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Folientastatur

folientastaturen

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Folientastatur bezeichnet eine flache Eingabetechnik aus mehreren Folienschichten, auch Membrantastatur genannt. Dekorfolie, Abstandshalter und zwei leitfähige Lagen bilden einen Hohlraum, der bei Druck den elektrischen Kontakt schließt. Optional erzeugen Metallkuppeln taktiles Feedback. Der geschlossene Aufbau erleichtert Reinigung und schützt die Elektronik, wobei Schutzarten bis IP65 bis IP69K erreichbar sind. Typisch sind 0,8 bis 2 mm Bauhöhe, −20 bis +70 °C und über eine Million Schaltzyklen. Einsatz in Medizin, Industrie, Geräten und Fahrzeugen.

Liste Hersteller Folientastatur

Siemensstr. 1, 74722 Buchen
GERMANY

Matthäus-Ring 3, 33154 Salzkotten
Deutschland

Veröffentlichungen der Hersteller zu Folientastatur

Folientastatur vs. Touchscreen: Ein Vergleich

H+K: Ob Maschinenhalle oder Hygienebereich – die Wahl des passenden Eingabesystems ist entscheidend. Touchscreens bieten Flexibilität und intuitive Bedienung, Folientastaturen punkten mit Präzision, Robustheit und haptischem Feedback. Der Artikel zeigt, welche Lösung in welcher Anwendung überzeugt und wie Sie damit Ihre Prozesse optimieren.

Folientastaturen im industriellen Einsatz – technische Einordnung

BS Deutschland: Folientastaturen sind verbreitete Eingabesysteme in industriellen Anwendungen. Der Beitrag ordnet die Technologie sachlich ein und beschreibt typische Einsatzbedingungen.

Klassische oder kapazitive Folientastatur – technische Abgrenzung

BS Deutschland: Klassische und kapazitive Folientastaturen unterscheiden sich im Funktionsprinzip und in der Integration. Der Beitrag gibt eine sachliche technische Einordnung.

HMI-Folientastaturen als integrierte Bedienoberfläche

BS Deutschland: HMI-Folientastaturen fassen Eingabe- und Anzeigeelemente zu einer gemeinsamen Bedienoberfläche zusammen. Der Beitrag ordnet diese Systeme technisch ein.

Kundenspezifische Eingabesysteme in industriellen Serienprojekten

BS Deutschland: Kundenspezifische Eingabesysteme werden eingesetzt, wenn Standardlösungen technische oder funktionale Anforderungen nicht abdecken. Der Beitrag ordnet den Einsatz in Serienprojekten ein.

Neuer Trotec-Spiegellaser bei Hoffmann + Krippner

H+K: Bereits seit mehreren Jahren kommen zur Vereinzelung von Folien und fertigen Folientastaturen mehrere CO2-Laser zum Einsatz. Bei den seither eingesetzten Systemen wirkt der Laserstrahl direkt auf das Produkt ein. Der neue Trotec-Spiegellaser lenkt den Laserstrahl über ein Spiegelsystem auf das eigentliche Schneidgut und liefert dadurch entscheidende Vorteile.

Weitere Hersteller Folientastatur

Mehr über Folientastatur

Eine Folientastatur ist eine flache Eingabetechnik auf Basis übereinanderliegender Folienschichten für die Steuerung von Geräten. Sie dient als HMI (Human-Machine Interface) in Wasserresistenz- und Hygieneapplikationen, lässt sich leicht reinigen und schützt die innenliegende Elektronik. Flexible Leitertechnologien und druckempfindliche Kontaktflächen ergeben kompakte Bedienfelder, die auch als Membran-Tastaturen oder Eingabefolien bezeichnet werden.

Aufbau und Funktionsweise

Schichtaufbau und Materialien

Der Aufbau umfasst eine Dekorfolie als Frontplatte im Rückseitendruck, Distanzfolien als Spacer sowie zwei Schaltlagen mit Siebdruck-Leitbahnen aus Silber oder Graphit. Ein Hohlraum trennt obere und untere Bahn, bis Druck die Kontakte schließt. Die rückseitige Verklebung mit einer Trägerplatte verhindert Delamination („Lifting“) und stützt die mechanische Stabilität von Schaltermatrizen.

Kontaktierung und taktiles Feedback

Die Schaltfunktion entsteht durch Betätigung: Druck bewirkt die Berührung der leitfähigen Bereiche und schließt den Stromkreis. Für klaren Druckpunkt kommen Metallkuppeln (Schnappscheiben) oder eine geformte Prägung der Oberfläche zum Einsatz. Ohne Kuppeln entsteht eine Standardfolientastatur mit flacher Haptik, die sich mit Handschuh bedienen lässt, wenn Tastenfelder und Spaltmaße entsprechend dimensioniert sind.

Technische Spezifikationen und Belastbarkeit

Schutzarten und Umgebungsbedingungen

Je nach Dichtung und Material erreichen diese Tastaturen IP65 bis IP69K nach DIN EN 60529 (IP: Ingress Protection). Beständige Folien und Versiegelungen verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit und reduzieren Oxidation an Kontaktflächen. Typische Einsatztemperaturen reichen von −20 °C bis +70 °C. In der Werkstatt und in Nasszonen schützt die flache Oberfläche vor Schmutz. Reinigungsprozesse sichern die geforderte Widerstandsfähigkeit gegenüber Medien.

Elektrische Kennwerte und Lebensdauer

Hochwertige Ausführungen erreichen über eine Million Zyklen je Taste, mit Kuppeln oft mehr. Betätigungskräfte liegen meist zwischen 0,5 N und 3 N, der Kontaktwiderstand typischerweise unter 100 Ohm, die Isolation über 100 MΩ bei 100 VDC. Gesamtdicken von 0,8 mm bis 2 mm erleichtern den flachen Einbau. Additive ohne Weichmacher und gekapselte Bereiche wie eine Sicherheitskammer werden für medizinische Geräte spezifiziert.

Designoptionen und Sondermodule

Tastenform, Licht und Druckbild

Erhabene oder vertiefte Konturen durch Domes und Prägung strukturieren das Tastenfeld, wahlweise mit Beleuchtung via LED (Light Emitting Diode) oder EL-Folie (elektrolumineszente Folie). Die Beschriftung erfolgt im geschützten Rückseitendruck. Farben, Symbole und ein definierter Nummernblock werden anhand einer verbindlichen Vorlage festgelegt. So entstehen kontraststarke Layouts, die zur Geräteoberfläche und zur Applikation passen.

Integration von Elektronik und Sensorik

Flexible Leiterlagen erlauben SMD-Bestückung, akustisches Feedback und kapazitive Sensorik. Controller scannen Zeilen- und Spalten-Register. Eine Modifikation des Standardaufbaus bindet Spezial-Module, etwa Anzeigen, RFID-Leser oder versiegelte Bereiche für Not-Halt-Schalter. Für Touch-Anwendungen werden flache Schalter mit transparenten Fenstern kombiniert, und die Kopplung an die Geräteleistungselektronik erfolgt über Steckverbinder oder gedruckte Bussysteme.

Auswahl und Einsatz

Entscheidungsparameter

Die Auslegung richtet sich nach Umfeld, Bediengefühl und Integrationsgrad. Relevante Kriterien sollten vor der Serienfreigabe dokumentiert werden, um Materialwahl, Elektrik und Mechanik schlüssig zu verknüpfen.

  • Umgebung: geforderte IP-Stufe, Beständigkeit gegenüber Medien, Temperaturfenster
  • Haptik: taktiler Druckpunkt mit Kuppeln oder flaches Feld für stille Bedienung
  • Design: Fenster, Beleuchtung, Beschriftung, Einbau in die Front
  • Zuverlässigkeit: erwartete Lebensdauer, Kontaktwiderstand, Oberflächen gegen Oxidation
  • Integration: Schnittstellen der Elektronik, Kabelabgang, Einbindung eines Nummernblocks
Vergleich: nichttaktile und taktile Ausführung
Merkmal Nichttaktile Ausführung Taktile Ausführung
Taktiles Feedback gering ausgeprägt durch Kuppeln
Zyklen 1–5 Mio. 5–10 Mio.
Betätigungskraft 0,5–1,5 N 1,5–3 N
Bauhöhe sehr gering gering
Einsatz Medizin, flache Geräte Industrie, Outdoor

Einsatzfelder und Beispiele

Typische Felder sind Medizingeräte, Maschinenbau, Mess- und Prüftechnik, Haushaltsgeräte und Bedieneinheiten in Fahrzeugen. In Unterhaltungselektronik prägten sie ältere Mobiltelefon-Keypads und kompakte Fernbedienungen. In Lebensmittelbetrieben und der Werkstatt unterstützt die geschlossene Oberfläche schnelle Reinigung und robustes Handling. Eine Standardfolientastatur genügt oft, bei Outdoor-Bedienfeldern empfiehlt sich ein verstärkter Aufbau.

Markt und Hersteller

Anbieterlandschaft und Normen

Branchenanbieter wie Hoffmann + Krippner, SCHURTER Input Systems, GETT, N&H Technology, LOHMANN, RATHGEBER, TASTATEC, EBE Sensors + Actuators und F+K Industrietastaturen liefern Serien- und Sonderlösungen. ISO 9001 und ISO 13485 regeln Qualitätsmanagement, Fachbeiträge in der Elektronikpraxis dokumentieren Prozessinnovationen. Viele Anbieter unterstützen Design, Prototyping, Release-Tests, sicheren Versand und Messe-Exhibition-Demonstratoren. Gerätebeschaffung erfolgt teils über Leasing-Modelle.

Dokumentation, Validierung und Begriffe

Für belastbare Ergebnisse zählen vollständige Zeichnungen, Farbreferenzen, Stücklisten und Prüfreporte zu Abrieb, Medienbeständigkeit und Dichtigkeitsstufen. IP-Prüfungen, elektrische Messungen sowie Alterungstests adressieren Kanten-Lifting, Kontaktalterung und Feuchtigkeit. Projektunterlagen enthalten Tastenmatrix, Zeilen- und Spalten-Register, Fensterdefinitionen und die Integration in das Gerätegehäuse. Als Beschriftung-Referenz dient die abgestimmte Vorlage zur Steuerung komplexer Tastaturen.

Praxisnahe Besonderheiten

Reinigung, Beleuchtung und Bedienung

Geschlossene Oberflächen ohne Fugen und eine optionale Beleuchtung der Tasten verbessern Lesbarkeit bei wenig Licht. Für sichere Eingaben unter rauen Bedingungen wird die Haptik über Prägung und definierte Kuppeln abgestimmt. Bei großflächigen Notfunktionen lassen sich erhabene Felder mit versiegelter Sicherheitskammer kombinieren. Ergänzend verhindert korrosionsträges Layout die Oxidation der Kontaktflächen im Langzeitbetrieb.

Frontintegration und Elektrik

Die Einbindung in das Gehäuse erfolgt als eingelassene Baugruppe oder als flächenbündige Front, wobei die Übergänge zur Frontplatte dicht bleiben. Für die elektrische Anbindung stehen FFC, FPC oder Steckverbinder bereit. Controller werten Matrixsignale aus, filtern Prellzeiten und ordnen Tasten Funktionen zu, etwa dem Nummernblock oder speziellen Schalter-Events für Service und Lifting-Mechanismen von Abdeckungen.

FAQ zu Folientastatur

Welche Faktoren bestimmen die Entwicklungskosten und Fertigungskosten von Folientastaturen

Die Kosten hängen von Materialwahl, Werkzeugbau für Prägungen, Siebdruckverfahren und der Integration elektronischer Komponenten ab. Hochwertige Materialien und spezielle Veredelungen für anspruchsvolle Einsatzbedingungen erhöhen den Preis. Größere Stückzahlen senken die Stückkosten, während individuelle Designs und kleine Serien teurer sind.

Wie lassen sich Ausfälle oder Fehlfunktionen von Folientastaturen im Dauerbetrieb vermeiden?

Zuverlässigkeit und Langlebigkeit ergeben sich aus einer sorgfältigen Materialwahl und präzisen Fertigung. Weichmacherfreie Folien und korrosionsbeständige Silber- oder Graphitpasten reduzieren das Ausfallrisiko. Eine dichte Versiegelung schützt vor Feuchtigkeit und Chemikalien, während eine stabile Verklebung mit der Trägerplatte Delamination verhindert. Regelmäßige Belastungstests sichern zusätzlich die Funktionsstabilität der Schaltpunkte.

Welche Entwicklungen prägen künftig flexible Eingabesysteme?

Flexible Eingabesysteme werden zunehmend in vernetzte, intelligente Umgebungen integriert. Sie verschmelzen voraussichtlich mit Sprach- und Gestensteuerung zu hybriden Bedienkonzepten. Fortschritte bei flexiblen Displays ermöglichen die dynamische Anpassung von Tastenlayouts und -funktionen in Echtzeit. Zudem gewinnen energieautarke Systeme durch integrierte Sensorik und Energiegewinnung an Bedeutung.

Wie beeinflussen Design und Ergonomie die Akzeptanz von Folientastaturen?

Design und Ergonomie bestimmen maßgeblich die Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz von Folientastaturen. Eine logisch angeordnete Tastenstruktur und kontrastreiche Beschriftung erleichtern die Bedienung. Taktiles Feedback durch Prägungen oder Metallkuppeln in Kombination mit der passenden Betätigungskraft signalisiert eine erfolgreiche Eingabe. Ein harmonisch ins Gesamtgerät integriertes Design erhöht zusätzlich die Nutzerzufriedenheit.

Wann ist eine Membran-Tastatur einem Touchscreen vorzuziehen?

Eine Membran-Tastatur eignet sich besonders für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Robustheit, Hygiene oder Bedienung mit Handschuhen. Ihr physischer Druckpunkt bietet bei Maschinensteuerungen oder Notfällen haptische Sicherheit. Zudem ist sie in der Regel kostengünstiger und unempfindlicher gegenüber mechanischen Belastungen, Flüssigkeiten und Staub als ein Touchscreen. Für konstante Funktionen ohne variable Anzeige ist sie daher ideal.

Warum beeinflusst die Materialwahl die Lebensdauer einer Eingabefolie?

Die Materialwahl bestimmt maßgeblich Widerstandsfähigkeit und Lebensdauer einer Eingabefolie. Polyester- und Polycarbonatfolien sind abriebfest und beständig gegen Chemikalien sowie UV-Strahlung. Die Qualität leitfähiger Pasten aus Silber oder Graphit beeinflusst den Kontaktwiderstand und die Zyklenfestigkeit der Schaltelemente. Weichmacherfreie Materialien verhindern Versprödung und frühzeitiges Versagen der Folienstruktur.

Wie werden optische und akustische Rückmeldungen in Bedienfolien umgesetzt?

Optische Rückmeldungen entstehen durch integrierte LEDs oder elektrolumineszente Folien, die Tastenfelder oder Symbole gezielt beleuchten. Akustisches Feedback wird über Miniaturlautsprecher oder Piezoelemente erzeugt, die bei Betätigung ein hörbares Signal abgeben. Beide Komponenten werden typischerweise auf flexiblen Leiterbahnen montiert und durch die Dekorfolie geschützt. Eine präzise Fertigung ist erforderlich, um Dichtigkeit und Langlebigkeit sicherzustellen.

Hintergrund: Folientastatur

  • Folientastatur Wikipedia

    Folientastaturen sind flache, flexible HMI-Bedienfelder aus geprägten Polyesterfolien mit gedruckten Leiterbahnen (Silber/Carbon). Sie sind staub-/wasser- und chemikalienresistent, kostengünstig, optional mit Schnappscheiben/Polydome. Einsatz: Industrie, Medizin, Haushalt, Peripherie, Fernbedienungen; klassische Bauformen können Folienbruch zeigen.

Diese Anbieterliste Folientastaturen umfasst auch: Folientastatur Leiterplatte, Hmi Folientastatur, Individuelle Folientastaturen