Weitere Hersteller Lagerregale
Mehr über Lagerregale
Lagerregale strukturieren die Warenaufbewahrung, sichern definierte Zugriffswege und verknüpfen die Abläufe der Lagerlogistik mit der baulichen Lagerlösung. In der Lagereinrichtung fungieren sie als Ordnungseinheit, die Bestände nach Regaltyp, Volumen und Umschlaghäufigkeit gliedert. So entstehen klare Greifräume, während Logistik und Lagerhaltung eine gemeinsame Datengrundlage für Bestands- und Platzverwaltung nutzen – von der Werkstatthalle bis zur großen Lagerhalle.
Arbeitsablauf und Flächenplanung
Die Anordnung von Regalen steuert den Arbeitsablauf der Einlagerung und die Wegezeiten. Eine saubere Zonierung der Lagerfläche verhindert Kreuzverkehr, priorisiert schnelle Artikel und ermöglicht kontrollierte Raumnutzung. Dadurch lassen sich Kommissionierzonen, Quarantäneplätze oder ein Hallenbüro ohne Flächenverluste integrieren. Für fragile Güter werden Pufferplätze vorgesehen, während sperriges Lagergut separate Gänge erhält, damit Greifhöhen und Greifweiten planerisch konsistent bleiben.
Regaltypen und Einsatzfelder
Ein Regaltyp wird über Traglast, Zugriff und Geometrie definiert. Dazu zählen Fachbodenregale mit verstellbaren Ebenen, häufig als Schraubsystem, Palettenregale für Mehrplatzlagerung, Archivregale und Büroregale für dokumentenorientierte Ablagen sowie Systeme für Langgut mit auskragenden Armen. Für die Palettenlagerung werden meist Rahmen aus Metall genutzt. Für kleinteiliges Lagergut eignen sich dichte Regallösungen, während Speziallösungen und Regalprogramme auf Sondermaße und Temperaturzonen ausgelegt sind.
Konstruktion und Traglasten
Die Bauweise bestimmt die Tragfähigkeit jedes Regalfelds. Wesentlich sind Metallprofile mit gelochtem Ständerstiel, formschlüssige Traversen, ein verlässlicher Bodenausgleich sowie klar ausgewiesene Feld- und Fachlasten. Eine präzise statische Auslegung schafft hohe Lagerkapazität auf minimaler Grundfläche. Das zugehörige Regalprogramm umfasst Zwischenwände, Durchschubsicherungen und relevantes Zubehör, sodass die Konfiguration tragfähiger, langlebiger Einheiten planbar ist.
Vertikale Erweiterung und Sonderumgebungen
Mehrgeschossige Konzepte mit Lagerbühne nutzen das Hallenvolumen: Treppen, Geländer und Brandschutzebenen verbessern die Raumausnutzung, ohne die Wegeführung zu stören. In saisonalen Spitzen lassen sich Regale in eine Containeranlage oder Zelthalle verlagern. Auf der Baustelle sichern mobile Einheiten die Materialnähe. In der Werkstatthalle ergänzt die Inneneinrichtung ölbeständige Ebenen. Lagerumbau und Vernetzung mit angrenzenden Bereichen, etwa einem Hallenbüro, werden frühzeitig in die Planung integriert.
Auswahl, Konfiguration und Finanzierung
Ein Regalspezialist bewertet Lagergut, Umschlagraten und Zugriffsprofile und leitet daraus die Konfiguration ab. Der Auftraggeber steuert Budget und Finanzierung, definiert die Einhaltung jeder relevanten Vorschrift und benennt Verantwortliche für Beschilderung und Lastkennzeichnung. Wo Gefahrenstellen denkbar sind, wird proaktiv eine Sicherheitsvorschrift festgelegt, die Schulung, Wegeleitung, Notfälle und Medienversorgung berücksichtigt, damit Neubau, Erweiterung oder Umrüstung ohne Betriebsunterbrechungen gelingt.
Anwendungsfälle aus der Praxis
Bettwäsche in Kartonage nutzt flache Fächer, während ein Hygieneprodukt dokumentationspflichtige Chargenplätze erfordert. Schutzausrüstung wird getrennt von Kleidung gehalten, um Kontamination zu verhindern. Ein Ersatzteil für Agrartechnik liegt in gekennzeichneten Kleinteilebehältern, im Handwerk dienen beschriftete Fächer der raschen Teile-Identifikation, damit Wartungsteams zielgenau nachrüsten können.
Speditionsware wird in Warenausgangszonen gepuffert, während Haustür-Zustellungen kleinteilige Sortierung benötigen. Eine Rücksendung mitsamt Widerrufhinweis wandert erst in das Postfach der Retourenprüfung, dann in die Nacharbeit. In einer Lagerhalle laufen diese Ströme getrennt, sodass der Arbeitsablauf von Neuware und Rückläufern nicht kollidiert und der jeweilige Regalplatz normgerecht freigegeben werden kann.
Sicherheit, Prüfung und Instandhaltung
Die Betriebssicherheit stützt sich auf die Norm DIN EN 15635, die Intervalle für die Inspektion, Meldewege und Prüfstatik vorgibt. Ein Regalinspekteur dokumentiert Verformungen, ein Inspektionsvertrag legt Fristen und Prüftiefe fest, und die Regalprüfung priorisiert Maßnahmen. Reparatur und Bauteiltausch erfolgen regelkonform, damit die Arbeitsumgebung sicher bleibt. Lastschilder verhindern Überladung. Abweichungen werden in Wartungsplänen mit Verantwortlichen, Terminen und Ersatzteilen hinterlegt.
Bedienung und Materialfluss
Innerbetriebliche Logistiksysteme koppeln Kommissionierwege an definierte Zugriffspunkte. Das FIFO-Prinzip (First In, First Out) steuert die Altersstruktur, während gut sichtbare Gangmarkierungen und Pick-Zonen Wege reduzieren. Für sperrige Gebinde erhalten breite Gänge Vorrang, kleinteilige Bereiche nutzen fein rasternde Ebenen. Geschwindigkeit und Sicherheit werden über Beleuchtung, Akustik und rutschhemmende Aufbauten kombiniert, damit Greifvorgänge kontrolliert ablaufen.
| System | Typisches Lagergut | Bedienung/Raumnutzung |
|---|---|---|
| Fachbodenregal | Kleinteile, Kartons, Behälter, Archivgut | Manuell, Podestleiter, Etagenheber, mittel bis hoch |
| Palettenregal | Paletten, Gitterboxen, Palettenlagerung | Gabelstapler, hohe Dichte durch vertikale Stapelung |
| Durchlaufregal | Kleinteile, Kartons, Behälter (FIFO) | Einlagerung mit Stapler, Entnahme manuell, dichte Lagerung |
Zubehör und Ergänzungen
- Regalzeile: Die Aneinanderreihung mehrerer Felder schafft klare Gänge und steigert die Raumnutzung ohne zusätzliche Verkehrsflächen.
- Lagerregalzubehör: Anfahrschutz, Rammschutzpuffer und Gitterrückwände schützen Ständerstiel, Traversen und Regalfeld vor Flurförderzeugkontakt.
- Etagenheber und Podestleiter: Diese Hilfsmittel sichern Greifhöhen bei Fachbodenregalen und stabilisieren Standpositionen in höher gelegenen Ebenen.
- Behälter und Gitterboxen: Stapelbare Behälter ordnen Kleinteile, Gitterboxen bündeln schwere Gebinde und dienen als robustes Transporteinsatzmittel.
Hersteller von Lagerregalen sind z. B. SSI Schäfer, BITO Lagertechnik, KARDEX Remstar, OHRA Regalanlagen, Jungheinrich, Dexion, META-Regalbau, Galler Regalsysteme, Hacobau, Tegometall, Regalux, C+P Möbelsysteme, Schulte Lagertechnik, Nord-Regal.
FAQ zu Lagerregale
Wie reduzieren Lagerregale die Betriebskosten in der Logistik
Lagerregale senken die Betriebskosten durch höhere Lagerdichte und schnelleren Zugriff. Sie verringern Flächenbedarf und Arbeitszeit für Ein- und Auslagerungen. Präzise Bestandsführung minimiert Über- und Fehlbestände, reduziert Kapitalbindung und Logistikfehler und steigert so die Wirtschaftlichkeit.
Wie beginnt die Planung eines neuen Regalsystems?
Zu Beginn erfolgt eine detaillierte Analyse des Lagerguts und der Materialflüsse. Erfasst werden Artikelarten, Mengen, Abmessungen und Umschlaghäufigkeiten. Darauf folgt die Definition der Systemanforderungen, etwa Traglasten und Automatisierungsgrad. Eine frühzeitige Einbindung von Fachplanern gewährleistet die Anpassungsfähigkeit an künftige Geschäftsentwicklungen.
Welche Bedeutung haben Regalsysteme für die digitale Transformation von Lagern?
Regalsysteme bilden die physische Basis der Lagerdigitalisierung. Über Sensoren zur Belegungs- und Bestandskontrolle sind sie mit Warehouse-Management-Systemen vernetzt. Intelligente Regale unterstützen automatisierte Prozesse wie robotergestützte Kommissionierung und fahrerlose Transportsysteme. Dadurch werden Echtzeit-Inventuren und eine datengestützte Optimierung der Lieferkette möglich.
Wie lassen sich Ergonomie und Sicherheit bei Lagerregalen verbessern?
Ergonomie und Sicherheit steigen, wenn Regale an menschliche Arbeitsabläufe angepasst werden. Dazu gehören höhenverstellbare Fachböden, gut beleuchtete Greifzonen und klare Bodenmarkierungen. Ergänzend tragen Anfahrschutzsysteme und regelmäßige Schulungen zur Unfallvermeidung und zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden bei.
Wie tragen umweltfreundliche Lagersysteme zur Nachhaltigkeit bei
Umweltfreundliche Lagersysteme fördern Nachhaltigkeit durch recycelte Materialien und energieeffiziente Produktion. Ihre modulare Bauweise ermöglicht Wiederverwendung und Anpassung, was die Lebensdauer verlängert und Abfall reduziert. Effiziente Anordnung und Routenplanung senken den Energieverbrauch von Beleuchtung und Flurförderzeugen. Zertifizierungen wie Cradle to Cradle belegen die Berücksichtigung des gesamten Produktlebenszyklus.
Wie kann die Flexibilität von Lagerregalen bei steigendem Bedarf gewährleistet werden?
Modulare Bauweisen und skalierbare Komponenten ermöglichen die flexible Anpassung von Lagerregalen an wachsenden Bedarf. Erweiterungen oder Umstrukturierungen lassen sich ohne vollständigen Austausch bestehender Systeme umsetzen. In Verbindung mit dynamischen Lagerverwaltungssystemen können Lagerplätze bedarfsgerecht neu zugewiesen werden, was eine schnelle Reaktion auf saisonale Schwankungen und veränderte Sortimente ermöglicht.