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Ölpumpen Hersteller

Ölpumpen sind mechanische Verdrängeraggregate zur Druckversorgung von Schmierstoffen in geschlossenen Kreisläufen. Sie fördern Motor- und Getriebeöl zu Lagerstellen und Verzahnungen, reduzieren Reibung, führen Wärme ab und unterstützen die Abdichtung. Förderstrom ist drehzahlabhängig, der Druck ergibt sich aus der Gegenlast. Gängige Bauarten sind Zahnrad-, Flügelzellen-, Kolben- und Schraubenspindelpumpen. Anwendungen reichen von Verbrennungsmotoren über Industrieanlagen bis zu Hydrauliksystemen.

Mehr über Ölpumpen

Als mechanische Förderaggregate bringen Ölpumpen Flüssigkeiten wie Motoröl, Getriebeöl und andere Schmierstoffe unter Druck und verteilen sie in Maschinenkreisläufen. Sie sichern die Ölversorgung, mindern Reibung, führen Wärme ab und unterstützen die Abdichtung bewegter Bauteile. Je nach Fördermedium reichen die Viskositäten von dünnflüssig bis pastös, wobei Bauart, Dichtung und Spaltmaße darauf reagieren. In Verbrennungsmotoren stabilisieren sie den Galeriedruck, in Industriebereichen speisen sie Lagerungen, Getriebe und Hydraulikaggregate. Der Aufbau variiert vom kompakten Aggregat bis zu modularen Einheiten.

Funktionsweise und technische Eigenschaften

Volumetrische Bauarten dominieren, weil ein definierter Kammervolumenstrom den Druckaufbau auch bei hoher Viskosität ermöglicht. Die Drehzahl beeinflusst Förderstrom und Druck, weshalb die Auslegung auf den Arbeitspunkt erfolgt. Der geforderte Systemdruck eines Motors, etwa der Galeriedruck, wird über interne Regelventile und die Geometrie des jeweiligen Pumpentyps gehalten. Für Nischenanwendungen mit extremen Medien kommen Schraubenspindeln oder Kolben zum Einsatz.

Gängige Pumpenprinzipien und ihre Anwendung

Zahnradpumpen liefern einen nahezu pulsationsarmen Volumenstrom für Motoröl und Hydrauliken. Flügelzellenpumpen laufen leise und saugen gut an, was bei Vakuumbedingungen hilft. Kolbenpumpen ermöglichen präzise Dosierung bei hohem Druck. Schraubenspindelpumpen transportieren sehr viskose Medien mit geringer Pulsation. Die Fasspumpe deckt Ölwechsel und Umfüllaufgaben aus Gebinden über ein Saugrohr ab. Handpumpe und „Handpump“ sind dafür gängige Varianten.

Spezifische Leistungsdaten und Normen

Typische Pkw-Motorölpumpen fördern 20–60 l/min bei Betriebstemperatur gemäß SAE J1227, abhängig von Drehzahl und Viskosität der Flüssigkeit. Maximaldrücke bis 10 bar stabilisieren galerieseitig Schmierstellen. Industriepumpen in der Fertigungsanlage erreichen 250 bar und mehr. Die Dichtheit nach DIN EN 809 zielt auf Leckraten unter 1 Tropfen pro Stunde, Toleranzen für Dichtflächen liegen bei ±0,05 mm. Werkstoff- und Baugruppenprüfung validieren die geforderte Druckfestigkeit.

Auswahlkriterien für effiziente Ölpumpen

Die Mediencharakteristik steuert Materialwahl und Gehäusekonzept: Mineralöl, synthetische Formulierungen, Schmutzwasser oder Flüssigkeiten aus der Lebensmitteltechnik unterscheiden sich chemisch und thermisch. Für korrosive oder hygienische Aufgaben wird Edelstahl eingesetzt. Bei aggressiver Chemie können Kunststoffe sinnvoll sein. Standardgeräte decken −20 °C bis +120 °C ab, Spezialausführungen erreichen 300 °C laut Herstellerdaten. Die erste Bewertung richtet sich nach erforderlichem Förderstrom, Systemdruck und Lebensdauerzielen des Aggregats.

Druck, Förderleistung und Antriebsart

Für Ölwechsel, Umfüllen aus einer Tankanlage oder mobile Servicekoffer genügt oft eine einfache Handpumpe mit Saugrohr. Präzise Abfüllanlagen verlangen elektrische oder mit Druckluft betriebene Einheiten mit stabiler Regelung. Bei engen Bauräumen bieten kompakte Blockpumpen-Module Vorteile. Sie kommen auch in einem Mobilcenter zum Einsatz. Für eine sichere Dosierung sind Sensorik und ein sauberes Filtersystem erforderlich, besonders bei Getränk- oder Chemieabfüllungen.

Relevante Kennzahlen für die Auswahl

  • Viskositätsfenster: Zahnrad- und Schraubenspindelbauarten decken etwa 10–1000 cSt ab. Außerhalb davon steigen Verluste und Verschleiß.
  • Betriebsdruck: Schmierölkreisläufe liegen meist zwischen 10–25 bar. Sonderfälle mit Kolben erreichen deutlich höhere Werte.
  • Drehzahlbezug: Förderstrom ist proportional zur Umdrehung. Kavitation limitiert die Nenndrehzahl.
  • Lebensdauer: Hochwertige Serienproduktion erzielt 10.000–20.000 h bei sauberem Medium und passender Lagerung.

Materialien, Wartung und Nachhaltigkeit

Gusseisen bietet Steifigkeit und gute Dämpfung für Standardaufgaben, Aluminium reduziert Gewicht in kompakten Aggregaten, Edelstahl widersteht Korrosion in Prozessumgebungen. Ausgewählte Kunststoff-Compounds schützen vor bestimmten Chemikalien und sparen Masse in Handgeräten. Ein hoher Recyclinganteil der Komponenten, dokumentierte Herkunft und ein belastbares Qualitätsmanagementsystem unterstützen Beschaffungsketten ohne Medienrisiken. Fertigungstoleranzen steuern Spaltverluste und Geräuschverhalten im Arbeitspunkt.

Wartungsaspekte und Lebensdauer

Wesentliche Aufgaben sind der turnusmäßige Austausch von Dichtung und Verschleißteilen, die Kontrolle des Filtersystems sowie die Prüfung von Ölstand und Temperatur. Ein defektes Rückschlagventil führt zu Druckabfall und Startproblemen. Frühzeitiger Tausch als Ersatzteil verhindert Folgeschäden. Zustandsdaten aus Druck- und Durchflusssensoren decken Verstopfungen oder Leckagen bis auf wenige Tropfen pro Stunde auf. Saubere Logistik der Schmierstoffgebinde schützt die Pumpe vor abrasiven Partikeln.

Aspekte für TCO und OEE

  • Energieaufnahme: Hoher Wirkungsgrad (>85 % unter Last laut VDMA-Leitfaden Pumpen) senkt die Betriebskosten dauerhaft.
  • Wartungsintervalle: Robuste Dichtsysteme und saubere Medien verlängern Intervalle und verbessern die OEE (Overall Equipment Effectiveness).
  • Ersatzteilzugang: Verfügbarkeit und Dokumentation beschleunigen Instandhaltung, reduzieren TCO (Total Cost of Ownership) und minimieren Stillstände.

Vergleich gängiger Bauarten

PumpentypAnwendungsbereichTypische Merkmale
ZahnradpumpeMotoröl, HydraulikKonstanter Volumenstrom, druckfest, kompakt
Flügelzellenpumpeniedrigviskose Medien, VakuumGute Selbstansaugung, leiser Lauf
KolbenpumpeHochdruck, präzise AbfüllungSehr hoher Druck, exakte Dosierrate
SchraubenspindelpumpeHochviskose MedienGeringe Pulsation, ruhiger Transport
FasspumpeUmfüllen aus GebindenMobiles Saugrohr, Hand- oder Elektroantrieb

Bekannte Anbieter und industrielle Kontexte

Unternehmen wie Bosch Rexroth, Eckerle, KSB, Allweiler, Festo, Grundfos, Pierburg, Eaton, Parker Hannifin, Danfoss, Metabo, Netzsch, KTR Systems, Speck und Kracht agieren als Exporteure und bedienen Serienfertigung ebenso wie Nischenanwendungen. Hohe Produktionskapazität, belastbare Lieferketten und qualifizierte Montage in einem Hochlohnland erfordern planbare Auftragswertschwellen und klare Schlüsseldimensionen für Plattformen. Zertifizierte Systeme nach ISO 9001 stützen die Serienproduktion, während modulare Varianten die Integration in Abfüllanlagen oder Prozessskids erleichtern.

Innovationen und Sicherheitsfeatures

Elektronisch geregelte Antriebe passen Förderstrom an den Bedarf an, reduzieren thermische Spitzen und stabilisieren den Prozess. Sensorik überwacht Temperatur, Durchfluss und Druckaufbau, meldet Abweichungen und schützt das Aggregat. In einem Mobilcenter oder bei Containerlösungen kommen kompakte Blockpumpen-Designs zum Einsatz, die Steuerung, Ventile und Sicherheit in einem Bauraum kombinieren. Softwarefunktionen, Notabschaltungen und integrierte Sicherheitsfeatures adressieren Mediumwechsel, Reinigungszyklen und produktberührte Bereiche.

Materialfortschritte und Abdichtungstechnologien

Beschichtete Gleitflächen widerstehen Abrieb bei gefiltertem Mineralöl ebenso wie bei Medien mit Partikeln. Neue Werkstoffe halten chemische Angriffe durch spezielle Flüssigkeiten aus, ohne ihre Druckfestigkeit zu verlieren. Verbesserte Dichtsysteme senken Leckraten auf unter 1 Tropfen pro Stunde und schützen Produkt sowie Umwelt. Für wassernahe Anwendungen, etwa das Umsetzen von Schmutzwasser, kombinieren Konstruktionen Dichtungsauslegung, medienverträgliche Werkstoffe und Reinigbarkeit, was die Integration in Fertigungsanlagen und Prozesslinien erleichtert.

Praxisbeispiele und Randbedingungen

Beim Abfüllen von Getränken in Abfüllanlagen zählt reproduzierbare Dosierung ohne Scherung, während in der Chemie das beständige Verhalten über Temperaturfenster wichtiger ist. Für das Umfüllen aus einer Tankanlage genügt oft eine mobile Einheit. In der Prozesslinie übernehmen stationäre Pumpen die Dauerförderung. Projekte mit internationaler Logistik verlangen austauschbare Schnittstellen und definierte Pumpentyp-Familien. Beschaffung und Ersatzteilhaltung orientieren sich an Lieferzeiten, dokumentiertem Recyclinganteil und rechtssicheren Spezifikationen.

FAQ zu Ölpumpen

Wie kann der Energieverbrauch von Ölpumpen reduziert werden?

Der Energieverbrauch von Ölpumpen lässt sich durch energieeffiziente Technologien und bedarfsgerechte Steuerung senken. Variable Drehzahlantriebe passen die Förderleistung exakt an den aktuellen Bedarf an und ermöglichen bis zu 50 Prozent Energieeinsparung. Strömungsoptimierte Pumpenhydrauliken steigern den Wirkungsgrad zusätzlich. Sensoren und intelligente Steuerungssysteme sorgen für eine präzise Anpassung an die jeweiligen Prozessanforderungen.

Welchen Einfluss hat prädiktive Wartung auf die Lebensdauer von Förderaggregaten?

Prädiktive Wartung verlängert die Lebensdauer von Förderaggregaten, indem sie drohende Ausfälle frühzeitig erkennt. Sensoren erfassen kontinuierlich Betriebsparameter wie Vibrationen, Temperatur und Druck. Abweichungen werden durch Algorithmen erkannt, sodass Komponenten gezielt vor Schadenseintritt ausgetauscht werden können. Das verringert ungeplante Stillstände. Studien belegen, dass sich die Betriebszeit um 20 bis 30 Prozent steigern und Wartungskosten um bis zu 25 Prozent senken lassen.

Welche Ursachen führen häufig zum Ausfall einer Ölpumpe und wie lässt sich das verhindern?

Häufige Ausfallursachen sind Kavitation, Partikelverschleiß, Überhitzung und Dichtungsschäden. Kavitation entsteht bei zu geringem Saugdruck und wird durch korrekt dimensionierte Saugleitungen und angepasste Pumpendrehzahl vermieden. Partikel im Öl verursachen Verschleiß an Bauteilen, daher sind wirksame Filtersysteme und regelmäßige Öltests essenziell. Dichtungsschäden entstehen meist durch Alterung oder chemische Unverträglichkeiten und erfordern planmäßige Inspektionen und rechtzeitigen Austausch.

Wie verändern sich Schmierpumpen durch die Elektromobilität?

Schmierpumpen entwickeln sich in der Elektromobilität zu spezialisierten Thermomanagement- und Kühlmittelpumpen. Elektromotoren und Batterien erfordern eine präzise Kühlung mit dielektrischen Flüssigkeiten, was höhere Anforderungen an Medienbeständigkeit und elektrische Isolation stellt. Die Pumpen sind häufig elektrisch angetrieben, um Temperaturregelung und Durchfluss bedarfsgerecht zu steuern. Zunehmend werden sie zu kompakten, modularen Einheiten integriert, die das gesamte Thermomanagement des Elektrofahrzeugs übernehmen.

Welche ökologischen Kriterien sind bei der Auswahl von Schmierstoffpumpen entscheidend?

Wesentliche Umweltaspekte bei Schmierstoffpumpen sind Leckagevermeidung, Energieeffizienz und die Eignung für umweltverträgliche Schmierstoffe. Leistungsfähige Dichtungssysteme minimieren Leckagen und verhindern eine Kontamination der Umgebung. Energieeffiziente Pumpen senken Stromverbrauch und indirekt CO2-Emissionen. Zudem steigt die Nachfrage nach Modellen, die biologisch abbaubare oder synthetische Öle mit geringem Umweltrisiko fördern können, insbesondere in sensiblen Einsatzbereichen.

Wie wird die Wirtschaftlichkeit einer Förderpumpe im industriellen Betrieb berechnet

Die Wirtschaftlichkeit einer Förderpumpe wird anhand der Total Cost of Ownership (TCO) bewertet. Diese umfasst Anschaffungs-, Energie-, Wartungs- und Ersatzteilkosten über die gesamte Lebensdauer. Auch Kosten durch Stillstände und Produktionsausfälle werden berücksichtigt, da sie häufig den größten Anteil ausmachen. Eine hohe Lebensdauer und geringe Wartungsanforderungen senken die Gesamtkosten zusätzlich.

Welche Anforderungen gelten für die fachgerechte Installation von Industriepumpen für Öl?

Die Installation von Industriepumpen für Öl erfordert eine präzise Planung der Saugbedingungen, eine exakte Ausrichtung und wirksame Vibrationsdämpfung. Eine kurze, gerade Saugleitung mit ausreichendem Durchmesser reduziert Druckverluste und verhindert Kavitation, wobei die zulässige Saughöhe des Pumpentyps einzuhalten ist. Die genaue Ausrichtung von Pumpe und Motor, vorzugsweise per Laser-Messung, beugt Verschleiß an Lagern und Dichtungen vor. Eine feste, schwingungsdämpfende Fundamentmontage minimiert Geräusche und verlängert die Lebensdauer der Anlage.

Hintergrund: Ölpumpen

  • Ölpumpe Wikipedia

    Ölpumpen bewegen Öl durch Leitungssysteme: In Motoren versorgen sie über Filter Lager und Kurbelwelle (meist Zahnrad-, Gerotor- oder Flügelzellenpumpen), in Hydrauliken übertragen sie Kraft; Tiefpumpen fördern Erdöl, Labor-Ölpumpen erzeugen Grobvakuum.

Diese Anbieterliste Ölpumpen umfasst auch: Zusatzölpumpen, Schmierölpumpen, Wärmeträgerölpumpen, Stevenrohr Schmierölpumpen