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Widerstandsschweißmaschinen Hersteller

Widerstandsschweißmaschinen fügen metallische Werkstücke durch strominduzierte Wärme nach dem Jouleschen Gesetz. Ein Transformator stellt niedrige Spannungen bei hohen Strömen bereit, Elektroden prägen Strom, Zeit und Anpresskraft ein. Kontaktwiderstände erzeugen lokales Aufschmelzen, Haltedruck bewirkt die metallische Bindung. Bauformen sind Punkt-, Rollennaht- und Buckelschweißmaschinen. Antriebe arbeiten pneumatisch, hydraulisch oder servoelektrisch.

Liste Hersteller Widerstandsschweißmaschinen

Liebigstr. 5, 31061 Alfeld
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Widerstandsschweißmaschinen

Widerstandsschweißen automatisieren: Wie moderne Schweißmaschinen Platz und Kosten sparen

BOKLI Bock & Klingeberg GmbH: Widerstandsschweißen ist eines der effizientesten Schweißverfahren für industrielle Anwendungen. Durch Automatisierung lassen sich Kosten senken und Fertigungsprozesse optimieren. Moderne Widerstandsschweißmaschinen sind kompakt, energieeffizient und leicht in bestehende Produktionslinien integrierbar.

Weitere Hersteller Widerstandsschweißmaschinen

Mehr über Widerstandsschweißmaschinen

Widerstandsschweißmaschinen verbinden metallische Werkstücke durch strominduzierte Wärme nach dem Jouleschen Gesetz. Eine Fachkraft richtet Werkstücke und Elektrode aus, legt Parameter fest und überwacht den Prozess. Der Strom fließt über Kontaktflächen. Deren elektrischer Widerstand erzeugt lokale Erwärmung, Aufschmelzen und Fügen. Kraft, Zeit und Stromstärke müssen präzise an Anwendungsfeld, Geometrie und Materialpaarung angepasst werden.

Grundlagen und Steuerung des Energieeintrags

Kern der Maschine ist ein Transformator, der niedrige Spannungen und hohe Ströme bereitstellt. Industrielle Anlagen nutzen Wechselstrom, Mittelfrequenz-Wechselstrom oder Gleichstrom. Sonderlösungen arbeiten mit Kondensatorentladung für sehr kurze Impulse. Sensorik erfasst Strom, Spannung, Kraft und Weg pro Daten-Channel, und die Steuerungstechnik stellt adaptive Regler für Strom- oder Leistungsrampen bereit, um Spritzer zu vermeiden und die Wärmeeinflusszone zu begrenzen.

Die Anpresskraft entsteht durch pneumatischen, hydraulischen oder servoelektrischen Antrieb mit Linearaktor. Mechanische Nachgiebigkeit und Druckausgleichswerkzeuge kompensieren Bauteiltoleranzen, damit die Kontaktfläche definiert bleibt. Typische Schweißzeiten liegen zwischen 10 Millisekunden und mehreren Sekunden. Das Stromprofil ist in Impulse, Pausen und Nachdruckphasen strukturiert und beeinflusst Gefüge und Punktgröße direkt.

Typen, Ausführungsform und Maschinenausführung

Punktschweißmaschinen erzeugen einzelne Punkte mit hoher Reproduzierbarkeit. Rollennahtschweißmaschinen formen über Rollenelektroden durchgehende Dichtnähte, Buckelschweißmaschinen nutzen erhabene Buckel an der Fügezone. Je nach Ausführungsform reicht das Spektrum vom handgeführten Widerstandsschweißgerät über C‑Zangen bis zur stationären Schweißpresse. Die Maschinenausführung bestimmt Einbauraum, Zugänglichkeit für Vorrichtung und Kühlung sowie das erreichbare Kraft‑Strom‑Zeit‑Fenster.

Technische Parameter und Leistungsbereiche

Die Nennleistung reicht von 10 kVA bei handgeführten Zangen bis über 500 kVA bei Karosseriebauanlagen (DVS). Anpresskräfte bewegen sich von wenigen hundert Newton bis 50 kN, und die Schweißzeit skaliert mit Materialstärke, Oberflächenzustand und Wärmeleitfähigkeit. Die Wahl des Antriebsverfahrens und die Steifigkeit der Schweißvorrichtung bestimmen die Kontaktstabilität. Zugleich definieren Stromband, Netzqualität und Kühlung die obere Belastungsgrenze. Prüfkommandos, Trigger und Toleranzfenster liefert die Steuerungstechnik der Anlage.

Materialien und Anwendungsfelder

Stahl, Edelstahl und ausgewählte Aluminiumlegierungen werden häufig gefügt. Kupfer erfordert besondere Stromdichten. Für Aluminium und Kupfer kommen Mittelfrequenz-Wechselstrommaschinen und Kondensatorentladungsmaschinen zum Einsatz, da hohe Leitfähigkeit kurze, kontrollierte Energiepakete verlangt. Der Aluminiumpreis und der Kupferpreis beeinflussen Bauteildicken. Dadurch ändern sich die geforderten Stromspitzen und die Wahl der Elektrodenkappen. In der Praxis umfasst das Spektrum Karosserien, Haushaltsgeräte, Batteriekontakte und Gitterwaren bis hin zu feinem Punktschweiß im Gerätebau.

Der Begriff Widerstandsschweißen wird in Bedienungsanleitungen oft neben der Schreibweise Widerstandschweiß geführt. Beide bezeichnen denselben physikalischen Prozess. Für den Betrieb im Handwerk existieren kompakte Standardgeräte, während die Automobilindustrie auf die verkettete Widerstandsschweißanlage mit Roboterzuführung setzt.

Integration in Fertigungsprozesse

Maschinen lassen sich als Standardmaschine, Sondermaschine oder als Multifunktionsschweißmaschine in Linien integrieren. Notwendig sind definierte Schnittstellen zur SPS (speicherprogrammierbare Steuerung) und zu MES (Manufacturing Execution System), standardisierte Feldbusse sowie Signal- und Mess-Channel für Qualitätsdaten. Beispiel: Eine Rollennahtzelle im Behälterbau kombiniert Werkstückspannvorrichtung, Nachkühlkreislauf und Dichtigkeitsprüfung in einem Stationstakt.

  • Vorrichtung: Bauteilaufnahme mit Verschleißschutzschichten und Kühlkanälen für reproduzierbare Kontaktflächen.
  • Steuerungsbau: Schaltschranklayout mit Netzfilter, Energiezählern und Sicherheitstechnik nach Performance Level.
  • Endkontrolle: Inline-Messung von Weg und Widerstand pro Schweißpunkt, kumuliert nach Bauteil- und Channel-ID.
  • Auslieferung: Abnahme mit Parametervalidierung, Prozessfähigkeitsnachweis und Übergabe der Dokumentation.

Auswahlkriterien und Budgetrahmen

Die Evaluierungsphase beginnt mit Materialpaarung, Blechdicken und geforderter Festigkeit. Daraus ergeben sich Nennleistung, maximaler Schweißstrom in kA, Anpresskraft sowie die Eignung als C‑Zange, Portal oder Presse. Für Kleinserien oder Mustern genügt oft eine Versuchsmaschine mit flexiblem Werkzeugwechsel; für Teilefertigung mit hohem Durchsatz empfiehlt sich eine modulare Linie nach Baukastenprinzip inklusive Zuführung für jedes Anschweißteil.

Der Budgetrahmen bestimmt Automatisierungsgrad, Sensorik und Datenhaltung. Wichtig sind Prozessüberwachung, Export von Prüfprotokollen, Servicekonzept und Ersatzteilstrategie. Beispiel: Ein Hausgerätehersteller entschied sich für eine Schweißpresse mit Servo-Linearaktor, weil die geforderte Nahtüberdeckung nur mit fein dosierter Kraftregelung erreichbar war. Der Wechselstrom-Transformator wurde wegen vorhandener Netzinfrastruktur gewählt.

  • Maschinenrichtlinien: CE-Konformität, Risikoanalyse und Validierung der Sicherheitsfunktionen.
  • Schweißvorrichtung: Einbindung von Sensorik zur Werkstücklage. Wechselkassetten reduzieren Rüstzeiten bei Varianten.
  • Support: Reaktionszeiten des Herstellers, Remote-Zugriff und Verfügbarkeit von Zubehörteilen und Elektrodenkappen.
  • Antrieb: Auswahl des Antriebsverfahrens nach Taktzeit, Kraftverlauf und Platzbedarf.

Qualitätssicherung und Prozesskontrolle

Ein belastbares Qualitätsniveau entsteht durch abgestimmte Toleranzfenster und Referenzkurven. Systeme protokollieren Strom, Spannung, Kraft und Weg, leiten statistische Grenzwerte ab und überwachen das Schweißfenster in Echtzeit. Stichprobenartige Qualitätscheck‑Methoden umfassen Zugversuche, Abdrückprüfungen und Mikroschliffe nach ISO 17653. Abweichungen markieren potenzielle Schweißprobleme oder Verschleiß am Werkzeug, bevor Serienfehler entstehen.

Schweißlabore unterstützen mit Parameterstudien, Gefügeanalysen und Verfahrensprüfungen als Dienstleistung. Eine Untersuchung an Aluminium-Kupfer-Verbindungen zeigte, dass kurze Impulse mit nachgeschaltetem Haltedruck die Porosität senken. Das Prüfprotokoll dokumentierte das Merkmal des stabilen Widerstandsverlaufs während der Haltephase und lieferte belastbare Freigabekriterien für die Fertigungsphase.

Instandhaltung und Betrieb

Regelmäßige Wartung umfasst das Nachdrehen von Elektrodenkappen, die Kalibrierung des Strombandes und den Austausch wärmebelasteter Komponenten. Kühlkreisläufe, Sekundäranschlüsse und Zangenlager sind auf Durchfluss, Übergangswiderstände und Spiel zu prüfen. Lieferantenseitiger Support, schnelle Bereitstellung von Verschleißteilen und Training zur korrekten Benutzung sichern die Stabilität über den Lebenszyklus.

Vergleich ausgewählter Maschinentypen

Merkmale: Punkt- und Rollennaht
MerkmalPunktschweißmaschineRollennahtschweißmaschine
VerbindungsartEinzelpunkteDurchgehende Naht
Nennleistung (typ.)50–250 kVA (DVS)100–400 kVA (DVS)
Anpresskraft (typ.)1–20 kN2–30 kN
SchweißgeschwindigkeitImpulsbetrieb0,5–10 m/min
AnwendungsbereichKarosserie, BlechbauBehälterbau, Rohre
WerkzeugElektrodenkappenRollenelektroden
Merkmale: Buckelschweißmaschine
MerkmalBuckelschweißmaschine
VerbindungsartMehrere Punkte gleichzeitig
Nennleistung (typ.)80–600 kVA (DVS)
Anpresskraft (typ.)5–50 kN
SchweißgeschwindigkeitImpulsbetrieb
AnwendungsbereichMuttern, Bolzen, Drahtgitter
WerkzeugBuckelwerkzeuge

Fallbeispiele und Betriebspraxis

Automobil: Eine Linie für Türringe verbindet 1,2‑mm‑Stahl im Punktschweiß mit Mittelfrequenz-Wechselstrom. Adaptive Stromregelung kompensiert Verzinkungstoleranzen, die Vorrichtung nutzt schwimmend gelagerte Anschläge. Haushalt: Eine Rollennahtstation dichtet Spülmaschinenwannen ab. Die Schweißvorrichtung integriert Lecktest, und das Prüfprotokoll wird pro Bauteil-Channel archiviert. Beide Zellen laufen als Standardmaschine im Baukastenprinzip mit identischem Steuerungsbau.

Hersteller und Marktüberblick

Bekannte Anbieter sind Bosch Rexroth für Antriebsverfahren und Steuerungstechnik, DALEX Schweißmaschinen, NIMAK, SCHLATTER, FRONIUS, MERKLE, ARO Technologies, Taylor‑Winfield, Tecna, Jianfeng, CEA, Soyer Bolzenschweißtechnik, IDEAL Maschinenbau und SCIAKY. Die Auslieferung umfasst typischerweise Parametervorgaben, Schulung und Servicezugang. Entscheidend sind Ersatzteilverfügbarkeit, Reaktionszeiten und die Dokumentation nach geltendem Qualitätsstandard.

Zusammengefasst stützen gut geplante Widerstandsschweißmaschinen die Teilefertigung mit validiertem Prozessfenster, sauberem Datenfluss und passenden Werkzeugen. Die Kombination aus geeigneter Maschinenausführung, robuster Maschinenrichtlinien-Konformität und belastbarer Datenerfassung bildet die Grundlage für reproduzierbare Verbindungen in Serie.

Hinweis zur Terminologie: In Pflichtenheften tauchen neben Widerstandsschweißen auch Schreibweisen wie Widerstandschweiß und Punktschweiß auf; die technische Kernfunktion bleibt identisch, unabhängig davon, ob die Anlage als Widerstandsschweißmaschine, Standardmaschine, Widerstandsschweißanlage oder Sonderlösung bezeichnet wird.

FAQ zu Widerstandsschweißmaschinen

Wie kann der Energieverbrauch von Widerstandsschweißmaschinen reduziert werden

Der Energieverbrauch sinkt durch den Einsatz von Mittelfrequenz-Invertertechnik und Kondensatorentladungsschweißen, da diese Verfahren präzisere und effizientere Energiepulse erzeugen als Wechselstromsysteme. Zusätzliche Einsparungen ergeben sich durch die Optimierung von Schweißparametern und Kühlkreislauf. Elektroden aus hochleitfähigen Legierungen erhöhen zudem die Standzeiten und verringern den Energiebedarf.

Welche typischen Schweißfehler treten beim Widerstandsschweißen auf und wie lassen sie sich vermeiden?

Häufige Fehler sind Auswerfer, zu kleine Linsendurchmesser und Porosität. Auswerfer entstehen durch zu schnellen Stromanstieg oder zu geringe Anpresskraft. Zu kleine Linsendurchmesser resultieren aus zu niedrigem Strom oder zu kurzer Schweißzeit. Porosität wird durch verschmutzte Oberflächen oder ungeeignete Materialpaarungen begünstigt. Eine regelmäßige Elektrodenpflege, genaue Prozesskontrolle und saubere Werkstücke verhindern diese Fehler.

Wie verbessert künstliche Intelligenz die Prozesssteuerung moderner Widerstandsschweißanlagen?

Künstliche Intelligenz ermöglicht bei Widerstandsschweißanlagen eine vorausschauende Qualitätskontrolle und adaptive Prozessoptimierung. Algorithmen analysieren Echtzeitdaten wie Strom, Spannung und Elektrodenweg, erkennen Abweichungen frühzeitig und passen Parameter automatisch an. Zudem prognostiziert KI den Verschleiß von Komponenten und unterstützt so die vorausschauende Wartung.

Welche Hauptfaktoren bestimmen die Investitionskosten einer Schweißanlage?

Die Investitionskosten einer Schweißanlage hängen vor allem von Nennleistung, Automatisierungsgrad und Antriebsart ab. Sonderanlagen mit komplexen Vorrichtungen oder Integration in bestehende Produktionslinien sind teurer als Standardmodelle. Zusätzlich sind Energieverbrauch, Verschleißteile und Wartung in der Gesamtkalkulation zu berücksichtigen. Eine präzise Bedarfsanalyse hilft, überflüssige Ausgaben zu vermeiden.

Warum ist das Widerstandsschweißen verschiedener Metalle schwierig?

Unterschiedliche Metalle besitzen abweichende Schmelzpunkte, elektrische Leitfähigkeiten und Wärmeausdehnungskoeffizienten. Diese Unterschiede verursachen ungleichmäßige Wärmeverteilung und fördern die Bildung spröder intermetallischer Phasen. Eine stabile Verbindung erfordert daher spezielle Elektrodenmaterialien und angepasste Stromprofile.

Wie fördern Widerstandsschweißverfahren eine nachhaltige Produktion?

Widerstandsschweißen unterstützt Nachhaltigkeit durch hohe Materialeffizienz und minimale Abfallmengen. Da meist keine Zusatzwerkstoffe erforderlich sind, werden Ressourcen geschont. Präzise und dauerhafte Verbindungen verlängern die Produktlebensdauer. Moderne Anlagen senken zudem den Energiebedarf und reduzieren den CO2-Ausstoß in der Fertigung.

Sind automatisierte Schweißsysteme auch bei kleinen Produktionsmengen wirtschaftlich?

Automatisierte Schweißsysteme können auch bei kleinen Produktionsmengen wirtschaftlich sein, wenn Präzision und Flexibilität gefordert sind. Programmierbare Steuerungen und schnelle Werkzeugwechsel ermöglichen eine effiziente Anpassung an unterschiedliche Bauteile. Die geringere manuelle Arbeit und die konstante Schweißqualität erhöhen die Produktivität. Eine modulare Bauweise erleichtert zudem die Skalierung der Anlage.

Hintergrund: Widerstandsschweißmaschinen

  • Widerstandsschweißen Wikipedia

    Widerstandsschweißen verbindet leitfähige Werkstoffe mittels Joule’scher Erwärmung unter Kraft über Elektroden. Varianten: Punkt‑, Buckel‑, Rollennaht‑, Stumpf‑/Abbrennstumpfschweißen. Stromarten: AC, DC (MF/HF‑Inverter) und Kondensatorentladung. Ausrüstung: Transformator, Steuerung; Qualitätssicherung via Prozessüberwachung und Prüfungen.