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Pneumatische Spanntechnik Hersteller

Pneumatische-Spanntechnik bezeichnet das Werkstückspannen mit druckluftbetätigten Zylindern und Kinematiken. Hebel- und Schubkinematiken erzeugen lineare oder schwenkende Bewegungen. Eine überzentrische Verriegelung sichert die Spannlage, Sensoren melden Endlagen. Sicherheitsverriegelungen halten bei Druckabfall vorübergehend die Position. Die Haltekraft hängt von Zylinderdurchmesser, Reibwert, Baugröße und Spannverhältnis ab. Übliche Betriebsdrücke liegen bei 2 bis 10 bar, Referenzwert 6 bar. Einsatz in Vorrichtungsbau, Werkzeugmaschinen und Automation.

Veröffentlichungen der Hersteller zu Pneumatische Spanntechnik

Nullpunktspanntechnik ist in der Additiven Fertigung unumgänglich

AMF: Additive Fertigung: Die Produktivität liegt in der Null Experten bescheinigen dem 3D-Druck mit Metallpulver ein riesiges Zukunftspotenzial. AMF hat für die besonderen Herausforderungen in der Additiven Fertigung spezielle Spannmodule entwickelt.

Mehr über Pneumatische Spanntechnik

Die Pneumatische-Spanntechnik nutzt Druckluft, um Zylinder und Mechaniken zur Werkstückspannung anzutreiben. Hebelkinematiken erzeugen eine definierte Haltefunktion mit zuverlässiger Verriegelung. Bei Druckabfall hält ein Sicherheitsspannstück die Arretierung temporär. Die erreichbare Haltekraft wird durch Zylinderdurchmesser, Reibwert an der Klemmposition, die gewählte Baugröße und das Spannverhältnis bestimmt und über Spanneisen oder Schubstangen in die Vorrichtung übertragen.

Bewegungsprinzip und Kenngrößen

Lineare und schwenkende Bewegungen erzeugen eine Kraftkurve, die den Spannweg abbildet und die Vorspannung in der Endlage definiert. Eine Schwenkeinheit führt das Spanneisen aus dem Arbeitsraum, verbessert den Fingerschutz und schafft Freiraum für die Öffnungsbewegung beim Beladen. Sensorik bestätigt die Endlage und unterstützt die Spannverriegelung. Die Spannhöhe und die Klemmposition werden konstruktiv so gewählt, dass die Haltefunktion auch bei dynamischen Lasten erhalten bleibt.

Geometrie, Verriegelung und Sicherheit

Kinematiken wie Kniehebel und Schubstangen erzeugen kurze Wege bei hoher Kraftübertragung. Die Verriegelung entsteht in der überzentrierten Stellung. Die Spannbewegung muss kollisionsfrei zur Spannlage ablaufen und die Endlagen klar signalisieren. Für raue Umgebungen sichern gehärtete Spanneisen, korrosionsgeschützte Komponenten und eine spezifizierte Temperaturbeständigkeit den Betrieb, und Spezialausführung sowie Sonderausführung decken erhöhte Temperaturbereiche oder Medienbeständigkeit ab.

Bauformen im Standardsortiment

Im Vorrichtungsbau stehen zahlreiche Spannelemente bereit, die sich nach Spannweg, Baugröße, Haltekraft und Ansteuerung unterscheiden.

  • Kniehebelspanner: Kniehebelspanner liefern hohe Haltewerte bei kompakter Bauform, und die überzentrische Verriegelung bewirkt eine stabile Arretierung.
  • Schubstangenspanner: Schubstangenspanner ermöglichen lineares Ziehen und Stoßen und sind mit Druckstück, Anschlagwirbel oder Anschlag kombinierbar.
  • Waagrechtspanner: Der Waagrechtspanner schwenkt parallel zur Auflage und hält flache Werkstücke bei geringer Spannhöhe.
  • Verschlussspanner: Ein Verschlussspanner bildet einen Spannverschluss zum schnellen Schließen von Abdeckungen, Formen oder Vorrichtungen.
  • Hakenspanner: Der Hakenspanner greift als Anschlagmittel an Ösen und ermöglicht wiederholgenaues Spannen mit kurzer Öffnungsbewegung.
  • Hebelspanner: Hebelspanner nutzen einfache Hebelmechanik, sind robust und als Standardspanner weit verbreitet.
  • Doppelarmspanner: Doppelarmspanner positionieren beidseitig und erleichtern komplexe Positionieraufgaben bei variabler Spannlage.
  • Schubspanner: Schubspanner liefern lange lineare Hübe und eignen sich für tiefliegende Klemmpositionen.
  • Greifer: Pneumatische Greifer übernehmen das Einlegen, halten Bauteile prozessnah und ergänzen Automationsspanner.
  • Automationsspanner: Automationsspanner integrieren Sensorik zur Kontrolle von Endlagen und Spannverriegelung.
  • Schnellspannzangen: Schnellspannzangen ermöglichen die Schnellspannlösung bei häufigen Wechseln und kleiner Baugröße.
  • Kraftspanner und Handspanner: Kraftspanner adressieren hohe Kräfte, Handspanner sind für Handzustellung und flexible Einzelvorrichtung ausgelegt.
Typische Spannerwerte bei 6 bar und ihre Funktionen
Typ Haltekraft Funktion/Anwendung
Kniehebelspanner 200 N – 5 kN Schwenken und überzentrische Verriegelung, Schweißen und Positionieraufgabe
Schubstangenspanner 100 N – 2 kN Lineares Ziehen und Stoßen, Prüflehren und Fixieren
Verschlussspanner 50 N – 1 kN Spannverschluss, Formen und Abdeckungen
Schwenkeinheit 100 N – 500 N Spanneisen aus dem Gefahrenbereich, Beladen und Fingerschutz
Kraftspanner bis 10 kN Hohe Haltewerte und Bearbeitung an der Werkzeugmaschine

Auswahl, Integration und Kennzahlen

Für die Spannlösung werden Bearbeitungskräfte, Reibwerte und Spannhöhe in Relation zur Haltekraft gesetzt. Das resultierende Spannverhältnis definiert die nötige Vorspannung. In der Werkzeugmaschine begrenzen verfügbare Einbauräume die Baugröße, während in der Fertigungslinie die Betätigungsfrequenz und die Automatisierung dominieren. Modulare Kassettenform und Standardanwendung erleichtern den Austausch, und Speziallösung, Spezialausführung sowie Sonderausführung decken Sonderfälle ab.

Typische Betriebsdrücke liegen zwischen 2 und 10 bar, 6 bar gelten als Referenz. Haltewerte reichen von 50 N bei Miniaturgrößen bis rund 10 kN bei Kraftspannern. Die Wiederholgenauigkeit für präzise Positionieraufgaben bewegt sich im Bereich ±0,01 mm bis ±0,05 mm. Eine dokumentierte Rüstzeit, Kennzahlen wie Prozesssicherheit und die Kontrolle der Endlage unterstützen OEE (Overall Equipment Effectiveness) und TCO (Total Cost of Ownership) mit nachvollziehbarer Kostenreduzierung im Produktionsablauf.

Integration in Vorrichtungen

Der Vorrichtungsbau wählt Spannpunkte so, dass die Öffnungsbewegung kollisionsfrei abläuft und die Bauteilfläche günstige Reibwerte bietet. Handzustellung ist für Handwerk und Einzelvorrichtung praktikabel. In der Serienfertigung sichern Sensoren die Spannverriegelung. Temperaturbeständigkeit und Medienresistenz orientieren sich an Kühlmitteln und Spänen, und für aggressive Medien wird die geeignete Ausführung gewählt.

Anwendungen und Branchen

Die Spanntechnik deckt zahlreiche Industriezweige ab. In der Serienfertigung sichern Automationsspanner die Taktzeit, in der Messtechnik garantieren definierte Haltekräfte reproduzierbare Ergebnisse, und im Handwerk bieten Handspanner flexible Spannstellen. Schnellspannlösung und Kassettenform unterstützen häufige Wechsel, während Schubspanner tiefe Klemmpositionen in Sonderaufnahmen realisieren. Auch in der Werkzeugmaschine stabilisieren Kniehebelspanner und Schubstangenspanner die Spannlage bei begrenztem Bauraum.

Betrieb, Sicherheit und Peripherie

Für sichere Handhabung sorgen Anschlag, Anschlagwirbel und Spannverschluss als definierte Anschlagmittel. Verschlussspanner und Hakenspanner schließen Gehäuse oder Formen mit kurzer Öffnungsbewegung. Eine Schwenkeinheit führt das Spanneisen aus dem Gefahrenbereich, und eine eindeutige Anzeige der Endlage erlaubt die Kontrolle des Spannzustands. Für empfindliche Oberflächen empfiehlt sich ein austauschbares Druckstück, während Schnellspannzangen und Standardspanner den häufigen Wechsel der Werkstücke abdecken.

Fallbeispiel und Herstellerlandschaft

In einer Fertigungslinie für Aluminiumträger senkten Schubstangenspanner mit integriertem Druckstück und Sensorik die Rüstzeit um 18 %, da die Spannhöhe an die Bauteilgeometrie angepasst und die Kassettenform für den Variantenwechsel genutzt wurde. Hersteller wie norelem, Halder, Destaco, Schmalz, Somatic, Zimmer Group, Jakob Antriebstechnik, Röhm, Schunk, Imao, Hainbuch, AMF, Hydraclamp und Centrotex decken das Standardsortiment von Standardspanner bis Automationsspanner ab.

FAQ zu Pneumatische Spanntechnik

Worin liegen die Unterschiede zwischen pneumatischer und hydraulischer Spanntechnik

Pneumatische Spanntechnik arbeitet mit Druckluft und erzeugt geringere Spannkräfte, ermöglicht jedoch schnelle Schaltzeiten und eine einfache Installation. Hydraulische Systeme erreichen höhere Spannkräfte und eine steifere Klemmung, benötigen aber einen komplexeren Medienkreislauf. In sauberen Umgebungen und bei mittleren Haltekräften ist die pneumatische Lösung meist vorteilhaft.

Welche Hauptfaktoren bestimmen die Betriebskosten einer pneumatischen Spannvorrichtung?

Die Betriebskosten einer pneumatischen Spannvorrichtung hängen vor allem vom Energiebedarf für die Drucklufterzeugung, dem Wartungsaufwand und möglichen Leckagen ab. Ein effizientes Druckluftnetz und regelmäßige Dichtheitsprüfungen reduzieren Verluste. Auch die Lebensdauer der Komponenten und der Ersatzteilbedarf beeinflussen die Gesamtkosten. Moderne Systeme senken durch geringeren Luftverbrauch und robuste Bauweise den Betriebskostenaufwand.

Welche Ursachen führen am häufigsten zu Störungen bei Pneumatikspannern

Hauptursachen für Störungen bei Pneumatikspannern sind verschlissene Dichtungen, Verunreinigungen im Druckluftsystem sowie unzureichender oder schwankender Betriebsdruck. Auch mechanische Überlastung oder Schäden an der Kinematik können die Funktion beeinträchtigen. Regelmäßige Wartung und saubere, trockene Druckluft verhindern die meisten Ausfälle. Eine falsche Einstellung des Spannwegs reduziert zusätzlich die Zuverlässigkeit.

Wie verändert Industrie 4.0 die pneumatische Spanntechnik?

Industrie 4.0 vernetzt die pneumatische Spanntechnik digital und erweitert sie um Sensorik zur Echtzeitüberwachung von Spannkraft, Temperatur und Druck. Dadurch werden Zustandserfassung, prädiktive Wartung und Effizienzsteigerung möglich. Zukünftige Systeme können Prozessdaten selbstständig auswerten und ihre Parameter automatisch anpassen.

Welche Kriterien sind bei der Auswahl eines Pneumatikspanners entscheidend?

Wesentliche Auswahlkriterien für Pneumatikspanner sind Haltekraft, Einbauraum und Wiederholgenauigkeit. Ebenso zu berücksichtigen sind Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit und Kontakt mit aggressiven Medien. Für eine zuverlässige Funktion ist die Integration in das Automatisierungssystem, die Ansteuerungsart und die Werkstückkompatibilität entscheidend. Eine sorgfältige Abstimmung auf die Anwendung gewährleistet Prozesssicherheit.

Wie beeinflussen pneumatische Spannsysteme die Energieeffizienz?

Pneumatische Spannsysteme erhöhen die Energieeffizienz durch optimierte Druckluftnutzung, energieeffiziente Komponenten und intelligente Steuerungen. Entscheidend sind die Reduktion von Leckagen, die Auswahl luftsparender Spanner und eine präzise Druckregelung. Eine kontinuierliche Überwachung des Luftverbrauchs ermöglicht die Erkennung und Nutzung weiterer Einsparpotenziale.

Wie werden pneumatische Spannmittel effizient in Automationsprozesse integriert?

Pneumatische Spannmittel lassen sich effizient integrieren, indem sie über standardisierte Schnittstellen mit der Anlagensteuerung verbunden werden. Sensoren überwachen Endlagen und Spannverriegelungen und übermitteln Statusdaten an die SPS. Modulare Bauformen und normierte Anbindungen ermöglichen einen schnellen Wechsel und eine flexible Anpassung an unterschiedliche Werkstücke. Eine synchronisierte Steuerung in den übergeordneten Prozessablauf steigert Effizienz und Prozesssicherheit.

Hintergrund: Pneumatische Spanntechnik

  • Spanntechnik Wikipedia

    Spanntechnik fixiert Werkstücke/Werkzeuge zur Bearbeitung: von Spannfuttern und Vorrichtungen über präzises Spannen auf Passungen (Dorn, Mittelschraube) bis zu Systemen wie Kniehebel, Spannzangen, Spanndorne, Schraubzwingen sowie pneumatische, hydraulische und Vakuum-Aufspannlösungen.