Keller Lufttechnik GmbH + Co. KG

Absaugung von Schweißrauch - Nicht nur für den Umweltschutz

Artikel, letzte Änderung: , Autor : Veikko Wünsche

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Mit rund 40 Beschäftigten stellt DKF Kloz Drahtprodukte her und beschichtet sie. Jetzt erhielt der Betrieb als Finalist beim Gipfelstürmer Award ein ausdrückliches Lob von der baden-württembergischen Landesregierung. Denn das Unternehmen mauserte sich zum umweltbewussten Vorzeigeschüler. Wir von Keller Lufttechnik trugen zum Erfolg bei. Als Spezialisten für reine Luft konzipierten und installierten wir eine energieeffiziente Absauganlage zur Rauchgasabsaugung beim Schweißen, die eine Reinluftrückführung in die Halle ermöglicht.

DKF: Die Abkürzung steht für Draht, Kunststoffe, Farben. Das Unternehmen produziert in Fellbach bei Stuttgart zum Beispiel Abtropfgitter, Gabionen und Körbe für Spülmaschinen. „Wir sind eines der wenigen Unternehmen, die die Oberflächenbeschichtung der Drahtprodukte ebenfalls im eigenen Haus anbieten“, erklärt Geschäftsführer Cengiz Öztok. „Unsere Kunden lassen sie bei uns entweder pulverbeschichten oder mit Kunststoff ummanteln.“

Dicke Luft in der Halle

2021 startete der Betrieb eine umfassende Nachhaltigkeitsoffensive. Der Auslöser: „Wir hatten dicke Luft in der Halle“, berichtet Öztok. „An den vier Schweißmaschinen rauchte es so stark, dass ich meine Mitarbeiter kaum erkennen konnte. Denn die Drähte sind vom Zuschnitt mit Öl benetzt. Beim anschließenden Schweißvorgang gibt es dann bei 2.000 Grad Celsius regelrechte Explosionen. Das Öl verdampft und verteilt sich in der Luft. Die alte Absauganlage war dagegen nahezu machtlos.“ An der Entstehungsquelle bei Schweißverfahren entstehen Dämpfe, Rauchgas oder Lötrauch, der gesundheitsgefährdend sein kann.

Heute: völlig rauchfrei

Da erinnerte sich Cengiz Öztok an Keller Lufttechnik. „Ich wusste, dass sie eine Lösung finden würden“, sagt der DKF-Kloz-Geschäftsführer. Das taten wir: Heute funktioniert die Absaugung des Schweißrauchs so gut, dass die gefilterte Luft im Winter wieder in die Halle zurückgeführt wird. Heizbedarf und Energiekosten sinken. Über 99,9 Prozent der Fremdstoffe hat die Filteranlage zuvor aus der Luft entfernt. Die Beschäftigten können an ihrem Arbeitsplatz unbesorgt durchatmen. „Sie sind begeistert“, sagt Cengiz Öztok. „Der Krankenstand ist deutlich gesunken.“ Ein weiteres Bonbon für den Geschäftsführer: Für die Investition in die neue Schweißrauchabsaugung erhielt er eine Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

KLR-Filter & Dosieranlage

Unser zuständiger Außendienstmitarbeiter, Thomas Schneider, erklärt die Technik der Absauganlage: „Sie arbeitet mit unserem KLRbran-Filter. Er zeichnet sich durch seine langen Standzeiten und den extrem hohen Abscheidegrad aus.“ Außerdem statteten wir die Rohrleitungen 

mit einer automatischen Dosieranlage aus, die Kalksteinmehl einbläst. Das Pulver bindet Öl und Schweißrauch und dient so dem Brandschutz. Auf dem Filter bildet das Kalksteinmehl anschließend eine sogenannte Filterhilfsschicht. Sie sorgt dafür, dass der Filter nicht verklebt und sich durch Druckluftimpulse von nur vier bar problemlos abreinigen lässt. Die komplette Filterfläche bleibt langfristig funktionstüchtig, die Absaugleistung konstant. Prinzipielle Bestandteile eines Absaugsystems sind je nach Ausführung Absaugarme, Absaughauben, Absauggerät und Filtergerät.

Verdienter Applaus

Unlängst freute sich Cengiz Öztok über die öffentliche Anerkennung für seine Nachhaltigkeitsprojekte. Beim Gipfelstürmer Award des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gelangte DKF Klotz unter die zehn Finalisten und erhielt eine Urkunde. Denn die neuen Absauganlagen sind nur einer der vielen Bausteine für 

Energieeffizienz und Umweltschutz beim Fellbacher Mittelständler, der rund 40 Mitarbeiter beschäftigt. „Nach einem sogenannten KEFF-Check – ein Angebot der Regionalen Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffizienz (KEFF) in Baden-Württemberg – tauschten wir unseren alten Kompressor aus, beseitigten Leckagen, installierten eine Bedarfsbeleuchtung und führten ein Shopfloor-Management ein“, sagt Öztok. „Wir zeigen damit: Auch kleinere Unternehmen können etwas für die Umwelt tun!“

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