilekosten, Materialkosten und Produktionskosten. Der Materialfluss löst ein innerbetriebliches Transportproblem über FTS-Routen. Eine Softwarelösung verdichtet den Auftragsstatus in Dashboards und meldet Abweichung sofort an die Fertigungssteuerung. Diese Verzahnung senkt Rüstzeiten und schützt die Medienversorgung im laufenden Produktionsablauf.

Auswahlkriterien und Integrationstiefe

Integrationsstufen der Smart-Factory
MerkmalBasislösung (teilintegriert)Fortgeschrittene Lösung (vollintegriert)
DatenaustauschManuell/semi‑automatisch, punktuellBi‑direktional, Echtzeit, standardisiert (z. B. OPC UA)
AutomatisierungsgradTeilautomatisiert, hohe Mensch‑Maschine‑InteraktionHochautomatisiert, autonome Module, Assistenzsysteme
RegelkreisManuelle Anpassung bei erkannter AbweichungAutomatischer Regelkreis, Fehlererkennung und -korrektur
FlexibilitätBegrenzte Anpassung an Losgrößen, feste ProduktionsszenarienHohe Anpassung (Losgröße 1), dynamische Produktionsszenarien
SystemintegrationInsellösungen, Datensilos möglich, manuelle SchnittstellenDurchgängige Interoperabilität (ERP, MES), Verbundsystem

Die Auswahl bewertet Integrationsfähigkeit zur bestehenden Infrastruktur, prüft ISO 27001 für Datensicherheit und bestätigt die Verzahnung von ERP, MES und PLM ohne Medienbruch. Ein Software-Paket reduziert manuelle Schnittstellen durch standardisierte Profile und stützt die Interoperabilität im Verbund. Die Entscheidung berücksichtigt das Potenzial zur Einbindung von Automatisierungslösungen und Telekommunikation in einer konsistenten Architektur.

  • Unterstützungsfunktion: Dashboards liefern Kennzahl, Abweichung und Prognose für Ausfallzeit in Echtzeit.
  • Inbetriebnahme: Digitale Zwillinge beschleunigen die Erprobung und reduzieren die Stillstandszeit um 20 %.
  • Wertstrommanagement: Algorithmen priorisieren Engpässe und balancieren Lagerkapazität über Taktinseln.
  • Kommunikation: OPC UA sichert den Knotenpunkt für heterogene Steuerungen und senkt Integrationsrisiken.

Ein Finanzierungsblock kartiert Finanzierungsmöglichkeit, Finanzierung und Anlagemöglichkeit mit einer ROI‑Berechnung. Das Modell führt Rendite, Kursentwicklung und Wertentwicklung als Szenarien und ermöglicht den Einstieg in die Skalierung. Eine Produktionslösung mit klarer Einbindung in die Lieferkette macht die Wertstrommanagement-Regeln transparent. Ein Qualitätsmanagement bindet Rückverfolgbarkeit an PLM-Objekte und steuert Rückruftermin und Maßnahmen ohne Umweg.

Anbieter sind ifm electronic gmbh, EMAG GmbH & Co. KG, symestic GmbH, TL Electronic GmbH, TRUMPF SE + Co. KG, Plavis GmbH

FAQ zu Smart-Factory

Wie lässt sich der wirtschaftliche Erfolg einer Smart Factory präzise bewerten?

Der wirtschaftliche Erfolg einer Smart Factory wird über eine Total-Cost-of-Ownership-Analyse (TCO) bewertet. Sie umfasst Investitions-, Betriebs-, Wartungs- und Schulungskosten über den gesamten Lebenszyklus. Der Return on Investment liegt typischerweise zwischen 18 und 36 Monaten, abhängig von Automatisierungsgrad und Skalierung. Für die Validierung sind nachweisbare Einsparungen bei Ausschuss, Energieverbrauch und Rüstzeiten entscheidend.

Welche zentralen Herausforderungen treten bei der Implementierung auf?

Hauptprobleme ergeben sich aus der Interoperabilität heterogener Systeme und der Einhaltung der Datensicherheit nach BSI IT-Grundschutz. Zusätzlich verstärkt der Bedarf an qualifiziertem Personal für Datenanalyse und IT-Wartung den Fachkräftemangel. Auch die Akzeptanz neuer Technologien durch Mitarbeitende ist kritisch. Ein frühzeitig etabliertes Change-Management-Programm hilft, Widerstände zu verringern und die Belegschaft zu befähigen.

Wie können kleine und mittlere Unternehmen konkret von Industrie 4.0 profitieren?

KMU profitieren von Industrie 4.0 durch modulare, schrittweise eingeführte Lösungen. Sinnvolle Einstiegsfelder sind etwa Predictive Maintenance oder digitales Qualitätsmanagement, da sie schnell messbare Effizienzgewinne ermöglichen. Förderprogramme wie Digital Jetzt unterstützen Investitionen mit bis zu 50.000 Euro. Jede Implementierungsphase sollte eine klare ROI-Analyse beinhalten, um den wirtschaftlichen Nutzen zu sichern.

Welche Datenschutz- und Sicherheitsstandards sind in der vernetzten Produktion unverzichtbar?

Zentrale Normen sind ISO 27001 für Informationssicherheit, die DSGVO für den Schutz personenbezogener Daten sowie ISA/IEC 62443 für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme. Ein Zero-Trust-Architekturmodell, das sämtlichen Netzwerkteilnehmern grundsätzlich misstraut, erhöht die Sicherheit erheblich. Zur Sicherstellung der Compliance sind regelmäßige Überprüfungen und Audits, mindestens einmal jährlich, erforderlich.

Welche Kompetenzen benötigen Mitarbeitende für den Betrieb einer Smart Factory?

Für den Betrieb einer Smart Factory sind Kenntnisse in Datenanalyse, IT-Sicherheit und der Steuerung digitaler Schnittstellen zentral. Zusätzlich sind interdisziplinäres Denken und ausgeprägte Problemlösungsfähigkeiten erforderlich, um vernetzte Systeme ganzheitlich zu verstehen. Unternehmen sollten dafür ein jährliches Weiterbildungsbudget von 2 bis 5 Prozent der Personalkosten vorsehen und interne Wissensplattformen zum Kompetenzaufbau etablieren.

Wie trägt eine digitale Fabrik zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen bei?

Eine digitale Fabrik senkt durch präzise Prozesssteuerung den Energieverbrauch und Ausschuss. Die Energieeffizienz kann nach ISO 50001 zertifiziert werden und ermöglicht eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs um 5 bis 15 Prozent. Echtzeit-Monitoring von Ressourcenflüssen identifiziert und minimiert Abfallströme. Investitionen in IoT-Sensoren zur Erfassung des Medienverbrauchs und intelligente Steuerungssysteme verbessern die ökologische Bilanz messbar.

Welche Bedeutung hat Edge Computing in der modernen Fertigung?

Edge Computing verarbeitet Daten unmittelbar an der Produktionslinie, verringert Latenzzeiten und senkt den Bandbreitenbedarf. Es ist entscheidend für Echtzeitanwendungen wie Qualitätsprüfung und Robotiksteuerung, bei denen Millisekunden zählen. Voraussetzung ist robuste, industrietaugliche Hardware, die rauen Umgebungen standhält. Vor der Implementierung sollten Edge-Lösungen auf Kompatibilität mit vorhandenen SPS- und MES-Systemen geprüft werden, um eine nahtlose Integration sicherzustellen.

Hintergrund: Smart-Factory

  • Smart_factory Wikipedia

    Smart Factory ist ein Industrie‑4.0‑Konzept aus der Fertigungstechnik: vernetzte Produktionsumgebungen, in denen Fertigungs‑ und Logistiksysteme weitgehend autonom und selbstorganisiert ohne menschliche Eingriffe die gewünschten Produkte herstellen.

Diese Anbieterliste Smart-Factory umfasst auch: Digitale Fabrik, Software FÜR Digitale Fabrik

Autor: induux Redaktion · Zuletzt aktualisiert: Mai 2026