Blog-Artikel letzte Änderung: 15.06.2020 Autor : ArtiMinds

Roboteranwendungen herstellerunabhängig programmieren & simulieren

Roboteranwendungen herstellerunabhängig programmieren & simulieren

Roboteranwendungen herstellerübergreifend programmieren, simulieren, Wartungskosten senken und Fachkräftemangel lindern.
ZF Friedrichshafen zeigt, wie das dank der Programmiersoftware ArtiMIinds RPS einfach möglich ist.

Roboteranwendungen herstellerunabhängig programmieren & simulieren

 

ZF Friedrichshafen ist einer der größten Automobilzulieferer weltweit. Uwe Wachter ist bei ZF Friedrichshafen Leiter des Production Tech Center Robotics and Vision. Er berichtet: „2016 haben wir das Production Tech Center Robotics mit Sitz in Schweinfurt gegründet. Wir sind der Bereich im ZF-Konzern, der sich um neue Technologien wie etwa Leichtbauroboter, Kamerasysteme oder Software-Lösungen für die Produktion kümmert. Wir agieren als interner Dienstleister, indem wir beraten, entwickeln und trainieren.”

In seiner Rolle als Technologie-Scout und -berater ist Uwe Wachter immer auf der Suche nach neuen Lösungen, die die Arbeit bei ZF erleichtern. So wurde er auf die Software von ArtiMinds aufmerksam.

Für ZF ist es von großem Vorteil, einmal eine Roboterapplikation in der RPS entwickeln, und dann jederzeit auf verschiedenen Robotersystemen laufen lassen zu können. Dazu Wachter: „Wenn wir beispielsweise in Schweinfurt eine Anwendung für Roboter des Herstellers A entwickeln, dann können wir anschließend aus diesem Quellcode auch das lauffähige Programm für Roboter des Herstellers B generieren und dieses Programm per E-Mail zu unserem Werk in Portugal schicken. Dann können die Kollegen in Portugal mit ihrem Robotersystem B die gleiche Produktion fahren wie wir in Schweinfurt mit dem Robotersystem A. Diese Flexibilität bietet uns nur die Software von ArtiMinds.”

Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt sind Simulationen. Hierfür nutzt Jonas Arnold, Ingenieur für kollaborative Roboter,  regelmäßig die Robot Programming Suite. Er berichtet: „Oft sind wir mit der Aufgabe konfrontiert, abzuschätzen, ob ein Roboter in einer gegebenen Situation eine bestimmte Taktzeit erfüllen kann oder nicht.”

In der Vergangenheit musste ZF für solche Machbarkeitsstudien das Robotersystem mit viel Aufwand vor Ort installieren, die passende Applikation entwickeln und testen, ob das System die vorgegebene Taktzeit erfüllen kann.

Mit der Robot Programming Suite könne ZF Anwendungen nicht nur programmieren, sondern auch simulieren und dadurch Zeit und Kosten sparen. Jonas Arnold erklärt: „Durch die Visualisierung können wir bereits im Vorfeld mögliche Probleme erkennen. Das fängt schon mit den räumlichen Gegebenheiten an. Bietet der verfügbare Platz überhaupt ausreichend Bewegungsfreiheit?”

Beim Einsatz kollaborativer Roboter sind außerdem spezielle Normen einzuhalten, die für die Sicherheit der Mensch-Roboter-Kollaboration sorgen sollen. Arnold erklärt: „Im Vorfeld müssen wir beispielsweise evaluieren, wo Kollisionen von Mensch und Roboter möglich sind. Kann der Roboterarm bis in Kopfhöhe gelangen? Gibt es mögliche Klemmstellen? Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen wir Kraft- und Druckwerte einhalten und die Bewegungsgeschwindigkeit des Roboters begrenzen. Beim Greifprozess muss man Ungenauigkeiten einplanen, die Zeitverzögerungen verursachen. All das können wir durch die Simulation mit der Robot Programming Suite leichter beurteilen.”

Darüber hinaus hatte ZF auch einige Automatisierungsaufgaben, für die sie gemeinsam mit dem Projektteam von ArtiMinds eine gute Lösung für die Umsetzung des Roboterprogramms erarbeitet haben. Arnold lobt die Kooperation und enge Zusammenarbeit: „Zwischen uns hat sich eine schöne und stabile Partnerschaft entwickelt.”

automobilzulieferer kamerasysteme leichtbauroboter mensch-roboter-kollaboration